Vertrauter Feind
| Produktionsland | USA |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1997 |
| Länge | 107 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Produktionsunternehmen | Columbia Pictures |
| Stab | |
| Regie | Alan J. Pakula |
| Drehbuch | |
| Produktion | |
| Musik | James Horner |
| Kamera | Gordon Willis |
| Schnitt | |
| Besetzung | |
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Vertrauter Feind (Originaltitel The Devil’s Own) ist ein US-amerikanischer Thriller mit Harrison Ford und Brad Pitt. Der Film erschien 1997 zu eher schlechte Kritiken und war die letzte Regiearbeit von Alan J. Pakula, der im Folgejahr bei einem Autounfall starb.
Handlung
Frankie McGuire erlebte als achtjähriges Kind in Nordirland die Ermordung seines Vaters durch Protestanten und wurde dadurch zum Kämpfer für die gegnerische Irish Republican Army (IRA). Als IRA-Mitglied begeht auch er Morde und wird zum gesuchten Terroristen. Seine IRA-Gruppe besitzt Schnellfeuerwaffen, kann aber gegen die Hubschrauber der Polizei nicht viel ausrichten, und so entschließt sich Frankie, unter dem falschen Namen „Rory Devaney“ in die USA zu reisen, um für die IRA Stinger-Raketen zu kaufen.
In den USA angekommen, wird er von einem befreundeten Richter an den Polizisten Tom O’Meara vermittelt, der ihn – ohne die tatsächlichen Gründe seines Aufenthalts und seine wahre Identität zu kennen – in sein Haus aufnimmt und ihn bald wie ein Familienmitglied behandelt. Gemeinsam mit seinem Freund Sean beginnt Frankie, ein altes Fischerboot für den Waffenschmuggel zurück nach Irland vorzubereiten.
Polizist O’Meara und seine Kollegen verfolgen im Einsatz einen flüchtigen Verdächtigen. Als sich herausstellt, dass der Mann nur eine Packung Kondome geklaut hat, weil ihm der Gang zur Kasse zu peinlich war, lässt ihn O’Meara frei. Einige Tage später tötet O’Mearas Partner Edwin Diaz einen Autodieb, der mit einer im Fahrzeug gefundenen Waffe auf die Polizisten geschossen, diese aber auf der Flucht weggeworfen hat. O’Meara hebt den Revolver auf und eilt zu seinem Kollegen. Diaz, der den Mann in den Rücken geschossen hat, nimmt die Waffe und legt sie neben den toten Dieb, um so seine Tat zu vertuschen. O’Meara deckt seinen Kollegen, bekommt aber Gewissensbisse, weil er nicht die Wahrheit sagt, und will daraufhin den Polizeidienst quittieren.
In der Zwischenzeit wird ein Komplize von Frankie ermordet; er muss deswegen das Waffengeschäft verschieben. Der Waffenhändler Billy Burke, von dem er die Ware bekommen soll, ist damit nicht einverstanden, da er das Geld zum vereinbarten Zeitpunkt benötigt.
Kurz darauf ertappt Polizist O’Meara maskierte Einbrecher in seinem Haus. Die bewaffneten Männer bedrohen ihn und seine Frau. Gemeinsam mit Frankie gelingt es dem Ehepaar, die Einbrecher in die Flucht zu schlagen. Frankie ist sich sicher, dass es Leute von Waffenhändler Burke gewesen sein müssen, die im Haus eingebrochen sind, um sein Geld zu stehlen. Deshalb stattet er Burke einen Besuch ab und macht ihm deutlich, dass er nicht alleine dastehe, sondern hinter ihm noch Tausende andere Kämpfer seien. Burke lässt sich davon allerdings nicht beeindrucken und führt ihn zu einem Wagen: Im Kofferraum liegt blutend Frankies Freund Sean. Burke droht damit, Sean zu töten, falls Frankie ihm nicht das Geld bringt.
O’Meara stellt unterdessen fest, dass die Einbrecher in seinem Haus nichts gestohlen haben, aber in der Kellerwohnung, wo er Frankie untergebracht hat, alles durchwühlt worden ist. Er schöpft Verdacht und findet dann auch das Geld für den Waffenkauf. Er vermutet, dass sein irischer Gast für die IRA arbeitet.
Als Devaney nach Hause kommt und nach dem Geld sucht, konfrontiert O’Meara ihn mit seinen Vermutungen. Devaney erklärt ihm, warum er die Waffen kaufen will und in Irland Krieg geführt wird. Als O’Mearas Kollege Diaz eintrifft, überwältigen und verhaften beide Frankie. Dieser kann jedoch bei einem Halt aus dem Auto flüchten, wobei er Diaz tötet, als der eine Waffe auf ihn richtet; sein Geld kann er jedoch nicht mehr aus dem Kofferraum des Wagens von O’Meara holen.
Bei der geplanten Übergabe der Raketen sieht Frankie, dass sein Freund Sean ermordet worden ist. Da er jedoch anstatt des Geldes eine Bombe in seiner Tasche hat, kann er Burke und seine Helfer töten und mit den Waffen flüchten. Er beschließt, sofort nach Irland zurückzukehren, und teilt dieses seiner Freundin Megan Doherty mit. O’Meara jedoch ist entschlossen, Frankie für den Mord an seinem Partner Diaz festzunehmen. Er überredet Megan, ihm Frankies Plan zu verraten, da dies die einzige Möglichkeit für ihn sei, nicht bei der Festnahme getötet zu werden.
Auf dem Fischerboot kommt es zu einem Kampf zwischen O’Meara und Frankie. Schließlich schießen beide aufeinander und verwunden einander. Frankie stirbt an seiner Verletzung, aber nicht ohne dass beide noch einmal Verständnis füreinander gezeigt hätten. O’Meara: „Wir hatten nie die Wahl, du und ich.“
Entstehung und Veröffentlichung
Während der Dreharbeiten kam es zu Spannungen zwischen den Hauptdarstellern; ein Gerichtsurteil untersagte Brad Pitt, seine Arbeit vorzeitig abzubrechen. Auf dem Soundtrack zu diesem Film singt unter anderem Dolores O’Riordan von der irischen Band The Cranberries.
Der Film startete 26. März 1997 in den US-Kinos und tags darauf in Deutschland.<ref name="LdiF" /> Gegenüber einem geschätzten Budget von 90 Mio. US-Dollar spielte er an den weltweiten Kinokassen rund 141 Mio. US-Dollar ein, davon 43 Mio. US-Dollar in Nordamerika.<ref>The Devil's Own (1997). In: Box Office Mojo. Amazon, abgerufen am 26. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Inflationsbereinigt entspricht dies inzwischen Gesamteinnahmen von etwa 275 Mio. US-Dollar.
Kritiken
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">Vertrauter Feind. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref> |
| Metacritic (Metascore) | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="metacritic">Vertrauter Feind. In: Metacritic. Abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref> |
| AllMovie | SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref>Vorlage:AllMovie</ref> |
| CinemaScore | B–<ref>Datenbankabfrage bei cinemascore.com</ref> |
Vertrauter Feind erhielt ein eher schlechtes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes überwiegend kritische Besprechungen und ordnet den Film damit als „Gammelig“ ein.<ref name="rotten tomatoes" /> Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Gemischt oder Durchschnittlich“ aus.<ref name="metacritic" />
TV Movie (7/1997) lobte den Film. Die Woche vom 28. März 1997 kritisierte ihn wiederum als „kitschig“ und „ideologisch“.<ref>Vorlage:Dirk Jasper FilmLexikon</ref> Ulrich Behrens warf dem Film bei Filmstarts „moralisch-oberflächliche Impertinenz“, mangelnde Glaubwürdigkeit und „Peinlichkeiten“ vor.<ref>Ulrich Behrens: Vertrauter Feind bei filmstarts.de, abgerufen am 31. März 2026.</ref> Während die Fernsehzeitschrift TV Spielfilm den „Nervenaufreibende[n] Psychokrieg“ empfahl,<ref>Vorlage:TV Spielfilm</ref> zog deren Schwesterpublikation Cinema das Fazit: „Unglaubwürdig und vorhersehbar: trotz Starbesetzung nur ärgerlich.“<ref>Vertrauter Feind. In: cinema. Abgerufen am 31. März 2026.</ref>
Das Lexikon des internationalen Films schreibt: „Der Bürgerkrieg in Nordirland dient als Folie für einen mittelmäßigen Thriller, bleibt dabei unreflektiert und verliert zusehends an Bedeutung; die Figur des IRA-Kämpfers wird zum Helden stilisiert und scheint allein von persönlicher Rache getrieben.“ Des Weiteren befand das Lexikon: „Der Film ist mehr an der unmöglichen Freundschaft zwischen Terrorist und Polizist interessiert, die er aber psychologisch nicht schlüssig darstellt.“<ref name="LdiF">Vertrauter Feind. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 3. Juni 2022.</ref>
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Vertrauter Feind in der Deutschen Synchronkartei
- Vertrauter Feind bei prisma
- Vertrauter Feind bei Moviemaster.de
- Vorlage:Mediathek