Zum Inhalt springen

Holzbibliothek

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 20. Dezember 2025 um 22:09 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Xilo99b.jpg
Innenansicht der Xiloteque Manuel Soler, in Dénia (Spanien)

Eine Holzbibliothek oder Xylothek (von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist eine Sammlung von Holz und anderen Bestandteilen verschiedener Baumarten. Die einzelnen Exponate sind dabei in Form von Büchern gestaltet.

Holzbuch

Datei:Xylothek-Sternwarte Kremsmünster.JPG
Holzbuch aus der Sammlung der Sternwarte im Stift Kremsmünster

Ein Kasten, bestehend aus dem Holz des Baumes, enthält in seinem Inneren weitere Bestandteile, zum Beispiel getrocknete Blätter und Früchte. Die Schmalseite des Kastens ist in Form eines Buchrückens mit der Rinde des Baumes beklebt und beschriftet.

Geschichte

Während Herbarien schon im Mittelalter angefertigt wurden, tauchten Holzsammlungen erst im 18. Jahrhundert auf, unter der Bezeichnung Holz-Cabinet (angelehnt an die damaligen Naturalien-Kabinette). Während diese Dinge anfangs nur als reine Sammlungsobjekte dienten, ging man unter dem Einfluss der Aufklärung und der Taxonomie von Carl von Linné zunehmend systematischer vor. Aus der Idee, Holz und Pflanze als Ganzes zu präsentieren, entstanden Ende des 18. Jahrhunderts die Holzbibliotheken. Damit sind diese ein Zeitdokument über den Zustand und die Wahrnehmung der Wälder.

Beispiele von Holzbibliotheken

Datei:Stift Lilienfeld - Bibliothek - Xylothek II.jpg
Die Xylothek in der Bibliothek des Stiftes Lilienfeld

Literatur

  • Anne Feuchter-Schawelka: Carl Schildbachs ‚Holzbibliothek nach selbstgewähltem Plan‘ von 1788.<ref>Beschreibung einer Holz⸗Bibliothek nach selbst gewähltem Plan ausgearbeitet von Carl Schildbach. J. F. Estienne, o. O. (Cassel) 1788 (auf Google Books).</ref> Naturkundemuseum im Ottoneum, Kassel 2001; Nachdruck 2012. Zu beziehen über das Museum.
  • Anne Feuchter-Schawelka, Winfried Freitag, Dietger Grosser: Alte Holzsammlungen. Die Ebersberger Holzbibliothek: Vorgänger, Vorbilder und Nachfolger. In: Der Landkreis Ebersberg. Geschichte und Gegenwart. Band 8. Deutscher Sparkassen Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-933859-08-5.
  • Dietger Grosser: Die Holzbibliotheken des Benediktinermönchs Candid Huber am Beispiel des „Waldsassener Exemplars“. In: Manfred Knedlik, Georg Schrott (Hrsg.): Res naturae. Die Oberpfälzer Klöster und die Gaben der Schöpfung. Kallmünz 2006, ISBN 3-7847-1189-8, S. 91–104.
  • Mathilde Rahmann, Hinrich Rahmann, Barbara Gericke, Thomas Plöttner: Die Hohenheimer Holzbibliothek. In: Hohenheimer Themen. Zeitschrift für kulturwissenschaftliche Themen. Bd. 1. 1992, S. 65–111.

Weblinks

Commons: Xylotheken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein