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Erfenstein

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Erfenstein
Ortsgemeinde Esthal
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(70)&title=Erfenstein 49° 21′ N, 8° 1′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(70) 49° 21′ 18″ N, 8° 1′ 7″ O
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Höhe: 214 m ü. NHN
Einwohner: 70 (2023)<ref>Erfenstein. In: swr.de. 5. September 2023, abgerufen am 22. November 2025.</ref>
Postleitzahl: 67466
Vorwahl: 06325
Lage von Erfenstein in Rheinland-Pfalz
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Erfenstein ist eine kleine Ortschaft im Pfälzerwald, die eine von drei Ortsteilen der Gemeinde Esthal bildet. Der Ort hat ungefähr 100 Einwohner und liegt im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz.

Lage

Erfenstein liegt im südöstlichen Gemeindegebiet im Elmsteiner Tal am Speyerbach, der in diesem Bereich von links den Schankenbach aufnimmt. Sein Nachbarort ist der zu Lambrecht gehörende Weiler Iptestal. Unmittelbar südlich von Erfenstein befindet sich die Gemarkungsgrenze zu Neustadt an der Weinstraße. Weitere benachbarte Ortschaften, die ebenfalls zu Esthal gehören, sind Breitenstein im Südwesten und Sattelmühle im Nordosten. Südwestlich von Erfenstein erstreckt sich der Wassersteinberg; mit den dortigen Wassersteinen und der Felspartie in unmittelbarer Siedlungsnähe befinden sich im Einzugsgebiet des Ortes zwei Naturdenkmale.

Geschichte

Der Ort wurde 1835 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und hieß ursprünglich „Erfensteinerhof“. 1925 hatte er 68 Einwohner, die in 15 Wohngebäuden lebten.<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 773–774 (Digitalisat). </ref>

Kultur

Die Burg Erfenstein bildet eine Denkmalzone; zusätzlich stehen das Land- und Jagdhaus Wolf und zwei Wohnhäuser in der Schankentalstraße unter Denkmalschutz.<ref>Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Vorlage:KulturdenkmälerRP/Bad Dürkheim</ref>

Bereits auf Gemarkung von Neustadt an der Weinstraße befindet sich die Burg Spangenberg. Sie wird seit 1971 vom Verein Burg Spangenberg betreut. Er entstand aus einer Bürgerinitiative und wurde am 5. Dezember 1971 im ehemaligen Forsthaus Spangenberg gegründet.

Um 1930 wurde im Schankental eine Lourdesgrotte angelegt und 1957 ein Wegkreuz an der Einmündung der Bahnhofsstraße in die Talstraße aufgestellt, da ein gewünschter eigener Kirchenbau an mangelnden finanziellen Mitteln scheiterte.

Datei:Haus in Erfenstein.jpg
Denkmalgeschütztes Land- und Jagdhaus Wolf

Aufgrund der Lage inmitten des Pfälzerwaldes stehen in Erfenstein drei ehemalige Forsthäuser (Schankentalstr. 1, Spangenbergstr. 9 und 15), die heute als Wohnhäuser genutzt werden. Das denkmalgeschützte Wohnhaus Schankentalstr. 1 an der Ecke zur Talstraße wurde in den Jahren 1857 und 1858 von dem damaligen Waldbesitzern Wolf aus Wachenheim als Jagdhaus im Stil des späten Klassizismus errichtet. Außerdem stehen die von der früheren Fabrikbesitzern Laubscher in Formen des Heimatstils erbauten Villen in der Spangenbergstr. 11 und 13 aus den 1920er Jahren unter Denkmalschutz.

Wirtschaft und Infrastruktur

Infrastruktur

Seit 1921 ist Erfenstein an das Stromnetz angeschlossen, wobei zunächst eine Versorgung über eine Wasserkraftanlage der örtlichen Fabrik sichergestellt wurde und später der Anschluss an die Überlandleitung erfolgte. Seit 1930 besteht das Wasserleitungsnetz, die Wasserversorgung erfolgt seit dem Ende der 1990er Jahre von Lambrecht aus. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts bis in die 1940er Jahre gab es im Ort eine eigene Freiwillige Feuerwehr. Anfang 2023 wurde der Dorfplatz eröffnet.<ref>Offizielle Dorfplatzeröffnung in Erfenstein. In: mittelpfalz.de. 21. Januar 2023, abgerufen am 22. November 2025.</ref> Erfensteiner Kinder besuchen die umliegenden Grundschulen in Lambrecht und in Esthal. Weiterführende Schulen in der Umgebung sind unter anderem die Realschule plus Lambrecht sowie drei Gymnasien in Neustadt an der Weinstraße.

Wirtschaft

Während der frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert hinein gab es im Ort die Spangenberger Sägemühle, alternativ Bordmühle bei Spangenberg genannt, deren Gebäude später abgerissen wurden.<ref>Verzeichnis der pfälzischen Mühlen erstellt von Eberhard Ref (mailto: eberhard.ref@gmx.de) - Litera E(Erbacher Tal – Eyersheimer Mühle). In: eberhard-ref.net. Abgerufen am 22. November 2025.</ref> Von 1910 bis 1973 wurde in Erfenstein ein Lebensmittelladen mit Poststelle betrieben, zeitweise versorgten fahrende Händler die Einwohner mit Lebensmitteln. Seit 1991 bewirtet die Burgschänke auf der nahen Burg Spangenberg Einheimische und Touristen. Bis 2006 gab es in der Talstraße 12 eine Gaststätte mit Fremdenzimmern. Im Ort existierte bis 2007 ein Kunststoffbetrieb, in dessen Gebäuden sich zuerst bis in die 1960er Jahre die Wollfabrik Laubscher und später ein Textilunternehmen für Gardinen- und Dekostoffe befanden.<ref>TE422 Wollfabrik Gebrüder Laubscher. In: gr-atlas.uni.lu. 22. November 2025, abgerufen am 22. November 2025.</ref> Heute wird das Fabrikgebäude von mehreren kleinen Betrieben genutzt. Aus der Zeit der beiden Wollfabriken Ludwig und Heinrich Laubscher stammen die meisten Fabrikgebäude. Gegenüber der ehemaligen Wollfabrik ist ein Hersteller von Kunststoffspielwaren ansässig.<ref>Erfenstein. In: esthal.de. 22. November 2025, abgerufen am 22. November 2025.</ref>

Verkehr

Datei:120527-Kuckucksbaehnel-03.jpg
Bahnhof Erfenstein an der Strecke des Kuckucksbähnels

Erfenstein hat einen Bahnhof an der Museumseisenbahn Kuckucksbähnel LambrechtElmstein, der von 1909 bis 1960 mehrmals täglich von Regelzügen bedient wurde.

Ursprünglich befand sich der Bahnsteig von Erfenstein zwischen der Brücke über den Speyerbach aus Richtung Lambrecht und der im nördlichen Bahnhofsbereich befindlichen Weiche 101. Während der Zeit der Bayerischen Staatseisenbahnen war er als Stationstyp 2 geführt.<ref>Die Bahnhöfe der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen – linksrheinisch (bayerische Pfalz) – Contwig bis Friesenheim i. d. Pf. kbaystb.de, abgerufen am 6. Januar 2013.</ref> Die Weiche hatte ursprünglich einen Gestängeantrieb, der zwischenzeitlich aufgegeben wurde; seine Reste sind jedoch noch vorhanden.<ref>Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 35.</ref>

Der Bahnhof ist inzwischen von allen Unterwegshalten die einzige Betriebsstelle, an der Zugkreuzungen möglich sind. Sie finden jedoch selten statt, beispielsweise bei Fahrten von Sonderzügen. Dementsprechend verfügt Erfenstein derzeit über einen Inselbahnsteig. Das westliche Gleis ist Kreuzungs- beziehungsweise Überholungsgleis. Ursprünglich diente es ausschließlich als Ladegleis und war lediglich aus Richtung Lambrecht befahrbar. Nach dem Umbau zum Kreuzungsbahnhof erhielt der Bahnhof eine weitere Weiche mit der Nummer 102. Sie hat Schienenprofile von Länderbahnen, die auf Stahlschwellen montiert wurden.<ref>Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 35 ff.</ref>

An den öffentlichen Verkehr angebunden ist Erfenstein über die Landesstraße 499, auf der Linienbusse zwischen Neustadt und Iggelbach verkehren; die Haltestellen im Ort sind „Laubscher“ und „Schlossschänke“.<ref>517. Neustadt - Lambrecht - Esthal / Elmstein - Iggelbach. 5. Juni 2025, abgerufen am 22. November 2025.</ref>

Wanderwege

Datei:Speyerbach Erfenstein 2.jpg
Wegemarkierungen in Erfenstein

Erfenstein liegt am Fernwanderweg Saar-Rhein-Main und am Drei-Burgen-Rundweg, der die Burgen Erfenstein, Spangenberg und Breitenstein miteinander verbindet. Ein weiterer ist mit einem weiß-roten Balken gekennzeichnet und stellt die Verbindung mit Kaiserslautern sowie Neustadt an der Weinstraße und Speyer her. Hinzu kommt eine mit einem weiß-grünen Balken markierte Route, die von der Oberen Eselsmühle in Enkenbach-Alsenborn bis nach Maikammer führt.<ref>Waymarked Trails: Wanderwege. In: hiking.waymarkedtrails.org. 21. November 2025, abgerufen am 21. November 2025.</ref>

Weblinks

Commons: Erfenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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