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Bojan Kurajica

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Bojan Kurajica bei der Schacholympiade 2012
Verband Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikDatei:Flag of Yugoslavia (1946–1992).svg Jugoslawien (bis 1991)
Bosnien und HerzegowinaDatei:Flag of Bosnia and Herzegovina.svg Bosnien und Herzegowina (1992 bis 2006, 2009 bis 2018)
KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Kroatien (2006 bis 2009, seit 2018)
Titel Internationaler Meister (1965)
Großmeister (1974)
Aktuelle Elo‑Zahl 2352 (April 2026)
Beste Elo‑Zahl 2595 (Juli 1995)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Bojan Kurajica (* 15. November 1947 in Ljubljana, Jugoslawien) ist ein kroatisch-bosnischer Schachmeister.

Leben

Kurajica, der lange Jahre in Split wohnte, gewann 1965 in Barcelona überraschend die Juniorenweltmeisterschaft vor Favoriten wie Robert Hübner. Im gleichen Jahr wurde er zum Internationalen Meister ernannt. 1967 wurde er in Hastings Dritter hinter Ex-Weltmeister Michail Botwinnik und Wolfgang Uhlmann. 1974 wurde er in Solingen gemeinsam mit Ex-Weltmeister Boris Spasski Dritter hinter Lew Polugajewski und Lubomir Kavalek.<ref>Internationales Turnier 1974 in Solingen auf TeleSchach (Tabelle und Partien)</ref> Aufgrund dieser Erfolge verlieh die FIDE Kurajica im selben Jahr den Titel Großmeister. Kurajica war in den 1970er-Jahren einer der ersten ausländischen Schachprofis in der deutschen Mannschaftsmeisterschaft, wo er für die Solinger SG 1868 antrat.

Kurajica wohnt heute in Spanien.

Nationalmannschaft

Kurajica vertrat Jugoslawien auf den Schacholympiaden 1980 auf Malta, wo er mit seiner Mannschaft Bronze gewann, und 1984 in Thessaloniki. Er vertrat Bosnien und Herzegowina seit der Schacholympiade 1992 acht Mal bis 2006. Bei der Schacholympiade 1994 in Moskau war er eine der Stützen des überraschenden Silbermedaillengewinns mit einem Ergebnis von 9 aus 13 (+6 =6 −1).<ref name="OL">Bojan Kurajicas Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)</ref> Seit Juni 2006 spielte er für den kroatischen Schachverband<ref>Verbandswechsel 2006 bei der FIDE (englisch)</ref>, im März 2009 wechselte er zum bosnischen Schachverband zurück<ref>Verbandswechsel 2009 bei der FIDE (englisch)</ref>. Seit Juni 2018 ist Kurajica wiederum für den kroatischen Verband gemeldet.<ref>Transfers in 2018. In: FIDE. Abgerufen am 15. Juni 2018 (englisch).</ref> Bei den Schacholympiaden 2010 und 2012 spielte er erneut für Bosnien und Herzegowina.<ref name="OL" /> Außerdem nahm Kurajica an den Mannschaftseuropameisterschaften 1970, 1980 und 1983 für Jugoslawien, 1992, 1997, 1999 und 2003 für Bosnien und Herzegowina teil. Sein größter Erfolg war der zweite Platz mit der jugoslawischen Mannschaft 1983 in Plowdiw.<ref>Bojan Kurajicas Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch)</ref>

Vereine

In der bosnischen Premijer Liga spielte Kurajica bis 2006 für den ŠK Bosna Sarajevo, mit dem er 2002, 2003, 2004, 2005 und 2006 bosnischer Mannschaftsmeister wurde, 2008 für den HŠK Napredak Sarajevo, von 2009 bis 2011 für den ŠK Bihać, mit dem er 2010 Meister wurde, und von 2012 bis 2014 für den ŠK Široki Brijeg, mit dem er 2012 und 2014 Meister wurde. 2015 gewann er den Titel erneut mit dem ŠK Bosna Sarajevo.<ref>Bojan Kurajicas Ergebnisse in der Premijer Liga auf olimpbase.org (englisch)</ref> Den European Club Cup gewann er 1976 mit der Solinger SG 1868 sowie 1994, 1999 und 2000 mit dem ŠK Bosna Sarajevo.<ref>Bojan Kurajicas Ergebnisse bei European Club Cups auf olimpbase.org (englisch)</ref> In der spanischen Mannschaftsmeisterschaft spielte er 2007 für CA La Caja Las Palmas.<ref>Bojan Kurajicas Ergebnisse bei spanischen Mannschaftsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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