Zum Inhalt springen

Calciumpropionat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Januar 2026 um 00:04 Uhr durch imported>ChemoBot (Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Strukturformel
Calciumion <math>\mathrm{ \ \Biggl[}</math> Propionation <math>\mathrm{ \ \!\ \Biggr]_2}</math>
Allgemeines
Name Calciumpropionat
Andere Namen
Summenformel C6H10CaO4
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff<ref name="Hawleys"></ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 223-795-8
ECHA-InfoCard 100.021.633
PubChem 19999
ChemSpider 18840
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 186,22 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

> 300 °C (Hydrat)<ref name="Thermofisher">Vorlage:Thermofisher</ref>

Löslichkeit
  • gut in Wasser (Hydrat, 260 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="Thermofisher" />
  • schlecht löslich in Ethanol<ref name="Hawleys" />
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 318
P: 280​‐​305+351+338​‐​310<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten
  • 2350 mg·kg−1 (LD50Mausoral)<ref name="kenkyu">Kenkyu Nenpo--Tokyo-toritsu Eisei Kenkyusho. Annual Report of Tokyo Metropolitan Research Laboratory of Public Health. Vol. 27, Pg. 159, 1976.</ref>
  • 3920 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="kenkyu" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Calciumpropionat ist ein in reiner Form geruchloses, farbloses Salz der Propionsäure mit der Summenformel C6H10CaO4. Calciumpropionat zersetzt sich bei etwa 300 °C. Enthält die Verbindung noch nicht umgesetzte Propionsäure aus der Herstellung, so zeigt es einen stechenden Geruch. Das Fungistatikum hemmt die Vermehrung von Pilzen und wird als Konservierungsmittel (E 282) in Lebensmitteln – vor allem für Brot und andere Backwaren – eingesetzt. Calciumpropionat findet aber auch Verwendung in Kosmetika oder als Futtermittelzusatz zu Mischfutter.

Herstellung

Calciumpropionat wird in einer Direktsynthese gewonnen; hierbei werden Calciumoxid und Calciumhydroxid in einen Mischer gegeben und mit Propionsäure umgesetzt. Es könnte auch reines Calciumhydroxid verwendet werden, da jedoch Wasser als Nebenprodukt entsteht, bietet sich die Verwendung von Calciumoxid an, das sich mit dem Wasser zu Calciumhydroxid umsetzt. Überschüssiges Wasser wird bei Unterdruck (0,6 bis 0,95 bar) bei ca. 70–90 °C verdampft.

<math>\mathrm{CaO \ + \ 2 \ C_2H_5{-}COOH \ \xrightarrow[0,6-0,95 bar]{\triangle} \ Ca(C_2H_5{-}COO)_2 \ + \ H_2O \uparrow}</math>
Calciumoxid und Propionsäure reagieren unter Erhitzen und Unterdruck zu Calciumpropionat und Wasser

Teilschritte der Reaktion:

a) <math>\mathrm{CaO + \!\ H_2O \rightarrow Ca(OH)_2}</math>
b) <math>\mathrm{Ca(OH)_2 + 2 \ C_2H_5COOH \rightarrow Ca(C_2H_5COO)_2 + 2 \ H_2O}</math>

Eigenschaften

Calciumpropionat kristallisiert als Monohydrat, das bei 100 °C sein Kristallwasser abgibt.<ref name="Renard">A. Renard: Sur les propionates métalliques. In: Comptes rend. hebd. 1887, Bd. 104, S. 913–917. Volltext</ref> Es zersetzt sich bei 350 - 450 °C unter Bildung von Calciumcarbonat.<ref name="OConnell">C. A. O’Connell, D. Dollimore: A study of the decomposition of calcium propionate, using simultaneous TG-DTA. In: Thermochimica Acta 2000, Bd. 357–358, S. 79–87. doi:10.1016/S0040-6031(00)00371-3.</ref><ref name="Galwey">A. K. Galwey, M. E. Brown: Thermal Decomposition of Ionic Solids: Chemical Properties and Reactivities of Ionic Crystalline Phases. Elsevier, 1999, ISBN 0-08-054279-4, S. 451 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Sicherheitshinweise

Bei längerer Gabe von Propionsäure und Propionaten im Futter von Ratten in Dosierungen zwischen 0,6 und 5 % verursachen diese Veränderungen des Vormagens (Verdickungen und Entzündungen). Dies wird jedoch als für Ratten speziesspezifische Reaktion eingestuft, da bei anderen Tierarten wie Mäusen und Kaninchen keine derartigen Effekte beobachtet wurden.<ref name="classen">H.-G. Classen, P. S. Elias, W. P. Hammes, M. Winter: Toxikologisch-hygienische Beurteilung von Lebensmittelinhaltsstoffen und Zusatzstoffen. Behr's Verlag, 2001, ISBN 978-3-86022-806-7.</ref>

Einzelnachweise

<references />