Theologisches
| Theologisches – Katholische Monatsschrift
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|---|---|
| Beschreibung | Zeitschrift für katholische Theologie |
| Fachgebiet | Katholische Theologie, Philosophie |
| Sprache | Deutsch |
| Verlag | Verlag nova et vetera e.K. (Nordrhein-Westfalen, Deutschland) |
| Erstausgabe | 1970 |
| Gründer | Wilhelm Schamoni |
| Erscheinungsweise | zweimonatlich |
| Verkaufte Auflage | ca. 8000 (2005),<ref>Jochen Schmitt: Katholische Medien in Deutschland: Unterschiede in Ausrichtung und Qualität. Liberale Tendenz immer stärker. In: Junge Freiheit. 22. Mai 2005, abgerufen am 22. Oktober 2023.</ref> kostenlos abgegebene Exemplare |
| Chefredakteur | Johannes Stöhr<ref name="info">Theologisches – Allgemeine Informationen zur Zeitschrift. In: theologisches.net, abgerufen am 22. Oktober 2023.</ref> |
| Herausgeber | Fördergemeinschaft Theologisches e. V. |
| Weblink | theologisches.net |
| Artikelarchiv | theologisches.net (1.1970 – 51.2021: PDF-Volltexte; später nur noch Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe) |
| ISSN (Print) | 1612-6165 |
Theologisches ist eine 1970 von Wilhelm Schamoni begründete, zunächst monatlich, seit 2005 zweimonatlich erscheinende theologische Fachzeitschrift.
Geschichte und Profil
Die laut BBKL traditionsorientierte Zeitschrift<ref name="Berg">David Berger: Johannes Bökmann. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 18, Bautz, Herzberg 2001, ISBN 3-88309-086-7, Sp. 224–226.</ref> bemüht sich nach eigenen Angaben um die Wahrung der katholischen Identität. Verlegt wird die Zeitschrift von der Fördergemeinschaft Theologisches e. V., die zeitweise auch als Herausgeberin fungierte.
Lange Jahre war der Gründungsherausgeber Wilhelm Schamoni selbst Redakteur der Zeitschrift. Sein Nachfolger als Herausgeber und Schriftleiter wurde der Kölner Moraltheologe Johannes Bökmann, unter dessen Führung sich die Beilage zur auflagenstärksten katholischen Monatsschrift im deutschen Sprachraum entwickelte.<ref name="Berg" /> Nach Bökmanns Tod Anfang 1998 leitete für eine kurze Zeit der Missionswissenschaftler Johannes Dörmann das Blatt. Ihm folgte von 1999 bis 2003 der Kölner Monsignore Ulrich-Paul Lange. Ab 2004 war der Laientheologe David Berger Schriftleiter und Herausgeber von Theologisches.
Ursprünglich erschien Theologisches als eine von mehreren Beilagen zur monatlichen Offerten-Zeitung für die katholische Geistlichkeit und engagierte Gläubige, die vom Verlag Josef Kral in Abensberg herausgegeben wurde.<ref name="info" /> 1993 wurde Theologisches zur selbständigen Zeitschrift, nachdem es inhaltliche Diskussionen gegeben hatte.<ref>Vgl. auch zum Folgenden: Felizitas Küble: Eine Publikation auf scheinkonservativem Kurs. Abwegiges und Kurioses in Apostolisches. In: Theologisches. 23 (12/1993), Sp. 483–489.</ref> Hintergrund war, dass Albrecht von Brandenstein-Zeppelin den Kral-Verlag übernommen hatte. Die ehemalige Beilage Apostolisches erschien seither ebenfalls selbständig und wurde später in Kirche heute umbenannt.<ref>Über uns. In: kirche-heute.de, abgerufen am 22. Oktober 2023.</ref>
Seit Bergers Weggang im Frühjahr 2010<ref>Manfred Hauke: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Herausgeber von „Theologisches“ tritt zurück. Fördergemeinschaft „Theologisches“ bezieht Stellung. ( vom 15. April 2010 im Internet Archive) In: kathnews.de. 13. April 2010. Vgl. David Berger: Der heilige Schein. Ullstein, Berlin 2010, ISBN 978-3-550-08855-1, S. 235–270 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> wird die Zeitschrift von Manfred Hauke herausgegeben, der seit 2007 Vorsitzender der Fördergemeinschaft ist.<ref name="info" /> Als verantwortlicher Redakteur im Sinne des Pressegesetzes von Nordrhein-Westfalen fungiert seither der emeritierte Dogmatikprofessor Johannes Stöhr.<ref>Theologisches. 40 (2010), Heft 05–06, Sp. 138 (theologisches.net [PDF; 345 kB]; erstes Impressum, das anstelle Bergers Hauke als Herausgeber und Stöhr als verantwortlichen Redakteur aufführt).</ref>
