Zum Inhalt springen

Lohn GR

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. Oktober 2025 um 00:38 Uhr durch imported>Plutowiki (Kategorie:Ort im Schams).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Lohnf zu vermeiden.
Lohn
Datei:Lohn GR wappen.svg
Wappen von Lohn
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton GraubündenDatei:CHE Graubünden COA.svg Graubünden (GR)
Region: Viamalaw
Politische Gemeinde: Muntogna da Schonsi2
Postleitzahl: 7433
frühere BFS-Nr.: 3707
Koordinaten: 752223 / 168610Koordinaten: 46° 39′ 5″ N, 9° 25′ 39″ O; CH1903: 752223 / 168610
 {{#coordinates:46,65137|9,42737|primary
dim=5000 globe= name= region=CH-GR type=city
  }}
Höhe: 1585 m ü. M.
Fläche: 8,20 km²
Einwohner: 51 (31. Dezember 2020)
Einwohnerdichte: 6 Einw. pro km²
Datei:Lohn 2012a.JPG
Lohn GR
Lohn GR
Karte
w{w
Datei:Karte Gemeinde Lohn GR 2019.png
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2021

Lohn ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Ortschaft in der Gemeinde Muntogna da Schons, Region Viamala, im schweizerischen Kanton Graubünden. Sie liegt 13 km südlich von Thusis. Am 1. Januar 2021 fusionierte Lohn mit Casti-Wergenstein, Donat und Mathon zur neuen Gemeinde Muntogna da Schons.

Geographie

Lohn ist ein Haufendorf am Schamserberg auf einer Terrasse am Osthang des Piz Beverin und war die höchstgelegene Gemeinde der Region Schams. Vom gesamten ehemaligen Gemeindeareal von 814 ha waren 461 ha landwirtschaftlich nutzbar, der Grossteil davon allerdings nur als Maiensässe. Weitere 284 ha waren von Wald und Gehölz bedeckt, 57 ha sind unproduktive Fläche (meist Gebirge) und 12 ha Siedlungsfläche.

Geschichte

Das Dorf ist sicher seit dem 9. Jahrhundert besiedelt. Damals wurde in einem karolingischen Reichsurbar eine Kirche zu Laune erwähnt. Bereits 1204 bestand eine Gemeinde altfreier Bauern mit eigenem niederen Gericht. Verschiedene Herrschaften übten im Mittelalter ihre Hoheit aus. 1458 kaufte sich die Gemeinde vom damaligen Lehnsherrn frei, dem Bischof von Chur. Mitte des 16. Jahrhunderts schloss sich die Gemeinde der Reformation an.

Wappen

Wappen von Lohn GR
Wappen von Lohn GR
Blasonierung: „Geteilt, oben in Rot ein silberner (weisser) sechsstrahliger Stern, unten geschacht von Blau und Silber“

Der Stern steht für das Marienpatrozinium der Kirche in Lohn, der geschachte untere Schildteil bezieht sich auf die Verwalter der bischöflichen Grafschaft Schams: die Freiherren von Vaz.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1780 1850 1900 1950 1980 1990 2000<ref>Jürg Simonett: Lohn (GR). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 22. Juli 2021.</ref> 2005 2010 2012 2014 2020
Einwohner 126 97 75 62 36 48 50 50 46 42 41 51

Sprachen

Ursprüngliche Sprache der Einwohner ist Sutselvisch, eine bündnerromanische Mundart. Noch bis 1980 sprachen die Bewohner fast ausschliesslich Romanisch (1880 96 %, 1910 100 %, 1941 90 % und 1980 100 %). Seither verbreitet sich Deutsch durch Zuwanderung und Sprachwechsel immer mehr. Eine knappe Mehrheit der Bewohner spricht noch Romanisch, das zusammen mit Deutsch Behördensprache ist.

Sprachen in Lohn
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 0 0,00 % 18 37,50 % 24 48,00 %
Rätoromanisch 36 100 % 30 62,50 % 26 52,00 %
Einwohner 36 100 % 48 100 % 50 100 %

Nationalität

Ende 2005 waren von den 50 Bewohnern 49 Schweizer Staatsangehörige.

Wirtschaft

Die Bevölkerung lebt traditionell von Wiesenanbau und Viehzucht.

Verkehr

Lohn liegt abseits der Hauptstrassen, hat aber mit der Postautolinie Zillis–Lohn–Wergenstein Anschluss an das Netz des öffentlichen Verkehrs. Der nächstgelegene Autobahnanschluss ist Zillis an der A13.

Sehenswürdigkeiten

Sehenswert ist die reformierte Dorfkirche. Ein Kuriosum sind die beiden Türme, was auf zwei verschiedene Epochen schliessen lässt. Ein erster Turm entstand vermutlich im 12. Jahrhundert, ein spätromanischer Bau mit halbrunder Apsis, weitgehend an den ursprünglichen Baukörper angegliedert, erst gegen das Jahr 1500, wobei der Bau des Campanile erst gar nicht beabsichtigt war. Bei Forschungsarbeiten kamen 1953/54 Fragmente von Malereien in der Art des Waltensburger Meisters zum Vorschein, die zu einem späteren Zeitpunkt vermutlich aus Unachtsamkeit überstrichen wurden und heute nicht mehr sichtbar sind.

Das daneben liegende Pfrundhaus aus der Mitte des 16. Jahrhunderts beherbergte bis 1948 die Dorfschule und dient nach einer Renovation heute als Gemeindezentrum. Es ist ein für das Schams einzigartiger Bau, der an ein Walserhaus erinnert.

Seit 2005 besteht im Lohner Waldgebiet das Kulturprojekt des tùn resùn Klangwaldes.

Literatur

Weblinks

Commons: Lohn GR – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Andeer | Avers | Cazis | Domleschg | Ferrera | Flerden | Fürstenau | Masein | Muntogna da Schons | Rheinwald | Rongellen | Rothenbrunnen | Scharans | Sils im Domleschg | Sufers | Thusis | Tschappina | Urmein | Zillis-Reischen

Ehemalige Gemeinden: Almens | Ausserferrera | Casti | Casti-Wergenstein | Clugin | Donat | Feldis/Veulden | Hinterrhein | Innerferrera | Lohn | Mathon | Medels im Rheinwald | Mutten | Nufenen | Paspels | Patzen-Fardün | Pignia | Portein | Pratval | Präz | Reischen | Rodels | Sarn | Scheid | Splügen | Tartar | Tomils | Trans | Tumegl/Tomils | Wergenstein | Zillis Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Vorlage:Klappleiste/Ende