Pillen-Brennnessel
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Pillen-Brennnessel | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Urtica pilulifera.jpg
Pillen-Brennnessel (Urtica pilulifera) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Urtica pilulifera | ||||||||||||
| L. |
Die Pillen-Brennnessel (Urtica pilulifera), Pillennessel oder Römische Nessel (lateinisch früher Urtica romana genannt<ref>Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 159.</ref>) ist eine Pflanzenart in der Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae).<ref name="Schönfelder" />
Merkmale
Die Pillen-Brennnessel ist eine ein- oder zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 30 und 100 Zentimeter erreichen kann. Sie besitzt Brennhaare. Die gegenständigen Laubblätter sind zugespitzt-eiförmig und etwas länger als der Blattstiel, ihr Rand ist eingeschnitten gesägt. Es sind vier Nebenblätter pro Knoten (Nodium) vorhanden.<ref name="Schönfelder" />
Die Blütenstände sind eingeschlechtig. Männliche Blütenstände sind rispig und verzweigt, weibliche zu kugeligen, langgestielten Köpfchen angeordnet. Bei den weiblichen Blüten ist die Hülle vierteilig und aufgeblasen; es sind zwei kurze äußere und zwei lange innere Abschnitte vorhanden, die dicht von Borstenhaaren bedeckt sind.<ref name="Schönfelder" />
Die Blütezeit reicht von April bis Oktober.<ref name="Schönfelder" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24 der 26.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen
Die Art kommt im Mittelmeerraum und in Südwest-Asien vor. Sie wächst in feuchten, stickstoffreichen Unkrautfluren sowie an Wegrändern. In Südeuropa ist sie eine Charakterart des Verbands Chenopodion muralis.<ref name="Oberdorfer2001" /> In Mitteleuropa wurde die Pillen-Brennnessel früher wegen der schleimigen Samen kultiviert und verwilderte an manchen Stellen.<ref name="Schönfelder" />
Verwendung
Die öligen Früchte, die in früheren Jahrhunderten in den meisten Apotheken erhältlich waren, sind als Stärkungs- und Kräftigungsmittel eingesetzt worden.<ref name="Kluge" />
Belege
<references> <ref name="Schönfelder">Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Was blüht am Mittelmeer?. Franckh, Stuttgart 1987, ISBN 3-440-05790-9.</ref> <ref name="Kluge">Heidelore Kluge: Brennessel: Heilpflanze und mehr. Haug, Heidelberg 1999, ISBN 3-7760-1751-1.</ref> <ref name="Oberdorfer2001">Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 322.</ref> </references>