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Rodina

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Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Infobox Politische Partei Rodina ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine linksnationalistische Partei in Russland, welche im dortigen Parlament (Duma) von 2003 bis 2006 eine Fraktion bildete. Rodina wurde aus dem Umfeld von Wladimir Putin als Konkurrenz zur KPRF gegründet, um den Kommunisten einen Teil der Wählerstimmen wegzunehmen. Die KPRF rutschte daraufhin in der Wählergunst ab.<ref name="MommsenHartmann">Margareta Mommsen: Das politische System Russlands. In: Wolfgang Ismayr, Solveig Richter, Markus Söldner (Hrsg.): Das politische System Osteuropas. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 3. Auflage, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-16201-0, S. 439.</ref><ref> Jürgen Hartmann: Russland: Einführung in das politische System und Vergleich mit den postsowjetischen Staaten. Springer VS, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-658-00174-2, S. 137.</ref><ref>Jens Siegert: Politischer Jahresbericht 2004/2005. Heinrich-Böll-Stiftung, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. Dezember 2007; abgerufen am 6. Mai 2014.</ref>

Inhaltliches Profil

Offiziell bezeichnete sich die Partei selbst als nationalkonservativ und Freund der orthodoxen Kirche.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Konrad-Adenauer-Stiftung (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. Oktober 2005 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kas.de</ref>

Die offiziellen Schwerpunkte im Programm von Rodina waren:

  • eine gelenkte Wirtschaftspolitik
  • die Kapitalbildung in der Industrie insbesondere bei der Hochtechnologie
  • die Senkung von Russlands Abhängigkeit von Rohstoff- und Energieexporten
  • Überwindung der Spaltung der russischen Gesellschaft in Arm und Reich
  • Verteidigung der nationalen Interessen und Unabhängigkeit Russlands

Rodina trat gerne mit linkssozialistischen und auch russisch-nationalistischen Tönen in Erscheinung. In die kontroverse Diskussion geraten war sie hierbei Ende 2005 auch in Russland durch einen kaukasierfeindlichen Fernsehspot, der zu ihrem Ausschluss von den Wahlen zum Moskauer Stadtparlament führte<ref>Putin holt sich den Mann fürs Grobe. In: Die Welt, 6. September 2005</ref> sowie die Forderung zahlreicher Abgeordneter der Fraktion, jüdische Organisationen in Russland als extremistisch einzustufen. Im 2006 wurde von Spannungen zwischen Rodina und der Regierung berichtet, was auch prompt zu sanktionierenden Eingriffen der Verwaltung in das Parteileben führte. Kritisch eingestellte Beobachter der russischen Regierung werteten die Entwicklung als Konsequenz aus der Tatsache, dass das Regierungsprojekt Rodina zu erfolgreich und unabhängig geworden war und der Regierungspartei Einiges Russland Stimmen hätte wegnehmen können.

Im März 2015 organisierte Rodina, geführt vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Dmitri Olegowitsch Rogosin und von Putins Berater Sergei Jurjewitsch Glasjew, eine Versammlung von – gemäß Rodina-Angaben – „sozialen und politischen“ Bewegungen, um den Erhalt „traditioneller Werte“ wie Familie und Christentum zu besprechen.<ref>St. Petersburg: Russland heißt Europas Rechtsextreme willkommen. In: Zeit Online, 22. März 2015.</ref> Zu diesem Treffen lud Rodina Rechtsextremisten aus ganz Europa sowie „Experten“ wie Jared Taylor, Udo Voigt oder Nick Griffin ein.<ref>Andreas Heinemann-Grüder: Putins Krieg im Osten. Beschwichtigen oder abschrecken? In: Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik. 8, Nr. 4, November 2015, S. 573–588. doi:10.1007/s12399-015-0535-z.</ref><ref>St. Petersburg Internationales Forum Russische Konservative, Rodina Homepage, 20. März 2015 mit Gästeliste</ref>

Die FPÖ und der Front National waren zwar eingeladen, nahmen aber nicht teil.<ref>Umstrittene Konferenz in Sankt Petersburg: Europäische Rechtsextreme sind in Russland willkommen</ref>

Geschichte der Partei

Rodina ist im Sommer 2003 aus Abspaltungen der kommunistischen KPRF und der linksnationalistischen Volkspartei der Russischen Föderation (Narodnaja Partija) sowie der Russischen Christdemokratischen Partei entstanden. Sie sprach bei den Duma-Wahlen am 7. Dezember 2003 erfolgreich Arme und sozial Schwache mit einem konfrontationsgeladenen Wahlkampf an, in dessen Mittelpunkt als Feindbilder Oligarchen, Nichtrussen und Reiche standen. Sie erreichte ein halbes Jahr nach ihrer Gründung unter dem Vorsitzenden Sergei Glasjew aus dem Stand 9 % bei den Wahlen zur Staatsduma Russlands und bildete nach der Putin-Partei und den Kommunisten die drittstärkste Fraktion. In der folgenden Zeit arbeitete sie mit Putins Partei Einiges Russland zusammen.