2021 verhängte das Amtsgericht Köln nach einer Anzeige des Priesters Wolfgang F. Rothe Strafbefehle gegen Stöhr und Theologisches-Autor Dariusz Oko wegen Volksverhetzung, nachdem Oko in der Zeitschrift homosexuelle Priester beschimpft und sie unter anderem als „Parasiten“, „Plage“ und „Krebsgeschwür“ bezeichnet hatte. Gegen beide Strafbefehle wurden Einsprüche eingelegt, weshalb sie nicht rechtskräftig wurden. Am 20. Mai 2022 stellte das Amtsgericht Köln das Verfahren gegen Oko und Stöhr wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung ein. Dariusz Oko musste eine Geldauflage in Höhe von 3150 Euro und Johannes Stöhr in Höhe von 4000 Euro entrichten, sie sind nicht vorbestraft. Beide zeigten „eine gewisse Einsicht“, so die Richterin. Oko musste sich für seine Aussagen entschuldigen.<ref>Annette Zoch: Katholische Kirche: Strafbefehl gegen polnischen Priester. In: sueddeutsche.de. 28. Juli 2021, abgerufen am 21. Mai 2022.</ref><ref>Verhandlung gegen Priester wegen Volksverhetzung eingestellt. Geistliche Oko und Stöhr müssen jeweils Geldauflagen entrichten. In: katholisch.de. 20. Mai 2022, abgerufen am 21. Mai 2022 (Quelle: KNA).</ref> Nach einer Anzeige durch Pink Cross verurteilte die Tessiner Staatsanwaltschaft Hauke als Herausgeber wegen Verstoßes gegen Artikel 261bis StGB durch Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe. Hauke erhob dagegen Einspruch.<ref>Karoline Thürkauf: Anzeige von Pink Cross – Schwulenfeindlicher Text: Theologieprofessor vor Gericht. In: Schweizer Radio und Fernsehen. 9. März 2023, abgerufen am 9. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die Zeitschrift finanziert sich seit ihrer Gründung ausschließlich aus Spenden. Die Arbeit der Mitglieder der Fördergemeinschaft und des Herausgebers ist ehrenamtlich.<ref name="info" />
Autoren (Auswahl)
Zu den Autoren der Zeitschrift gehörten folgende Theologen und Publizisten:<ref>Eine Auswahl von Autoren, die bereits in „Theologisches“ Beiträge publiziert haben. In: theologisches.net, abgerufen am 5. Februar 2015.</ref>
<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />
- Johann Auer
- Hans Urs von Balthasar
- Remigius Bäumer
- Theobald Beer
- David Berger
- Peter Berglar
- Peter Beyerhaus
- Johannes Bökmann
- Walter Brandmüller
- Walter Braun
- Carlo Caffarra
- Johannes Dörmann
- Avery Dulles
- Georg Eder
- Leo Elders
- Gustav Ermecke
- Siegfried Ernst
- Gerhard Fittkau
- Klaus Gamber
- Hortense von Gelmini
- Hubert Gindert
- Rudolf Graber
- Lothar Groppe
- Anselm Günthör
- Paul Hacker
- Manfred Hauke
- Walter Hoeres
- Ferdinand Holböck
- Hubert Jedin
- Gerd-Klaus Kaltenbrunner
- Bonaventura Kloppenburg
- Harm Klueting
- Kurt Krenn
- Bernhard Lakebrink
- Andreas Laun
- Konrad Löw
- Werner Marschall
- Georg May
- Christa Meves
- Martin Mosebach
- Wilhelm Nyssen
- Johannes Overath
- Rudolf Peil
- Josef Pieper
- Antonio Piolanti
- Konrad Repgen
- Giovanni B. Sala
- Alfred Schickel
- Josef Seifert
- Wilhelm Schamoni
- Leo Scheffczyk
- Joseph Schumacher
- Rudolf Michael Schmitz
- Josef Spindelböck
- Hugo Staudinger
- Johannes Stöhr
- Alma von Stockhausen
- Karl Wallner
- Wolfgang Waldstein
- Max Ziegelbauer
Literatur
- Walter Hoeres: Zwischen Hingabe und Kampf. 35 Jahre Theologisches. In: Theologisches. 35 (1/2005), Sp. 2–9.
- Walter Hoeres: Die Vitalität des Glaubens. Vierzig Jahre Theologisches. In: Theologisches. 40 (5–6/2010), Sp. 135–138.
Weblinks
- Internetpräsenz der Zeitschrift
Einzelnachweise
<references />