Gossersweiler
Gossersweiler Ortsgemeinde Gossersweiler-Stein
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(835)&title=Gossersweiler 49° 10′ N, 7° 56′ O
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| Höhe: | 280 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 835 (30. Juni 2007)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. März 1970 | |||||
| Postleitzahl: | 76857 | |||||
| Vorwahl: | 06346 | |||||
Lage von Gossersweiler in Rheinland-Pfalz
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Gossersweiler ist mit rund 850 Einwohnern der größere Ortsteil der im rheinland-pfälzischen Landkreis Südliche Weinstraße liegenden Gemeinde Gossersweiler-Stein.
Lage
Der Ort liegt im nordwestlichen Gemeindegebiet mitten im Wasgau, wie der Südteil des Pfälzerwaldes auch genannt wird. Der Ort ist in eine Verebnungsfläche und ein breites Tal, das sogenannte Gossersweiler Tal, eingebettet. Die Gesteinsschichten bestehen aus feinkörnigen Sandsteinen. Am Ostrand des Siedlungsgebiets des Ortes entspringt der Kaiserbach. Westsüdwestlich des Ortes erstreckt sich der 459,1 m ü. NHN hohe Rötzenberg. An der Gemarkungsgrenze zu Dimbach und Schwanheim liegt der 418,1 m ü. NHN hohe Dimberg; der Dimbergfelsen an seiner Südostflanke ist als Naturdenkmal eingestuft, genau wie die Isselmannsteine auf dem nördlichen Rücken des Rötzenbergs und der Rötzenfels an dessen Südflanke.<ref name="DE-RP_LANDIS-Karte">Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)</ref>
Geschichte
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zum Unteramt Landeck, das sich im gemeinschaftlichen Besitz der Kurpfalz und des Hochstifts Speyer befand. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Gossersweiler in den Kanton Annweiler eingegliedert und unterstand der Mairie Schwanheim. 1815 hatte der Ort 456 Einwohner. Von 1818 bis 1862 war er Bestandteil des Landkommissariats Bergzabern, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. Im Zuge des Pfälzischen Aufstandes wurde Gossersweiler im Juni 1849 von seinen Nachbarorten überfallen, was schließlich zur Anklag-Akte beitrug.
1928 hatte Goßersweiler – so die damalige Schreibweise – 545 Einwohner, die in 122 Wohngebäuden lebten. Die Katholiken hatten zu dieser Zeit eine eigene Pfarrei in Gossersweiler, während die Protestanten zu der Pfarrei von Annweiler gehörten.<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 723–724 (Digitalisat). </ref> 1939 wurde der Ort in den Landkreis Bergzabern eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Gossersweiler innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte er zusammen mit dessen meisten Gemeinden in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad-Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. Ein Jahr später, am 1. März 1970, wurde Gossersweiler zusammen mit dem Nachbarort Stein zur neuen Gemeinde Gossersweiler-Stein zusammengelegt.<ref name="GV2016p164">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref>
Infrastruktur
Mit der Katholischen Pfarrkirche St. Cyriakus, der Katholischen St.-Georgs-Kapelle sowie einem Wegekreuz stehen in Gossersweiler drei Objekte unter Denkmalschutz. Östlich des Siedlungsgebietes befindet sich ein Gewerbegebiet. Die Buslinie 531 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar verbindet den Ort mit Landau in der Pfalz und Annweiler am Trifels. Zur sportlichen Betätigung gibt es im Ort den Fußballverein SV Gossersweiler-Stein.<ref>SV Gossersweiler-Stein 1912 e. V. Abgerufen am 11. September 2025.</ref>
Persönlichkeiten
- Johann Ludwig Schäffgen (1695–1758), zeitweise Pfarrer in Gossersweiler
Einzelnachweise
<references />