2005 unterstützte sie jedoch Proteste gegen eine von dieser lancierte Sozialleistungs-Kürzung, woraufhin sich das Verhältnis zwischen Rodina und Einiges Russland verschlechterte.<ref name="freitag.2006-06-16" /> Rodina wurde in den folgenden Monaten bei sieben regionalen Wahlen von der Verwaltung ausgeschlossen, vier besonders regierungstreue Abgeordnete von Rodina wechselten zu Einiges Russland.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Aktuell RU vom 28. November 2005 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. Mai 2006 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.moskau.ru</ref> Anfang 2006 trat daraufhin der Rodina-Vorsitzende Dmitri Rogosin zurück.<ref>ROGOZIN, Dmitry Olegovich. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. Oktober 2008; abgerufen am 6. Mai 2014.</ref>

Am 28. Oktober 2006 vereinigte sich die Partei mit den ebenfalls regierungsnahen und offiziell linksnationalen Gruppierungen Partija Schisni und Russische Partei der Pensionäre zur Partei Gerechtes Russland: Heimat, Rentner, Leben ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) um auf dem linken Flügel eine große neue, der Regierung nahestehende Partei zu schaffen. Dies wurde als Versuch der Regierung gesehen, die linke Konkurrenz zur Kommunistischen Partei zu stärken.<ref>Aktuell RU vom 30. Oktober 2006</ref>

Im September 2012 wurde die eigentlich mit dem Zusammenschluss aufgelöste Partei wieder reaktiviert, möglicherweise, um die nun beim Kreml in Ungnade gefallene Partei Gerechtes Russland zu schwächen.<ref>Der „Russenmarsch“: Nationalisten wollen sich politisch etablieren RIA, 16. Oktober 2012</ref>

Bei der Parlamentswahl in Russland 2016 erreichte die Partei mit insgesamt 792.226 Stimmen lediglich 1,51 % der Stimmen. Parteivorsitzender Alexei Schurawljow konnte jedoch seinen Wahlkreis Anna in der Oblast Woronesch deutlich gewinnen und zog so in die Duma ein.

Bei der Präsidentschaftswahl in Russland 2018 stellte die Partei keinen eigenen Kandidaten auf, sondern beschloss den Amtsinhaber Wladimir Putin zu unterstützen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Доклад Алексея Журавлева на III Съезде партии "РОДИНА".] In: www.rodina.ru. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. November 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Prominente Mitglieder

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Parteien in der Staatsduma

Einiges Russland | Kommunistische Partei der Russischen Föderation | Liberal-Demokratische Partei Russlands | Gerechtes Russland | Neue Leute | Rodina | Wachstumspartei | Bürgerplattform

Parteien außerhalb
der Staatsduma

Parteien, die an der Wahl 2021 teilnahmen: Russische Partei der Pensionäre | Jabloko | Kommunisten Russlands | Russische Ökologische Partei „Die Grünen“ | Russische Partei der Freiheit und Gerechtigkeit | Grüne Alternative

Andere Parteien: Das andere Russland | Bürgerkraft | Demokratische Partei Russlands | Monarchistische Partei der Russischen Föderation | RKRP-KPSS | Russische Vereinigte Arbeiterfront | Russland der Zukunft

Historische Parteien

Agrarpartei Russlands | Allianz der Grünen | Baltische Republikanische Partei | Bund der Grünen Russlands | Für die Frauen Russlands | Islamische Partei der Wiedergeburt | Nationalbolschewistische Partei Russlands | Partei der sozialen Gerechtigkeit | Partei der Volksfreiheit (2010–2012) | Partei der Volksfreiheit | Patrioten Russlands | Rechte Sache | Russische Partei des Lebens | Union der rechten Kräfte | Unser Haus Russland | Volkspartei der Russischen Föderation

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