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Harald Hakenbeck

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Harald Hakenbeck (* 20. September 1926 in Stettin) ist ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben

Hakenbeck absolvierte von 1942 bis 1944 bei einer Krankenkasse eine Lehre als kaufmännischer Angestellter. Danach wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Er nahm am Zweiten Weltkrieg teil und war dann bis 1946 in britischer Kriegsgefangenschaft.

Von 1948 bis 1953 studierte er an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee u. a. bei Arno Mohr und Bert Heller. Nach dem Diplom im Fach Wandgestaltung war er von 1954 bis 1957 Meisterschüler bei Heinrich Ehmsen an der Deutschen Akademie der Künste, danach in Berlin freischaffender Maler und Grafiker. 1958 reiste er nach Albanien, 1963 nach Burma und Indonesien. Von 1965 bis 1968 war er Dozent am Institut für Kunsterziehung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, von 1974 bis 1980 Dozent für Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Zu seinen Schülerinnen und Schülern gehörten u. a. Christel Bachmann und Peter Panzner.

Seinen Durchbruch hatte er 1961 mit seinem Bild Peter im Tierpark, das seinen Sohn Peter in einer winterlichen Zoolandschaft zeigt. Das Bild wurde 1962/63 auf der Fünften Deutschen Kunstausstellung ausgestellt und 1967 als Briefmarke in einer Auflage von vier Mio. Stück gedruckt. Seitdem war es vielen Menschen in der DDR als Kunstdruck und Abbildung in Schulbüchern bekannt.

Von 1954 bis 1990 war Hakenbeck Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR, zeitweise als Leiter der Sektion Maler und Grafiker. Er war auf nahezu allen zentralen und wichtigen überregionalen Kunstausstellungen in der DDR vertreten, u. a. von 1958 bis 1988 auf allen Deutschen Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellungen der DDR in Dresden.

Nach Aufgabe seines Ateliers am Frankfurter Tor 1990 zeichnet er weiter, und er hat mehrere Lyrikbände geschrieben.

Hakenbeck war mit der Malerin Hildegard Hakenbeck-Pause (1922–1981) verheiratet.

Fotografische Darstellung Hakenbecks

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Hakenbecks (unvollständig)

Weitere Werkbeispiele

Tafelbilder

  • 1955 „Lesender Arbeiter“, Öl auf Leinwand, 76×60 cm
  • 1956 „Sonnenblumen“, Mischtechnik auf Leinwand, 60,5×42,5 cm
  • 1958/1959 „Mädchen mit Orangen“, Mischtechnik, 150 × 100 cm<ref name=":1">Katalog der Ausstellung der Deutschen Akademie der Künste Junge Künstler-Malerei 1961</ref>
  • 1958/1959 „Frauen am Meer“, Mischtechnik, 150 × 245 cm<ref name=":1" />
  • 1958/1959 „Albanische Landschaft“, Mischtechnik, 110 × 150 cm<ref name=":1" />
  • 1958/1959 „Albanisches Mädchen“, Mischtechnik, 90 × 65 cm<ref name=":1" />
  • 1958/1959 „Alter Albaner“, Mischtechnik, 100 × 70 cm<ref name=":1" />
  • 1962 „Den Kindern Algeriens“, Mischtechnik auf Leinwand, Triptychon, 210 × 374 cm<ref>Rudolph; Hakenbeck Kramer: Den Kindern Algeriens. 1963, abgerufen am 17. Juni 2024.</ref>
  • 1964 „Bildnis Prof. Dr. H. Kraatz“, Öl auf Leinwand, 120 × 100 cm; Staatliches Museum Schwerin<ref>Hakenbeck, Harald: Bildnis Prof. Kraatz. Abgerufen am 17. Juni 2024.</ref>
  • 1967 „Indisches Mädchen“, Öl; auf der VI. Deutsche Kunstausstellung<ref>Harald Unbekannter Fotograf; Hakenbeck: Indisches Mädchen. 1967, abgerufen am 17. Juni 2024.</ref>
  • 1967 „Mutter“, Öl; auf der VI. Deutsche Kunstausstellung<ref>Gerhard; Hakenbeck Döring: Mutter. 1967, abgerufen am 17. Juni 2024.</ref>
  • 1968 „Junger Vietnamese“, Mischtechnik auf Leinwand, 117×95 cm
  • 1969 „Zirkel junger Elektroniker“

Wandbilder

Entwurf für baugebundenes Werk

  • Kinderspiele (1965, Entwurf für Fassadengestaltung mit Mosaik, 5,00 × 8,00 m, Ausführung Heinrich Jungebloedt. Schwedt, Hanns-Eisler-Weg, Kindergarten)<ref>Ruth Pape et al. (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 5 Dresden, Cottbus, Frankfurt. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1973, S. 190/1991</ref>

Druckgrafik

  • 1971 Folge von Lithografien „Große deutsche Künstler“
  • 1971 Folge von Lithografien „Dialog zu Dürer“

Buchillustration

  • Alphonse Daudet: Der kleine Dingsda. Henschel-Verlag Kunst und Gesellschaft, Berlin, 1962

Ehrungen

Literatur

  • Lothar Lang (Hrsg.): Harald Hakenbeck. 12 farbige Gemäldereproduktionen. Welt der Kunst, Berlin 1963.
  • Ursula Horn: Maler und Werk: Harald Hakenbeck. Verlag der Kunst, Dresden 1973.
  • Dietmar Materna Uecker-Randow: Der Maler und Grafiker Harald Hakenbeck. In: Nordkurier, 23. Juli 2008.
  • Anke Scharnhorst: Hakenbeck, Harald. In: Wer war wer in der DDR? 5. Auflage. Band 1. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4, S. Vorlage:VonBis (bundesstiftung-aufarbeitung.de).
  • Hakenbeck, Harald. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9; S. 308

Weblinks

Commons: Harald Hakenbeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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