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(745) Mauritia

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Asteroid
(745) Mauritia
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3.25912 AE
Exzentrizität 0.043567
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 13.29432 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 24,7 km ± 0,3 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,20
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Franz Kaiser
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1913 EH, 1972 BM
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(745) Mauritia ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 1. März 1913 vom deutschen Astronomen Franz Kaiser an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,0 mag entdeckt wurde.

Früher wurde angenommen, dass der Asteroid vom Entdecker nach dem Heiligen Mauritius, dem Schutzpatron einer Wiesbadener Kirche, benannt worden sei.<ref>L. D. Schmadel: (745) Mauritia. In: Dictionary of Minor Planet Names. Springer, Berlin/Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-29925-7, S. 71, doi:10.1007/978-3-540-29925-7_746 (online).</ref> Dies ist aber falsch, denn neue Forschungen des deutschen Astronomen Erwin Schwab konnten nachweisen, dass die Benennung im Jahr 1926 zu Ehren des Juweliers Moritz Nathan Oppenheim (1848–1933), Mitglied des Physikalischen Vereins und Förderer der Frankfurter Sternwarte, erfolgte. Der Völkische Beobachter äußerte anlässlich der Benennung die Sorge, dass „jetzt sogar schon der Sternenhimmel verjude“.<ref>H. Sp.: Völkische Naturforschung. Der verjudete Sternenhimmel. In: Israelitisches Familienblatt. Band 28, Nr. 40, Hamburg 7. Oktober 1926, S. 9 (PDF; 73,0 MB).</ref><ref>E. Schwab: Nach wem wurde Kleinplanet (743) Eugenisis benannt? In: Journal für Astronomie. Zeitschrift der Vereinigung der Sternfreunde e. V., Band 94, Heppenheim 2025, ISSN 1615-0880, S. 100 f.</ref> Nach Oppenheim und seiner Frau Katharina, der Schwester des österreichischen Unternehmers Moriz von Kuffner, wurde auch noch der Asteroid (343981) Oppenheim benannt.<ref>S. Hock: Oppenheim, Moritz N. In: Frankfurter Personenlexikon. Frankfurter Bürgerstiftung, 10. September 2025, abgerufen am 2. Dezember 2025.</ref>

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (745) Mauritia zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 27,0 km bzw. 0,17.<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, J. Dailey, P. R. M. Eisenhardt, R. S. McMillan, T. B. Spahr, M. F. Skrutskie, D. Tholen, R. G. Walker, E. L. Wright, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, A. Wilkins: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. I. Preliminary Albedos and Diameters. In: The Astrophysical Journal. Band 741, Nr. 2, 2011, S. 1–20, doi:10.1088/0004-637X/741/2/68 (PDF; 73,0 MB).</ref> Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 24,7 km bzw. 0,20 korrigiert.<ref>J. R. Masiero, T. Grav, A. K. Mainzer, C. R. Nugent, J. M. Bauer, R. Stevenson, S. Sonnett: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. Near-infrared Albedos. In: The Astrophysical Journal. Band 791, Nr. 2, 2014, S. 1–11, doi:10.1088/0004-637X/791/2/121 (PDF; 1,10 MB).</ref>

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 22. Februar bis 3. April 2013 am Organ Mesa Observatory in New Mexico. Aus der während sechs Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 9,945 h abgeleitet.<ref>F. Pilcher: Rotation Period Determinations for 102 Miriam, 108 Hecuba, 221 Eos, 255 Oppavia, and 745 Mauritia, and a Note on 871 Amneris. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 40, Nr. 3, 2013, S. 158–160, bibcode:2013MPBu...40..158P (PDF; 340 kB).</ref> Weitere Beobachtungen erfolgten vom 14. Januar bis 4. April 2014 während fünf Nächten an der Außenstelle Tschuhujiw des Charkiw-Observatoriums in der Ukraine. Für die Rotationsperiode wurde dabei ein verbesserter Wert von 9,9425 h bestimmt.<ref>V. G. Shevchenko, O. I. Mikhalchenko, I. N. Belskaya, I. G. Slyusarev, V. G. Chiorny, Yu. N. Krugly, T. A. Hromakina, A. N. Dovgopol, N. N. Kiselev, A. N. Rublevsky, K. А. Antonyuk, A. O. Novichonok, A. V. Kusakin, I. V. Reva, R. Ya. Inasaridze, V. V. Ayvazian, G. V. Kapanadze, I. E. Molotov, D. Oszkiewicz, T. Kwiatkowski: Photometry of selected outer main belt asteroids. In: Planetary and Space Science. Band 202, 105248, 2021, S. 1–15, doi:10.1016/j.pss.2021.105248 (arXiv-Preprint: PDF; 2,22 MB).</ref>

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 9,9427 h bestimmt werden.<ref>J. Ďurech, M. Vávra, R. Vančo, N. Erasmus: Rotation Periods of Asteroids Determined With Bootstrap Convex Inversion From ATLAS Photometry. In: Frontiers in Astronomy and Space Sciences. Band 9, 2022, S. 1–7, doi:10.3389/fspas.2022.809771 (PDF; 1,01 MB).</ref> Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 9,9435 h berechnet.<ref>J. Ďurech, J. Hanuš: Reconstruction of asteroid spin states from Gaia DR3 photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 675, A24, 2023, S. 1–13, doi:10.1051/0004-6361/202345889 (PDF; 32,9 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />