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Jaca

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Gemeinde Jaca
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Jaca – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
90x140px|alt=|Wappen von Jaca / Chaca
Basisdaten
Land: SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien
Autonome Gemeinschaft: AragonienDatei:Flag of Aragon.svg Aragonien
Provinz: Huesca
Comarca: Vorlage:Metadaten Comarca ES
Gerichtsbezirk: Vorlage:Metadaten Gerichtsbezirk ES
Koordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city 42° 34′ N, 0° 33′ WKoordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city 42° 34′ N, 0° 33′ W
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Einwohner: {{#property:P1082}} (Stand: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))<ref>Instituto Nacional de Estadística Municipal Register of Spain</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Unerkanntes Wort „strong“ Einw./km²
Postleitzahl(en): 22700
Gemeindenummer (INE): 22130 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Juan Manuel Ramón Ipas
Website: Jaca

Jaca [<templatestyles src="IPA/styles.css" />'xaka] (aragonesisch Chaca) ist eine nordspanische Stadt und eine Gemeinde (municipio) mit {{#property:P1082}} Einwohnern (Stand: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) in der Provinz Huesca in der Autonomen Region Aragonien. Sie ist der Hauptort der Comarca Jacetania, die im Nordwesten der Region Aragonien viele kleine Gemeinden zusammenfasst.

Lage und Klima

Die ca. 820 m hoch gelegene Stadt Jaca liegt am Río Aragón am Südrand der Pyrenäen etwa 20 km (Luftlinie) südlich der Grenze zu Frankreich. Die Großstädte Pamplona und Saragossa befinden sich etwa 110 km nordwestlich bzw. 140 km südlich. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 900 mm/Jahr) fällt überwiegend in den Wintermonaten.

Ein kleiner Teil (geschätzt 2–4 % der Fläche) des Gemeindegebiets (mit) Astún liegt als Exklave 25 km nördlich des zusammenhängenden Hauptteils der Gemeinde. Astún liegt im Bereich der Quelle des Río Aragón, wesentlich höher als 820 m, an der Grenze zu Frankreich nahe dem Hauptkamm der Pyrenäen und ist ein Winterskigebiet.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1857 1900 1950 2000 2021
Einwohner 3.720 4.934 9.035 11.414 13.344<ref>Jaca – Bevölkerungsentwicklung</ref><ref>Jaca – Lage + Fakten</ref>

Die stetige Zunahme der Bevölkerung ist bedingt durch die Mechanisierung der Landwirtschaft, die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe („Höfesterben“) und dem daraus entstandenen Mangel an Arbeitsplätzen auf dem Lande („Landflucht“).

Wirtschaft

Jaca ist schon seit langem wirtschaftliches und kulturelles Zentrum einer Vielzahl von Dörfern. Im 11. Jahrhundert wurde der früher weiter nordwestlich verlaufende Jakobsweg umgeleitet, was der Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung brachte. Die Stadt ist der geplante östliche Endpunkt der Autovía A-21 von Pamplona nach Jaca, die jedoch noch nicht ganz fertiggestellt ist. Außerdem liegt die Stadt an der Bahnstrecke Saragossa–Canfranc, die bis zum Jahr 1970 weiter in die französische Stadt Pau führte.

Geschichte

Die Ursprünge Jacas liegen im Dunkeln, sind aber verbunden mit den Iaccetani, die der griechische Historiker und Geograph Strabon als eine der bedeutendsten der vielen Volksgruppen im Ebro-Becken erwähnt. Er fügt hinzu, dass ihr Gebiet Schauplatz der Kämpfe zwischen Sertorius und Pompeius im 1. Jahrhundert v. Chr. gewesen sei. Maurische Autoren erwähnen Dyaka als einen der wichtigsten Orte in der Sarkosta-Provinz (um Saragossa), doch konnte die Stadt und ihr Umland von den Mauren nie bezwungen werden. Als im Jahr 760 n. Chr. der maurische Statthalter Huescas einen Angriff auf die Stadt unternahm, wurde er in der Schlacht am Río Aragón durch die Soldaten König Iñigos und des Grafen Aznar Galíndez zurückgeschlagen.

Im Jahr 824 n. Chr. wurde die Grafschaft Aragón gegründet, die im 10. Jahrhundert dem Königreich Pamplona zugeschlagen wurde. Nach dem Tod Sanchos III. von Navarra im Jahr 1035 stieg Aragón jedoch zum selbständigen Königreich auf und Jaca wurde dessen Hauptstadt. Dadurch bildet die Jacetania den historischen Kern Aragoniens.

Ramiro I., seit 1035 der erste König Aragoniens, erhob es zur Stadt und hielt hier ein Konzil ab. Ab dem Jahr 1063 ließ er eine von Papst Nikolaus II. genehmigte Kathedrale, die heute als erste und wichtigste romanische Kathedrale am spanischen Jakobsweg (Camino Francés) betrachtet wird. Jaca wurde daraufhin bis zur Rückeroberung (reconquista) Huescas unter Peter I. von Aragón im November 1096 Sitz der Bischöfe von Huesca. In dieser Zeit war Jaca auch Hauptstadt Aragoniens. Endgültig Bischofssitz der Römisch-Katholischen Kirche wurde die Stadt im Jahr 1572, basierend auf einer Bulle von Papst Pius V. vom 18. Juli 1571. Das Bistum Jaca gehört zur Kirchenprovinz Saragossa.

Der Ausbruch der Pest und andere Ereignisse des ausgehenden Mittelalters rissen Jaca in eine Krise, die erst durch die Intervention Ferdinands II. (reg. 1474–1516) überwunden werden konnten, indem er die spanische Staatseinheit schuf, der auch Jaca angehörte. Da Ferdinand und seine Frau Isabella I. von Kastilien jedoch rigoros gegen Andersgläubige (Juden, Moslems) und Ausländer vorgingen, verlor die Stadt auch einen großen Teil wirtschaftlich und kulturell bedeutender Bevölkerung.

Jaca begann ein strategischer Ort zu werden, von dem aus man sich gegen eine mögliche französische (Hugenotten-)Invasion hätte verteidigen können. Aus diesem Grund ordnete Philipp II. (reg. 1556–1598) den Bau verschiedener Festungen in den Pyrenäen an, unter denen sich die Zitadelle von Jaca (Bauauftrag im Jahre 1595) besonders hervortut. Der Bau wurde erst unter Philipp III. (reg. 1598–1621) beendet.

Der eigentliche Zweck der Befestigungsanlage war der Schutz der Grenze vor den Angriffen französischer Truppen, obwohl paradoxerweise ihre einzige Verwicklung in einen militärischen Konflikt im Rahmen des Unabhängigkeitskrieges erfolgte und die Festung dabei vom französischen Heer besetzt war und von den spanischen Truppen belagert wurde.<ref>Jaca – Geschichte</ref>

Anfang des 20. Jahrhunderts begann Jaca stark zu wachsen; 1914 wurden die mittelalterlichen Stadtmauern abgerissen und die Stadterweiterung umgesetzt. Die Entwicklung verlief eher unauffällig, doch am 12. Dezember 1930 gewann Jaca erneut die Aufmerksamkeit Spaniens: Dem Aufstand der Garnison,<ref name=":0">Stéphane Michonneau: Franco : Le temps et la légende. Hrsg.: Grégoire Kauffmann (= Collection «Grandes Biographies»). Éditions Flammarion, Paris 2025, ISBN 978-2-08-029128-8, S. 266.</ref> die die Abschaffung der Monarchie verlangte und vom Balkon des Rathauses eine demokratische Republik ausrief, gelang es, einen Marsch auf Huesca zu beginnen und sich ein Gefecht mit loyalen Einheiten zu liefern, bei dem letztere einige Tote zählten,<ref>Till Kössler: Franco. Der ewige Faschist. Eine Biografie (= Thomas SchlemmerAndreas WirschingHans Woller [Hrsg.]: Diktatoren des 20. Jahrhunderts). Verlag C. H. Beck, München 2025, ISBN 978-3-406-83706-7, S. 106.</ref> bevor er niedergeschlagen wurde. Der Aufstand war als überregionale koordinierte Aktion geplant gewesen, kam aber wegen schlechter Absprache nur hier zur Ausführung. Die beiden Anführer Fermín Galán und Ángel García Hernández wurden von einem Kriegsrat zum Tode verurteilt und schon am nächsten Tag hingerichtet.<ref name=":0" />

Sehenswürdigkeiten

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Datei:Jaca, Catedral de San Pedro-PM 32162.jpg
Kathedrale von Jaca
Datei:Puente de San Miguel (8349594872).jpg
Puente de San Miguel

Umgebung

Sport

Jaca, das in kurzer Entfernung zu verschiedenen Wintersportstationen wie Astún und Candanchú liegt, bemühte sich um die Austragung der Olympischen Winterspiele 1998, 2002, 2010 und 2014. Die Bewerbungen waren jedoch allesamt erfolglos. Mit dem Eishockeyverein CH Jaca, der mit vierzehn gewonnenen Meisterschaften und sechzehn Pokalsiegen spanischer Rekordmeister ist, gehört die Stadt zu den Hochburgen dieser Sportart in Spanien. Jaca war Zielort der 11. Etappe der Tour de France 1991 sowie acht Mal bei der Spanienrundfahrt, letztmals bei der 6. Etappe der Spanienrundfahrt 2012. Die Winter-Universiaden 1981 und 1995 fanden in Jaca statt.

Städtepartnerschaften

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Enciclopedia del Románico en Aragón: Huesca. Fundación Santa María la Real del Patrimonio Histórico, Band I (Jacetania), Aguilar del Campoo 2016, ISBN 978-84-15072-94-2, S. 245–335.

Weblinks

Commons: Jaca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Datei:Muszla Jakuba.svg
stilisierte Jakobsmuschel
Datei:Welterbe.svg
Welterbe-Emblem

Pilgerwege:
Camino de la Costa | Camino Francés | Camino de Liébana | Camino Primitivo | Camino Vasco del Interior

Hauptstationen auf dem Camino Francés:
Astorga | Burgos | Estella | Jaca | León | Logroño | Pamplona | Ponferrada | Puente la Reina | Roncesvalles | Santiago de Compostela

Erweiterung von 2015:
Kathedrale von Bilbao | Kathedrale von Lugo | Kathedrale von Mondoñedo | Kathedrale San Salvador mit Cámara Santa | Alte Kathedrale von Vitoria-Gasteiz | Kloster San Salvador in Cornellana | Kloster Santo Toribio de Liébana | Kloster Sobrado | Kollegiatstift Santillana del Mar | Maria-Himmelfahrt-Kirche in Castro Urdiales | Puente de Briñas | Römische Stadtmauer von Lugo | San Salvador de Priesca | Santa María de Soto de Luiña | Trappistenkloster Zenarruza | Tunnel von San Adrián Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang

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