Bundessortenamt
| Bundessortenamt – BSA – | |
|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="padding: 1em 0; text-align: center; background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | | |
| Stellung | Bundesoberbehörde |
| Aufsichtsbehörde | Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat |
| Gründung | 1953 |
| Hauptsitz | Hannover |
| Behördenleitung | Präsidentin: Karin Riemer |
| Bedienstete | 269 zuzüglich 10 Auszubildende<ref>Bundeshaushaltsplan 2020 – Einzelplan 10 – Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Bundesministerium der Finanzen, abgerufen am 27. August 2020 (Planstellen-/Stellenübersicht: Seite 184; Auszubildende: Seite 168).</ref> |
| Haushaltsvolumen | 29 Mio. EUR (2024)<ref>Bundeshaushalt digital. In: bundeshaushalt.de. Bundesministerium der Finanzen, abgerufen am 30. April 2026.</ref> |
| Netzauftritt | www.bundessortenamt.de |
Das Bundessortenamt (BSA) ist als Sortenamt eine selbständige deutsche Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Das Amt hat seinen Sitz seit 1980 in Hannover (vormals in Rethmar) und unterhält derzeit sieben (früher 12) Prüfstellen in Deutschland.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Prüfstellen des Bundessortenamtes ( vom 9. Februar 2019 im Internet Archive)</ref> Es wurde 1953 im Zuge des Saatgutgesetzes<ref>Gesetz über Sortenschutz und Saatgut von Kulturpflanzen, Vgl:Bundesgesetzblatt 1953, S. 450 [1]</ref> gegründet und ersetzte das im April 1948 in Frankfurt am Main gegründete Sortenamt für Nutzpflanzen.<ref name="BA">6. Entwurf eines Gesetzes über Sortenschutz und Saatgut von Kulturpflanzen (Saatgutgesetz), BML. 2. August 1951. Abgerufen am 23. März 2018.</ref> Das BSA verfügt über 447 ha Freiland-Anbaufläche und 8000 m² Gewächshausfläche (Stand 2019). Insgesamt wurden 2018 etwa 17.000 verschiedene Sorten angebaut.<ref name="Brosch">Bundessortenamt: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Broschüre: Das Bundessortenamt – Schutz und Zulassung neuer Pflanzensorten ( des Vorlage:IconExternal vom 15. April 2025 im Internet Archive; PDF; 4,3 MB), abgerufen am 26. April 2026.</ref>
Das BSA ist zuständig für die Zulassung von Pflanzensorten (Voraussetzung für das Inverkehrbringen von Saatgut) und den Sortenschutz, also den rechtlichen Schutz von neuen Pflanzensorten („Schutz des geistigen Eigentums“), soweit letzterer auf nationalrechtlicher Grundlage und nicht nach dem Recht der Europäischen Union<ref>Verordnung (EG) Nr. 2100/94 des Rates über den gemeinschaftlichen Sortenschutz vom 27. Juli 1994, ABl. EG Nr. L 227/1 vom 1. September 1994</ref> erfolgt; der Anteil der national geschützten Sorten liegt inzwischen bei deutlich unter 10 %. Rechts- und Prüfungsgrundlagen für die Arbeit des Bundessortenamts sind das Saatgutverkehrsgesetz und das Sortenschutzgesetz.
Organisation
Der Präsident leitet das Bundessortenamt und vertritt es nach außen. Des Weiteren gliedert sich das Amt in drei Abteilungen, die in Referate unterteilt sind.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Organigramm BSA ( vom 5. September 2014 im Internet Archive).</ref>
- Präsidentin: Karin Riemer
- Referat P 1: Nationale und internationale Sorten- und Saatgutangelegenheiten, Koordinierungsstelle zum BMEL
- Referat P 2: Kommunikation, Biopatent-Monitoring, Qualitätsmanagement
- Abteilung 1: Zentralabteilung
- Abteilung 2: Sortenzulassung, Sortenschutz, Genetische Ressourcen
- Abteilung 3: Prüfungsdurchführung
Präsidenten
- 1953–1968: Carl-Heinrich Roemer
- 1968–1993: Dirk Böringer
- 1993–1997: Rudolf Eisner<ref name="ChronikHannover">Klaus Mlynek, Uta Ziegan: Stadtarchiv Hannover: Stadtchronik 1989–2003, Teil A: 1989–1996. (PDF; 3,7 MB) Stadt Hannover, S. 94, abgerufen am 3. Januar 2026.</ref>
- 1997–2000: Rolf Jördens
- 2000–2019: Udo von Kröcher
- 2020–2026: Elmar Pfülb
- seit 2026: Karin Riemer
Siehe auch
- Gemeinschaftliches Sortenamt (CPVO) der Europäischen Union
Literatur
- Frank Hinrichs: Wofür ein Bundessortenamt? In: Verwaltungsrundschau (VR). Zeitschrift für Verwaltung in Praxis und Wissenschaft. 52. Jg., 2006, ISSN 0342-5592, S. 89–92.
Weblinks
- Website des Bundessortenamts
- Saatgutverkehrsgesetz
- Sortenschutzgesetz
- Verordnung über Verfahren vor dem Bundessortenamt (BSAVfV)
- Berliner Zeitung: Das Bundessortenamt in Hannover schafft Ordnung in der Natur – Der Kartoffel-Tüv, vom 26. Mai 2005, abgerufen am 2. September 2014
- Literatur von und über Bundessortenamt im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
<references />
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) | Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) | Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) | Bundessortenamt (BSA) | Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) | Johann Heinrich von Thünen-Institut | Julius Kühn-Institut (JKI) | Max Rubner-Institut (MRI)
Vorlage:Klappleiste/Ende Koordinaten: 52° 23′ 49,6″ N, 9° 48′ 59,8″ O
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