Zum Inhalt springen

Sender Freinberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. April 2026 um 18:43 Uhr durch ~2026-25008-49 (Diskussion) (Radio Austria heißt seit 2024 oe24 RADIO (https://www.radiowoche.de/aus-radio-austria-wird-oe24-radio/)).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Sendeanlage“ ist nicht vorhanden.

Der Sender Freinberg ist eine Rundfunksendeanlage im statistischen Bezirk Freinberg in Linz. Der interne Name des Senders lautet: LINZ2.

Geschichte

Er wurde 1928 als Mittelwellensender ins Leben gerufen und benutzte bis 1936 eine T-Antenne, welche an zwei 45 Meter hohen Stahlfachwerkmasten aufgehängt war.

1936 wurde diese Antenne durch einen 165 Meter hohen, gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerk-Sendemast ersetzt. Es handelte sich seinerzeit nicht nur um den höchsten Antennenmast, sondern auch um das höchste Bauwerk in Österreich. Über den neuen Mast strahlte der neue Großsender Linz ab 26. Jänner 1936 sein Programm aus.<ref>Fritz StockingerDie Eröffnung des Großsenders Linz. In: Radio Wien, 24. Jänner 1936, S. 3 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/raw</ref>

Im Zuge von Umstellungen der Sendefrequenz wurde dessen Höhe 1950 auf 120 Meter reduziert und 1957 wieder auf 146 Meter erhöht. 1965 wurden die Sendegeräte erneuert. Nachdem die Ausstrahlung von Hörfunkprogrammen über UKW die Mittelwelle weitgehend verdrängt hat, wurde der Sendemast nur noch als Träger für UKW und Fernsehantennen genutzt.

Im Zeitraum von April bis August 2008 wurde der bestehende bereits 80 Jahre alte Sendemast zunächst um rund 20 Meter gekürzt und neben dem alten Sendemast ein neuer errichtet.<ref>Katarina: Umbau Sender Freinberg. In: www.ors.at. 25. April 2008, abgerufen am 16. August 2016. </ref><ref>Peter: Aktueller Stand Masttausch Freinberg / Hohe Salve. In: www.ors.at. 30. Juni 2008, abgerufen am 16. August 2016. </ref><ref>Peter: Masttausch am Freinberg bei Linz fertig. In: www.ors.at. 21. August 2008, abgerufen am 16. August 2016. </ref> Nach Inbetriebnahme der neuen Sendeanlage wurde der alte Mast schließlich abgebaut<ref>Heimo: Baubericht Freinberg. In: www.ors.at. 8. September 2008, abgerufen am 16. August 2016. </ref>. Der neue 127 Meter hohe Mast<ref>Neuer Sendemast am Freinberg - oesterreich.ORF.at. In: ooe.orf.at. 4. August 2008, abgerufen am 16. August 2016.</ref> dient nur als Antennenträger, eine Funktion als selbststrahlender Sendemast ist nicht mehr vorgesehen.

Infrastruktur

Der Eigentümer, ORF/ORS, sendet von hier die DVB-T2-Programme für den Großraum Linz (siehe Tabelle unten). Über die gleiche Antennenanlage wurde auch das DVB-H-Angebot der Media Broadcast gesendet.<ref name=":0">https://www.senderkataster.at/. In: www.senderkataster.at. Abgerufen am 16. August 2016.</ref> Seit 2008 wird der Sender auch von Privatradio genutzt. Die früher an diesem Standort genutzten Zweit-UKW-Frequenzen des ORF wurden von den Privatsendern Welle 1 und oe24 RADIO auf den nahegelegenen Freinberg Rotkreuz-Sendemasten umkoordiniert.

Weiters befinden sich auf dem Mast Sendeanlagen und Richtfunksysteme von Mobilfunkbetreibern<ref name=":0" /> sowie diverse andere Funkdienste.

In dem Gebäude neben dem Sendemasten befindet sich die Funküberwachung Linz<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fernmeldebüro Linz (Memento vom 14. November 2010 im Internet Archive)</ref>, eine Dienststelle des BMVIT, die früher zur PTV (Post), der heutigen Telekom Austria, gehörte.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/erwinbauer.at (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref><ref>Geschichte. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 16. August 2016.@1@2Vorlage:Toter Link/erwinbauer.at (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Hier waren früher auch andere Dienststellen der PTV untergebracht, die sich mit Funktechnik beschäftigten, aus denen später z. B. die Mobilkom Austria hervorging. Am Dach befinden sich zahlreiche Peil- und Messantennensysteme der Funküberwachung.<ref>Fotos Freinberg Linz / Umbau Sender Freinberg - Radioforum Österreich. Abgerufen am 16. August 2016.</ref><ref>http://schnuffi.fro.at/freinberg_april08/funkueberwachung2.jpg</ref> Am Gelände der Funküberwachung befindet sich auch eines der Abspannfundamente des Senders (neben Haupteingang).

Frequenzen und Programme

Digitales Fernsehen (DVB-T2)

Vor der Umstellung wurde in DVB-T/DVB-H auf folgenden Frequenzen gesendet.

Multiplex Standard Kanal Programme im Bouquet ERP Polarisation
MUX A DVB-T K43 (650 MHz) ORF 1, ORF 2 (Oberösterreich und Niederösterreich), ATV 5 kW<ref name=":0" /> vertikal
MUX B DVB-T K37 (602 MHz) Puls 4, ORF SPORT +, 3sat, Servus TV, RedBull TV 3,2 kW<ref name=":0" /> vertikal
MUX D DVB-H K45 (666 MHz) Diverse Programmpakete<ref>Michael Ogris: Bescheid KOA 4.250/08-033. (PDF; 0,6 MB) Kommunikationsbehörde Austria, abgerufen am 16. August 2016.</ref> 6,3 kW vertikal

UKW-Programme

Frequenz Radiosender RDS-PS Senderlogo PI-Code Sendemast ERP
89,2 MHz oe24 Radio (Oberösterreich) _OE_24__ Datei:OE24 Radio Logo 2024.png A3E0/

A7E0 (regional)

Rk 0,2 kW
91,8 MHz Welle 1 (Oberösterreich) 'WELLE_1 Datei:Logo Welle 1 aktuell.png A759 Rk 0,3 kW
102,0 MHz radio 88.6 Oberösterreich *_88.6_* Datei:Radio 88.6 Logo 2024.jpg AC47/

A747 (regional)

ORS 2 kW
105,0 MHz Radio FRO *Radio*_/*_FRO_*_ Datei:FRO Logo Vektoren schwarz.jpg A751 Linz3 0,63 kW

Bilder

Weblinks

Commons: Sender Freinberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

im Sommer 2008

Einzelnachweise

<references />