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(987) Wallia

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Asteroid
(987) Wallia
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3.13462 AE
Exzentrizität 0.237971
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 8.91028 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 52,7 km ± 0,4 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,14
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Karl Wilhelm Reinmuth
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1899 PJ, 1922 UB
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(987) Wallia ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 23. Oktober 1922 vom deutschen Astronomen Karl Wilhelm Reinmuth an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl bei einer Helligkeit von 12,1 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 8. August 1899 am Boyden Observatory der Harvard University in Arequipa, Peru, fotografiert worden war.

Karl Reinmuth entdeckte so viele Kleinplaneten, dass es ihm oft schwerfiel, Namen für die nummerierten zu finden. Daher verwendete er häufig Mädchennamen aus dem Kalender „Lahrer Hinkender Bote“. Diese Namen müssen keine Verbindung zu seinen Zeitgenossen haben.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (987) Wallia, für die damals Werte von 43,7 km bzw. 0,18 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref> Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 63,2 km bzw. 0,08.<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, J. Dailey, P. R. M. Eisenhardt, R. S. McMillan, T. B. Spahr, M. F. Skrutskie, D. Tholen, R. G. Walker, E. L. Wright, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, A. Wilkins: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. I. Preliminary Albedos and Diameters. In: The Astrophysical Journal. Band 741, Nr. 2, 2011, S. 1–20, doi:10.1088/0004-637X/741/2/68 (PDF; 73,0 MB).</ref> Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 52,7 km bzw. 0,10 geändert worden waren,<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, C. Nugent, M. S. Cabrera: Preliminary Analysis of WISE/NEOWISE 3-Band Cryogenic and Post-cryogenic Observations of Main Belt Asteroids. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 759, Nr. 1, L8, 2012, S. 1–8, doi:10.1088/2041-8205/759/1/L8 (PDF; 3,27 MB).</ref> wurden sie 2014 auf 48,3 km bzw. 0,14 korrigiert.<ref>J. R. Masiero, T. Grav, A. K. Mainzer, C. R. Nugent, J. M. Bauer, R. Stevenson, S. Sonnett: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. Near-infrared Albedos. In: The Astrophysical Journal. Band 791, Nr. 2, 2014, S. 1–11, doi:10.1088/0004-637X/791/2/121 (PDF; 1,10 MB).</ref> Eine Anwendung thermophysikalischer Modelle auf Beobachtungen des Asteroiden mit WISE vom 15. Februar und 5. August 2010 ergab in einer Untersuchung von 2021 Werte für den Durchmesser und die Albedo von 43,1 ± 1,9 km und 0,16. Außerdem konnten die Achsenverhältnisse für ein zweiachsig-ellipsoidisches Gestaltmodell und eine retrograde Rotation bestimmt werden.<ref>E. M. MacLennan, J. P. Emery: Thermophysical Investigation of Asteroid Surfaces. I. Characterization of Thermal Inertia. In: The Planetary Science Journal. Band 2, Nr. 4, 2021, S. 1–12, doi:10.3847/PSJ/ac1591 (PDF; 1,23 MB).</ref>

Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (987) Wallia eine taxonomische Klassifizierung als D- bzw. T-Typ.<ref>D. Lazzaro, C. A. Angeli, J. M. Carvano, T. Mothé-Diniz, R. Duffard, M. Florczak: S3OS2: the visible spectroscopic survey of 820 asteroids. In: Icarus. Band 172, Nr. 1, 2004, S. 179–220, doi:10.1016/j.icarus.2004.06.006 (arXiv-Preprint: PDF; 3,49 MB).</ref>

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 10. und 11. August 1977 am Mount-Stromlo-Observatorium in Australien. Die aufgezeichneten Daten konnten aber nicht weiter ausgewertet werden, es wurde eine lange Rotationsperiode vermutet.<ref>C.-I. Lagerkvist: A lightcurve survey of asteroids with Schmidt telescopes: Observations of nine asteroids during oppositions in 1977. In: Icarus. Band 38, Nr. 1, 1979, S. 106–114, doi:10.1016/0019-1035(79)90090-3.</ref> Bei weiteren Beobachtungen vom 14. März bis 3. April 1998 durch den Science Club ‚Chaparral‘ in Argentinien konnte dann aus den während vier Nächten registrierten Lichtkurven zunächst eine Rotationsperiode von 10,523 h abgeleitet werden.<ref>L. A. Cieza, L. N. Ciliberti, J. A. Iserte: Determination of Rotation Periods of Asteroids Using Differential CCD Photometry. In: International Amateur-Professional Photoelectric Photometry Communication. Nr. 74, 1998, S. 12–23, bibcode:1998IAPPP..74...12C (PDF; 177 kB).</ref>

Neue Messungen erfolgten vom 8. bis 22. September 2011 am Bigmuskie Observatory in Italien. Dabei wurde aber aus der während sechs Nächten aufgezeichneten Lichtkurve eine deutlich kürzere Rotationsperiode von 10,082 h bestimmt.<ref>A. Ferrero: Lightcurve Determination at the Bigmuskie Observatory from 2011 July–December. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 39, Nr. 2, 2012, S. 65–67, bibcode:2012MPBu...39...65F (PDF; 639 kB).</ref> Dieses Ergebnis wurde dann noch einmal durch Beobachtungen vom 19. Juli bis 16. August 2022 während fünf Nächten am Organ Mesa Observatory in New Mexico mit einer ausgewerteten Periode von 10,085 h bestätigt.<ref>F. Pilcher: Lightcurves and Rotation Periods of 57 Mnemosyne, 645 Agrippina, and 987 Wallia. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 50, Nr. 2, 2023, S. 162–163, bibcode:2023MPBu...50..162P (PDF; 724 kB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />