Sperrstrauch
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| Sperrstrauch | ||||||||||||
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| Datei:W sakaki4061.jpg
Sperrstrauch (Cleyera japonica) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cleyera japonica | ||||||||||||
| Thunb. |
Der Sperrstrauch (Cleyera japonica) ist eine Pflanzenart in der Familie der Pentaphylacaceae. Ursprünglich kommt er im südöstlichen China, auf Taiwan, im südlichen Japan, im nördlichen Indien, in Nepal und Myanmar vor.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der Sperrstrauch wächst als immergrüner Strauch oder Baum und erreicht Wuchshöhen von 2 bis 10 Meter. Der Strauch verbreitet einen intensiven, charakteristischen Geruch. Die jungen Zweige sind stielrund und besitzen anfangs eine gräulich-braune Rinde. Die Äste sind leicht zweigerippt und kahl. Die kahlen Endknospen sind mit einer Länge von 1 bis 1,5 cm lang-konisch.
Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die kahlen Blattstiele besitzen eine Länge von 7 bis 10 (bis 12) mm. Die einfache, ledrige, kahle Blattspreite ist mit einer Länge von (3,5 bis) meist 5 bis 15 cm und einer Breite von (1,2 bis) meist 2,5 bis 6 cm elliptisch, schmal-elliptisch, länglich, länglich-elliptisch, länglich-lanzettlich, verkehrt-eiförmig oder verkehrt-eiförmig-elliptisch mit glattem Rand. Auf jeder Seite des Hauptader sind sechs bis acht, selten bis zwölf Seitennerven.
Generative Merkmale
Von Mai bis Juni trägt der Sperrstrauch einzeln oder zu dritt bis selten zu fünft in einer Blattachsel seine Blüten jeweils über einem früh abfallenden Deckblatt und einem 1 bis 3 mm langen, kahlen Blütenstiel.
Die relativ kleinen, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf freien, mit etwa 2,5 mm × 2,5 mm eiförmigen bis kreisförmigen Kelchblätter besitzen einen bewimperten Rand und ein abgerundetes Ende. Die fünf freien, weißen Kronblätter sind mit einer Länge von etwa 8 mm verkehrt-eiförmig-länglich. Die 25 bis 30 Staubblätter weisen eine Länge von 4 bis 6 mm auf. Die Staubfäden sind kahl. Die mit einer Länge von etwa 1,5 mm mehr oder weniger eiförmigen Staubbeutel besitzen dünne Haare (Trichome). Der kugelige, kahle Fruchtknoten ist zweikammerig mit mehr als zehn Samenanlagen in jeder Kammer. Der etwa 6 mm lange Griffel endet zweilappig.
Von Oktober bis Dezember reifen die mit einem Durchmesser von 8 bis 10 mm kleinen, kugeligen, beerenartigen Früchte, die sich dann purpur-schwarz färben. Die dunkelbraun glänzenden Samen sind abgeflacht und besitzen einen Durchmesser von etwa 2 mm.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 90.
Kulturelles und Nutzung
Im Japanischen wird der Strauch Sakaki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bzw. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) genannt. Als heilige Pflanze des Shintō wird er in Japan in Shintō-Schreinen und auf Hausaltären (Kamidana) dargebracht. In den Kamidana wird rechts und links ein Zweig aufgestellt, der zweimal im Monat, am ersten und am fünfzehnten, erneuert wird.<ref name="Sakaki" />
Der Strauch ist in Japans ländlichen Gebieten eine beliebte Gartenpflanze. Er wächst in warmen Regionen südlich des Kantō-Gebietes. Im Kantō-Raum und nördlich davon wird statt des Sakaki der verwandte Hisakaki (Eurya japonica) angepflanzt und für die Shintō-Zeremonien verwendet. Sakaki und Hisakaki lassen sich an der Blattform unterscheiden: Ist das Blatt ungeriffelt, glatt und vollständig grün, handelt es sich um den Sakaki, ist das Blatt klein und gezackt, handelt es sich um den Hisakaki. Um den Sakaki besser zu unterscheiden, wird er auch als „ursprünglicher Sakaki“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) honsakaki) bezeichnet.<ref name="Sakaki" />
In Mitteleuropa wird der Sperrstrauch als Kübelpflanze verwendet.
Etymologie
Die ursprüngliche Bedeutung von „Sakaki“ ist „immergrüner Strauch“, und er wurde {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) geschrieben. Eine andere Deutung ist, dass sich der Baum an der Grenze ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) sakai) zwischen der Welt der Menschen und der Kami befindet, weswegen der Name auch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) geschrieben wurde. Das heutzutage gebräuchliche Schriftzeichen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ist eine Kombination aus Baum ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ki) und Kami ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
Der Gattungsname Cleyera ehrt den deutschen Apotheker Andreas Cleyer (1634 – 1697/98), der 1661 in den Dienst der niederländischen Ostindien-Kompanie trat und dabei Pflanzen sammelte.<ref name="Burkhardt2016" />
Systematik
Die Erstveröffentlichung von Cleyera japonica erfolgte 1783 durch Carl Peter von Thunberg in Nova Genera Plantarum, 3, S. 68–69<ref name="biodiversitylibrary" />. Sie gehört nicht mehr zur Familie der Theaceae, sondern zu den Pentaphylacaceae.
Es gibt zwei Varietäten:
- Cleyera japonica <templatestyles src="Person/styles.css" />Thunb. var. japonica: Sie kommt in Japan, im südlichen Anhui, in Fujian, in Guangdong, im östlichen und nördlichen Guangxi, im südöstlichen Guizhou, in Henan, im westlichen Hubei, in Hunan, im südlichen Jiangsu, in Jiangxi, im östlichen und westlichen Sichuan, in Taiwan und in Zhejiang in Höhenlagen zwischen 200 und 1200 Metern vor.<ref name="FoC" />
- Cleyera japonica var. wallichiana <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) Sealy: Sie kommt im nördlichen Indien, in Myanmar, Nepal und in China im westlichen Sichuan, im südöstlichen Xizang und im westlichen Yunnan in Höhenlagen zwischen 1600 und 2000 Metern vor.<ref name="FoC" />
Quellen
- Tianlu Min & Bruce Bartholomew: Theaceae in der Flora of China, Volume 12, 2007, S. 443: Cleyera japonica – Online. (Abschnitt Beschreibung und Systematik)
Einzelnachweise
<references> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Sakaki"> Inoue Nobutaka: „Sakaki“. In: Encyclopedia of Shinto. Kokugaku-in, 2. Juni 2005 (englisch) </ref> <ref name="FoC"> Tianlu Min & Bruce Bartholomew: Cleyera Thunberg – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 12: Theaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010. </ref> <ref name="Burkhardt2016"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-946292-10-4, doi:10.3372/epolist2016 </ref> </references>