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Heinz Zednik

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Heinz Zednik (2013)

Heinz Zednik (* 21. Februar 1940 in Wien<ref name="musiklexikon">Alexander Rausch: Zednik, Heinz. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 3-7001-3067-8.</ref>) ist ein österreichischer Opernsänger (Charaktertenor).

Leben

Zednik studierte am Konservatorium Wien, debütierte 1964 in Graz und wurde 1965 Mitglied der Wiener Staatsoper. Dort blieb er mehr als fünf Jahrzehnte und gab im Jahr 2018 seine letzte Vorstellung.<ref>Was macht eigentlich...Heinz Zednki. Artikel im Fachmagazin OPER!, abgerufen am 9. September 2024.</ref> Ab 1970 sang er bei den Bayreuther Festspielen, wo er als Mime, Loge und David der Nachfolger von Gerhard Stolze und Gerhard Unger war. Im sogenannten „Jahrhundertring“ 1976 verkörperte er unter der musikalischen Leitung von Pierre Boulez in der Regie von Patrice Chéreau den Loge im Rheingold und den Mime in Siegfried.<ref>Interview mit Heinz Zednik Über den Jahrhundertring in der Sendung Aus Burg und Oper vom 19. Oktober 1975 im Onlinearchiv der Österreichischen Mediathek</ref> Ab 1980 wirkte er bei den Salzburger Festspielen mit, wo ihn Herbert von Karajan als Bardolfo in Giuseppe Verdis Falstaff engagierte, 1992 war er bei den Festspielen in Z Mrtvého Domu zu sehen. Unter der Leitung von Herbert von Karajan sang er den Valzacchi im Rosenkavalier, unter Claudio Abbado den Schreiber in Chowanschtschina, unter James Levine den Monostatos in der Zauberflöte und unter Lorin Maazel den Regisseur in Un ré in ascolto.

Im Liedgesang widmet sich Heinz Zednik einem ausgefallenen Repertoire. So etwa Ernst Kreneks Liedzyklus Reisebuch aus den österreichischen Alpen sowie dem Krämerspiegel von Richard Strauss oder den eigens für ihn komponierten Grünspan-Liedern von Franz Thürauer. Außerdem zählt Zednik zu den führenden Interpreten des klassischen Wienerliedes.

Heinz Zednik gilt vielen aufgrund seines natürlichen Talents für Komik, Posse und Ironie sowie seiner hohen, sehr flexiblen Stimme und seiner kleinen, schmalen Gestalt als die Idealbesetzung für seine Paraderollen.

2019 heiratete er die Schönheitschirurgin Dagmar Millesi.<ref name="kleinezeitung6015753">Opernsänger Heinz Zednik: „Burli“ von Gnaden und hohen Graden. In: Kleine Zeitung. 1. August 2021, abgerufen am 3. August 2021.</ref><ref>Monika Närr: Pressbaum: Zednik: „Sang oft beim Heurigen schon mit“. In: Niederösterreichische Nachrichten. 14. August 2021, abgerufen am 14. August 2021.</ref>

Auszeichnungen

Aufnahmen

Publikationen

  • In memoriam Peter Schreier, in: Matthias Herrmann (Hrsg.), Begegnungen mit Peter Schreier, Beucha/Markkleeberg 2020, 2. Aufl. 2021, ISBN 3-86729-263-9, S. 132–133.

Literatur

  • Alexander Rausch: Zednik, Heinz. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 3-7001-3067-8.
  • Peter Blaha: Der Erste im zweiten Fach. In: Bühne. Nr. 11, 2004, S. 49–53.
  • Gregor Hauser: Magische Töne. Österreichische Tenöre der Nachkriegszeit. Verlag Der Apfel 2020, ISBN 978-3-85450-019-3, S. 9–12.

Weblinks

Commons: Heinz Zednik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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