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Dibenzoxazepin

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Strukturformel
Struktur von Dibenzoxazepin
Allgemeines
Name Dibenzoxazepin
Andere Namen
  • Dibenzo[b,f][1,4]oxazepin (IUPAC)
  • CR
Summenformel C13H9NO
Kurzbeschreibung

brennbarer gelber Feststoff<ref name="hommel" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer (Listennummer) 607-782-8
ECHA-InfoCard 100.114.990
PubChem 9213
ChemSpider 8858
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 195,22 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="hommel" />

Dichte

0,9641 g·cm−3 bei 100 °C<ref name="hommel" />

Schmelzpunkt

72 °C<ref name="hommel" />

Siedepunkt

222 °C<ref name="hommel" />

Löslichkeit
  • sehr wenig löslich in Wasser (80 mg/l bei 20–25 °C)<ref name="hommel">Günter Hommel: Handbuch der gefährlichen Güter. Band 6. Springer, Berlin / Heidelberg 2012, ISBN 978-3-642-25051-4, S. 2317.</ref>
  • löslich in Ethylalkohol und Ether<ref name="hommel" />
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="CaymanChem">CaymanChem: Cypermethrin, abgerufen am 27. Dezember 2019.</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​315​‐​317​‐​332​‐​335​‐​373​‐​410
P: 260​‐​264​‐​272​‐​273​‐​280​‐​301+310​‐​302+352​‐​304+340​‐​312​‐​314​‐​330​‐​332+313​‐​333+313​‐​362+364​‐​391<ref name="CaymanChem" />
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Dibenzoxazepin (CR) ist ein Tränengas, das 1962 erstmals hergestellt wurde. Es wurde zu Beginn der sechziger Jahre vom Schweizer Pharmakonzern Geigy entwickelt und 1973 von der britischen Regierung als Polizeiwaffe eingeführt.<ref name="hommel" /> Verwendung findet es nur bei der britischen Polizei oder einzelnen militärischen Spezialeinheiten. Der systematische chemische Name der Substanz lautet Dibenzo[b,f][1,4]oxazepin. Teilweise wird es auch als CR-Gas bezeichnet.

CR ist auf der gemeinsamen Militärgüterliste im Rahmen des Verhaltenskodex der Europäischen Union für Waffenausfuhren enthalten.<ref>Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften: Erklärung des Rates vom 13. Juni 2000 anläßlich der Festlegung der gemeinsamen Militärgüterliste im Rahmen des Verhaltenskodex der Europäischen Union für Waffenausfuhren (PDF)Vorlage:Abrufdatum, (2000/C 191/01).</ref>

Wirkung und Sicherheitshinweise

CR ist eine chemische Waffe und greift sowohl die Augen (Augenkampfstoff), als auch Haut und Schleimhäute an. Bei direktem Kontakt mit dem Auge kann längeranhaltende Blindheit auftreten. Erhöhter Blutdruck und hysterische Anfälle als Folge einer Kontamination sind möglich. Die Beschwerden halten für gewöhnlich länger an. In hoher Konzentration (z. B. in geschlossenen Räumen) wirkt es tödlich.

Die Dämpfe oder auch Aerosole der Substanz rufen ein Brennen der Augen, Schleimhäute und Zunge, starken Tränen-, Speichel- und Nasenausfluss und Husten bis zu Erstickungsanfällen hervor. Betroffene Augen und Schleimhäute können mit einer 4%igen Natriumhydrogencarbonatlösung gespült werden. Bei Kontakt mit Wasser oder auf feuchter Haut können Rötungen und starke Schmerzen auftreten, weshalb duschen oder baden in den ersten sechs Stunden nach Kontamination mit dem Reizstoff vermieden werden sollte.<ref name="hommel" /> Ein Abklingen der Symptome erfolgt in der Regel nach 30 Minuten. Bei Mäusen wurden karzinogene Effekte nachgewiesen, wobei sich nach mehrwöchiger Aufnahme über die Atemwege Lungen- und Lebertumoren ausbildeten.<ref name=rol/>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />