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Friedemann Beyer

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Friedemann Beyer, 2021

Friedemann Beyer (* 31. Januar 1955 in Düsseldorf) ist ein deutscher Filmhistoriker und Publizist.

Leben

Friedemann Beyer verbrachte seine Schulzeit in Wuppertal, München und Los Angeles. Von 1977 bis 1983 studierte er Germanistik, Geschichte und Soziologie in München. Daneben realisierte er eigene filmische Arbeiten. Zwischen 1984 und 1988 war er freischaffender Journalist mit dem Schwerpunkt Film- und Literaturkritik. Von 1989 bis 1991 arbeitete er als Redakteur beim Bayerischen Fernsehen und anschließend bis 1998 bei RTL-Television in Köln. Dort war er zunächst in der Filmredaktion tätig und später Leitender Redakteur für eigenproduzierte TV-Filme und Mehrteiler.<ref>CASTFORWARD. Abgerufen am 14. Juli 2018.</ref>

1999 wechselte er zu Columbia-TriStar Pictures in Köln, wo er als Chef des Drama Departments für die Entwicklung von Serien und Mehrteilern verantwortlich war. Im Sommer 2001 wurde er geschäftsführender Vorstand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden, die er bis August 2007, zuletzt als Vorstandsvorsitzender leitete<ref>Nachgefragt: Friedemann Beyer, Murnau-Stiftung. In: mediabiz.de. Abgerufen am 14. Juli 2018.</ref>. Seit 2010 realisiert er als selbständiger Autor regelmäßig film- und zeitgeschichtliche Radiofeatures<ref>Friedemann Beyer: Die '68er: Revolte an der Münchner Kunstakademie. Bayerischer Rundfunk, 14. April 2018, abgerufen am 14. Juli 2018.</ref>.

Daneben kuratiert er u. a. für das Berliner Babylon Filmfestivals und Retrospektiven wie „Das StummfilmLIVEfestival“ (seit 2010),<ref>Peter Zander: Babylon bringt den Stummfilm zum Klingen. In: morgenpost.de. 16. Juni 2010, abgerufen am 11. Februar 2024.</ref>„Stummfilm um Mitternacht“, „Chaplin Complete“,<ref>Gerhard Midding: Chaplins "Großer Diktator" am Brandenburger Tor. In: morgenpost.de. 16. Juli 2011, abgerufen am 11. Februar 2024.</ref> Lars von Trier,<ref>David Assmann: Mit Ansage: Lars von Trier provoziert in Berlin: „Wir sind alle Nazis“. In: tagesspiegel.de. 4. September 2011, abgerufen am 31. Januar 2024.</ref> „Nouvelle Vague – Jean-Pierre Léaud“, „Clockwork Kubrick“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kubrick war ein politisches Biest (Memento vom 4. Februar 2015 im Internet Archive)</ref>, „Vive la France! 50 französische Stummfilmklassiker“, „100 Jahre Ufa in 100 Ufa-Filmen“ sowie seit 2011 die UFA-Filmnächte auf der Berliner Museumsinsel.

Von 2012 bis 2023 leitete er beim Filmfest Hamburg die Sektion „TELEVISIONEN – Fernsehen mit Format“.

Schriften (Auswahl)

  • Peter Lorre – Seine Filme, sein Leben, Heyne Verlag (München 1987), ISBN 978-3-453-00658-4
  • Die Ufa-Stars im Dritten Reich. Frauen für Deutschland, Heyne Verlag (München 1991), ISBN 978-3-453-03013-8. Neuausgabe: Frauen für Deutschland. Filmidole im Dritten Reich, Collection Rolf Heyne (München 2012) ISBN 978-3-89910-503-2
  • Karlheinz Böhm, Heyne Verlag (München 1992), ISBN 978-3-453-05760-9
  • Schöner als Der Tod – Das Leben der Sybille Schmitz, Belleville (München 1998), ISBN 978-3-923646-72-2
  • „Swinging Nazis“ – die Gute-Laune-Filme der „Cine Allianz“. In: Alliierte für den Film, edition text + kritik (München 2004), ISBN 978-3-88377-779-5
  • UFA in Farbe: Technik, Politik und Starkult zwischen 1936 und 1945 (Hg. mit Gert Koshofer und Michael Krüger), Collection Rolf Heyne (München 2010), ISBN 978-3-89910-474-5
  • Der Fall Selpin – Chronik einer Denunziation, Collection Rolf Heyne (München 2011), ISBN 978-3-89910-520-9
  • Die Gesichter der Ufa. Starporträts einer Epoche, morisel (München 2013), 6. Auflage ISBN 978-3-943915-02-0
  • Die Ära Hugenberg. Wegbereiter der Ufa unterm Hakenkreuz? In: Linientreu und populär. Das Ufa-Imperium 1933–1945. Hrsg. von Rainer Rother und Vera Thomas. Berlin 2017, ISBN 978-3-86505-255-1
  • Weder Kraft noch Freude. Rolf Hansens Gegenwartsfilm „Das Leben kann so schön sein“ (1938), sein Verbot und Nachleben. In: Filmblatt, 21. Jg., Nr. 61/62, Frühjahr 2017<ref>Filmblatt.de | 21. Jg. Nr. 61/62 | Filmblatt 21. Jg., Nr. 61/62, Frühjahr 2017. Abgerufen am 14. Juli 2018.</ref>
  • Die Ufa – Ein Film-Universum, morisel (München 2017), ISBN 978-3-943915-15-0
  • Zwischen allen Stühlen. Der Autor und Regisseur Hans H. Zerlett. In: Filmblatt Nr. 63, 22. Jg., Herbst 2017<ref>Filmblatt.de | 22. Jg. Nr. 63 | Filmblatt 22. Jg., Nr. 63, Herbst 2017. Abgerufen am 14. Juli 2018.</ref>
  • Stilepochen des Films: Der NS-Film (Hrsg. mit Norbert Grob), Reclam (Stuttgart 2018), ISBN 978-3-15-019531-4
  • Abwärts. Seelischer Trümmerfilm: Alfred Brauns „Die Treppe“ (1950). In: Filmblatt Nr. 72, 25. Jg. 2020
  • Die Geliebte. Goebbels und die Baarová-Affäre, morisel (München 2024), ISBN 978-3-943915-68-6

Radio-Features (Auswahl)

Filme (Auswahl)

  • Gabriela (Kurzfilm) 1977
  • Frühlingstage (zusammen mit Frank Stepanek) 1978
  • Eines der schönsten Feste 1978
  • Mein Freund Fritz 1979<ref>Mein Freund Fritz | filmportal.de. Abgerufen am 17. Juli 2025.</ref>
  • Ein Haus steht im Wind – Leben meiner Großmutter Marie Holder Prädikat: Besonders Wertvoll, Norddeutscher Rundfunk 1980<ref>Ein Haus steht im Wind - Leben meiner Großmutter Marie Holder | filmportal.de. Abgerufen am 17. Juli 2025.</ref>
  • Nach Wien! Norddeutscher Rundfunk 1982<ref>Benjamin Linder: Nach Wien! 24. März 2015, abgerufen am 17. Juli 2025.</ref>
  • Am Fenster Norddeutscher Rundfunk 1984
  • Hautnah – Aspekte der Aktfotografie. TV-Dokumentation für Westdeutscher Rundfunk 1985
  • Bud’s Best. Die Welt des Bud Spencer. TV-Dokumentation zusammen mit Irene Höfer. rbb/Arte 2011<ref>Bud's Best - Die Welt des Bud Spencer | ARD Plus. Abgerufen am 17. Juli 2025.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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