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Natriumpropionat

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Strukturformel
Propionation Natriumion
Allgemeines
Name Natriumpropionat
Andere Namen
Summenformel C3H5NaO2
Kurzbeschreibung

hygroskopisches weißes Pulver mit charakteristischem Geruch<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 205-290-4
ECHA-InfoCard 100.004.810
PubChem 2723816
ChemSpider 8399
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 96,06 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

287 °C<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit
  • gut in Wasser (995 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" />
  • wenig löslich in organischen Lösungsmitteln<ref name="G. W. A. Milne">G. W. A. Milne: Gardner's Commercially Important Chemicals Synonyms, Trade Names, and Properties. John Wiley & Sons, 2005, ISBN 0-471-73661-9, S. 573 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten
  • 6332 mg·kg−1 (LD50Mausoral)<ref name="nippon">Nippon Eiseigaku Zasshi. Japanese Journal of Hygiene, 1973, Vol. 28, S. 463.</ref>
  • 1640 mg·kg−1 (LD50Kaninchentransdermal)<ref>Journal of Industrial Hygiene and Toxicology. 1949, Vol. 31, S. 60.</ref>
  • 4740 mg·l−1 (LC50Fisch, 96 h)<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Natriumpropionat ist das Natriumsalz der Propionsäure und damit ein Propionat, zu denen auch Calcium- und Kaliumpropionat zählen. Die Propionate und im Allgemeinen Propionsäure sind in vielen Lebensmitteln, wie zum Beispiel in Käse (Schweizer Käse: 3105,4 mg/kg), Kaffee (87,7 mg/kg) oder in Meeresfrüchten (97,4 mg/kg) vorhanden.<ref name="European Food Safety Authority 2014">European Food Safety Authority (EFSA): Scientific Opinion on the re-evaluation of propionic acid (E 280), sodium propionate (E 281), calcium propionate (E 282) and potassium propionate (E 283) as food additives. Hrsg.: EFSA Journal. Parma, Italien 2014, S. 42–43, doi:10.2903/j.efsa.2014.3779.</ref>

Herstellung

Natriumpropionat wird mithilfe von Propionsäure, Natriumhydroxid, Wasserstoffperoxid und Wasser hergestellt. Nach der Reaktion erfolgen eine Filterung und eine Trocknung. Die Trockenmasse wird gesiebt und es erfolgt die Verpackung des gewonnenen Natriumpropionats.<ref>European Food Safety Authority (EFSA): Scientific Opinion on the re-evaluation of propionic acid (E 280), sodium propionate (E 281), calcium propionate (E 282) and potassium propionate (E 283) as food additives. Hrsg.: EFSA Journal. Parma, Italien 2014, S. 12, doi:10.2903/j.efsa.2014.3779.</ref> Wenn Natriumpropionat mit Schwefelsäure erwärmt wird, wird die Propionsäure olfaktorisch (durch Geruch) erkennbar.<ref>Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis –Für Apotheker, Arzneimittelhersteller, Drogisten, Ärzte und Medizinalbeamte. Zweiter Ergänzungsband. Springer, Heidelberg, Deutschland.</ref>

Eigenschaften

Natriumpropionat ist ein weißes hygroskopisches Salz der Propionsäure, das bei 287 °C schmilzt. Natriumpropionat wird im Gastrointestinaltrakt (Magendarmtrakt) des Menschen aufgespalten, sodass Kationen und Propionsäure entstehen.<ref>European Food Safety Authority (EFSA): Scientific Opinion on the re-evaluation of propionic acid (E 280), sodium propionate (E 281), calcium propionate (E 282) and potassium propionate (E 283) as food additives. Hrsg.: EFSA Journal. Parma, Italien 2014, S. 30, doi:10.2903/j.efsa.2014.3779.</ref>

Verwendung

Natriumpropionat wird in der Lebensmittelindustrie als Nahrungs- bzw. Lebensmittelzusatzstoff z. B. als Konservierungsmittel eingesetzt. Weiterhin wird es beispielsweise als Fungistatikum (zur Vermeidung von Schimmelpilzbefall bei der Lagerung von Getreide) und als Futtermittelzusatz (z. B. bei Milchkühen zur Verringerung der Gefahr einer Ketose) verwendet.

Natriumpropionat und die anderen Propionate sind durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA – European Food Safety Authority) als unbedenklich eingestuft und als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen.<ref name="European Food Safety Authority 2014"/> Bestimmte Lebensmittel, wie z. B. Brot und Backwaren, können bis zu 3000 mg/kg enthalten.

Sicherheitshinweise

Natriumpropionat reizt hochdosiert die Haut, Schleimhäute, Augen und Atemwege. Bei dermaler Einwirkung von Lösungen mit Gehalten bis zu 20 % werden jedoch allgemein weder lokale noch systemische Effekte erwartet.<ref name="GESTIS" /> Die Gabe von Natriumpropionat bei Hunden (1282,5 mg/kg/Tag) im Rahmen einer Prüfung bezüglich der Unbedenklichkeit beim Menschen hat keine toxikologischen Auffälligkeiten innerhalb von 104 Wochen hervorgebracht. Es gab keine Verhaltensauffälligkeiten oder gravierende Änderungen von biometrischen Daten.<ref>European Food Safety Authority (EFSA): Scientific Opinion on the re-evaluation of propionic acid (E 280), sodium propionate (E 281), calcium propionate (E 282) and potassium propionate (E 283) as food additives. Hrsg.: EFSA Journal. Parma, Italien 2014, S. 28–29, doi:10.2903/j.efsa.2014.3779.</ref> Bei toxikologischen Untersuchungen mit Mäusen, Kaninchen und Ratten zeigte Natriumpropionat bei relativ geringer akuter Toxizität (LD50 6,322 g/kg (Maus, oral) und 1,64 g/kg (Kaninchen, dermal)) Auswirkungen auf das Verhalten der Tiere (Schläfrigkeit, teils auch Erregung) und das Atmungssystem (Atemnot).<ref>Gigiena i Sanitariya: HYSAAV. Vol. 35(3) Auflage. 1970, S. 96.</ref> Bei längerer Gabe von Propionsäure und Propionaten im Futter von Ratten in Dosierungen zwischen 0,6 und 5 % verursachen diese Veränderungen des Vormagens (Verdickungen und Entzündungen). Dies wird jedoch als eine für Ratten speziesspezifische Reaktion eingestuft, da bei anderen Tierarten wie Mäusen und Kaninchen keine derartigen Effekte beobachtet wurden.<ref>H.-G. Classen, P. S. Elias, W. P. Hammes, M. Winter: Toxikologisch-hygienische Beurteilung von Lebensmittelinhaltsstoffen und Zusatzstoffen. Behr's Verlag, 2001, ISBN 978-3-86022-806-7.</ref> Dieser Sachverhalt wird von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt. Insbesondere konnte die Behörde keine schädliche Sachverhalte beim Menschen feststellen. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass Menschen keinen Vormagen besitzen und eine Verbindung zu humanen Zellbestandteilen ausgeschlossen wurde.<ref>European Food Safety Authority (EFSA): Scientific Opinion on the re-evaluation of propionic acid (E 280), sodium propionate (E 281), calcium propionate (E 282) and potassium propionate (E 283) as food additives. Hrsg.: EFSA Journal. Parma, Italien 2014, S. 31, doi:10.2903/j.efsa.2014.3779.</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />