Zum Inhalt springen

Wushu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. November 2025 um 19:50 Uhr durch imported>Till.niermann (Graduierungssystem).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Cai Jia Nanquan.JPG
Wushu

Wushu (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin <phonos file="Zh-wu3shu4.ogg">{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)</phonos>/? – „Kampfkunst“)<ref name="zdic_wushu" /><ref name="leo_wushu" /><ref group="Fn.">Der Begriff Wushu (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin <phonos file="Zh-wu3shu4.ogg">{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)</phonos>/?, Jyutping {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Kampfkunst“) bedeutet heute im Chinesischen allgemein „Kampfkunst“, ugs. auch Kung Fu genannt. Der chinesische Begriff kann heute sowohl mit „Kampfkunst“ als auch „Kampfsport“ übersetzt werden, insbesondere für die chinesische Kampfkunst. Historisch hat der Begriff wushu jedoch weiter die Bedeutung von „Kriegskunst“, genauer: eine Technik in der allgemeinen Kriegskunst der Antike zur Verhinderung von Invasion und zur Wahrung des Friedens. Es dient der Stärkung von Körper und Geist und zur Förderung von Gesundheit. Eine traditionelle Form zur Erziehung und Disziplin in der antiken Gesellschaft. Das Zeichen wu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bedeutet ursprünglich „Technik zur Hinderung von Ge ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Jyutping {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Wu ist zum Stoppen eines Ge“) – also Kriege oder Kämpfe Einhalt gebieten“.</ref>, im Westen auch bekannt als modernes Wushu<ref group="Fn.">Modernes Wushu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Jyutping {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „moderne Kampfkunst, moderne Kampfsport“)</ref>, ist eine Anfang der 1950er Jahre von der Regierung der Volksrepublik China anerkannte Zusammenstellung von einigen Formen der traditionellen chinesischen Kampfkünste und neu von einem Komitee erschaffenen Formen.

Geschichte

Datei:10th all china games floor.jpg
Wushu-Wettbewerb beim All-China Games (2005)

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die traditionellen chinesischen Kampfkünste in China als Volksschatz, Kulturerbe und Selbstverteidigungsmethode wiederentdeckt. Die militärische Schwäche des Kaiserreichs und der steigende Einfluss europäischer Großmächte, Japans und der USA (siehe auch Kanonenbootpolitik bzw. Ungleiche Verträge) veranlasste viele Chinesen, mithilfe traditioneller Kampfkünste gegen westliche Kolonisierung und chinesische Christen vorzugehen, beispielsweise während des Boxeraufstands. In dieser für viele Chinesen demütigenden Zeit wurden Kampfkünstler wie Huo Yuanjia und Wong Fei Hung wie Volkshelden verehrt und galten als Symbol für chinesische Selbstbehauptung.

Nach dem Sturz der Qing-Dynastie und dem Ende des chinesischen Bürgerkrieges wurde in den 1950er Jahren von der Regierung der Volksrepublik China ein Sportverband gegründet, in dem viele Wushu-Meister mitwirken sollten, um einen Kanon von Standardformen und Kategorien der Kampfkünste zu entwickeln. Modernes Wushu wurde 1959 von der chinesischen Regierung offiziell anerkannt.

Im Jahre 1990 wurde der Verband IWUF („International Wushu Federation“, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))<ref group="Fn.">International Wushu Federation, kurz IWUF ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Jyutping {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))</ref> gegründet, der zweijährlich die Wushu-Weltmeisterschaften austrägt und als offizieller Verband für Wushu anerkannt wird.

Angesichts der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking gab es Bemühungen, modernes Wushu als weitere olympische Disziplin einzuführen. Im Oktober 2005 wurde dies jedoch vom Internationalen Olympischen Komitee abgelehnt. Seit 2010 ist Wushu Teil des Programms der World Combat Games.

Wettkampf-Wushu

Im Wettkampf-Wushu kennt man zwei Varianten:

  1. Das Nichtkontakt-Wushu (Taolu)
  2. Das Vollkontakt-Wushu (Sanda)

Konflikte mit den traditionellen Stilen

Als im Jahre 1959 modernes Wushu von der chinesischen Regierung offiziell anerkannt wurde, wurde auch die bisherige Trennung der traditionellen Kampfkünste nach Stilen und Systemen offiziell aufgehoben.

Bei der Zusammenstellung der modernen „Standardformen“ wurde vor allem auf Aspekte der Publikumswirksamkeit (akrobatische Elemente), Körperbeherrschung und Dynamik geachtet. Die Anwendbarkeit in der Selbstverteidigung oder im Kampf sowie die in den traditionellen Kampfkünsten häufig wichtigen Elemente der Meditation, Qigong und philosophische oder religiöse Bezüge wurden vernachlässigt. Aus diesem Grund ist modernes Wushu bei einigen Anhängern traditioneller Wushu-Stile sehr umstritten und nicht anerkannt.

Mittlerweile geht der internationale Weltverband für Wushu (IWUF) wieder auf die traditionellen Stile zu und fördert auch die traditionellen Formen.

„Zukunft: Um nicht nur die sogenannten modernen oder neuen Wettkampfformen zu fördern, ist die IWUF bemüht in Zukunft auch Weltmeisterschaften für traditionelle Formen durchzuführen.
Somit soll eine einseitige Entwicklung des Wushu vermieden werden.
Der neueste Ansatz ist ein Loslösen von den standardisierten Wettkampfformen.“

Website der Deutschen Wushu Federation<ref>Zukunft – Wushu. In: wushudwf.de. Deutschen Wushu Federation e. V, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Mai 2005; abgerufen am 31. August 2023.</ref>

Graduierungssystem

Als weiterer Gegensatz zu den eher familiär und stufenlos organisierten traditionellen Kampfkünsten wurde im modernen Wushu 1998 ein Graduierungssystem eingeführt, das in 9 Stufen eingeteilt ist:<ref>The Wushu Duan Wei System – Wushu Council Australia – ausWushu. In: wushu-council.com.au. Wushu Council Australia (WCA) – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 28. März 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Oktober 2024; abgerufen am 2. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref></ref>

1. bis 3. Duan (blaues, weißes und goldenes Adler-Symbol). Die so genannten Grundstufen-Duan, für Wushu-Schüler mit mehrjähriger Erfahrung. Diese Kategorie kommt in etwa den Gürtelprüfungen anderer asiatischer Kampfkünste gleich.

4. bis 6. Duan (blaues, weißes und goldenes Tiger-Symbol). Die so genannten Mittelstufen-Duan für Wushu-Praktizierende, die bereits unterrichten dürfen und Wushu seit mindestens 10 Jahren regelmäßig lernen. Ab dem 5. Duan muss der wissenschaftliche Einsatz in der Wushu-Forschung nachgewiesen werden, z. B. durch Veröffentlichungen.

7. bis 9. Duan (blaues, weißes und goldenes Drachen-Symbol). Die so genannten Oberstufen-Duan, die nur an sehr erfahrene Lehrer bzw. Meister mit überdurchschnittlichen Leistungen vergeben werden. Ab dem 7. Duan darf sich der Lehrende „Großmeister“ nennen.

Weblinks

Commons: Wushu – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references group="Fn." />

Einzelnachweise

<references> <ref name="zdic_wushu">Begriff wushu{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: zdic.net. Abgerufen am 17. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „1. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)[…] {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)[…]“</ref> <ref name="leo_wushu">Begriff wushu{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: leo.org. LEO GmbH, abgerufen am 17. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> </references>

Vorlage:Hinweisbaustein