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Hector Leroux

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Datei:Hector Leroux photo--Caldarrosti scrapbook (cropped).jpg
Louis Hector Leroux

Hector Leroux (* 27. Dezember 1829 in Verdun; † 11. November 1900 in Angers) war ein französischer Perückenmacher und Genre- und Historienmaler.

Leben

Leroux verließ im Alter von zwölf Jahren die Brüder der christlichen Lehre (Doktrinarier), um den Beruf des Perückenmachers zu erlernen. Diesen Beruf übte er bis 1848 aus. Die Freizeit, die ihm seine Ausbildung ließ, nutzte er, um einen öffentlichen Zeichenkurs zu besuchen. Er gewann dort mehrmals den ersten Preis, so dass der Generalrat des Départements Meuse ihm im Jahr 1848 eine Pension von 600 Francs gewährte, um nach Paris zu gehen und dort sein Studium fortzusetzen. Leroux trat am 5. April 1849 in die École des Beaux-Arts ein und kam in das Atelier des Historienmalers François-Édouard Picot. Nach seinem dritten Jahr bei Picot schenkte Leroux seiner Heimatstadt ein Gemälde. Dadurch wurde ihm eine Unterstützung für weitere drei Jahre zuteil, so dass er die Kosten seines Studiums und seines Aufenthalts in Paris damit bestreiten konnte. Als die Zahlungen eingestellt wurden verdiente er sich seinen Lebensunterhalt durch die Anfertigung von Kopien im Museum, mit Illustrationen oder Retuschen für die Fotografie.

Leroux konnte im Jahr 1857 mit einer Auferstehung des Lazarus ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) einen Prix de Rome 2. Klasse gewinnen. Er erhielt zudem von der Regierung den Auftrag eine Kopie von Tizians Werk Amour sacré et Amour profane anzufertigen. So kam er nach Rom, wo er auch für Privatpersonen mehrere Kopien anfertigte. 1863 erhielt er endlich die Möglichkeit seinen Lebensunterhalt auf andere Weise zu verdienen, da er mit seinen Gemälden Offrande à Hygie und Vestale, die er an den Salon de Paris schickte, großen Erfolg hatte. 1864 wurde sein Colombarium für das Musée du Luxembourg erworben.<ref></ref> Leroux wurde mehrfach mit Medaillen ausgezeichnet. Am 9. August 1877 wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.<ref>Leroux, Louis Hector. (französisch, www2.culture.gouv.fr).</ref> Er war mit dem Maler Jean-Jacques Henner befreundet, der mehrere Bildnisse von Angehörigen seiner Familie anfertigte.

Familie

Datei:Louis Hector Leroux--Frère et Soeur--1888--color image.jpg
Die Kinder des Künstlers in römischen Gewändern (1888)

Leroux war ein älterer Bruder von Eugène Leroux.<ref>Leroux (Le Roux), Eugène (Louis Eug.). In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 23: Leitenstorfer–Mander. E. A. Seemann, Leipzig 1929, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref> Er war verheiratet und hatte mindestens zwei Kinder:

Werke

Datei:Hector leroux, hercolano, 23 agosto 79, 1881 (cropped).JPG
Der Untergang von Herculaneum

Leroux schilderte mit Vorliebe Szenen aus dem altgriechischen und altrömischen Leben in kühler akademischer Manier.

  • 1863: Une nouvelle Vestale (Museum in Verdun)
  • 1864: Leichenbegängnis im Kolumbarium des Hauses der Cäsaren zu Rom ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
  • 1868: Messalina (nach Juvenals sechster Satire)
  • 1869: Le Miracle de la bonne déesse
  • 1874: Die Vestalin Tuccia (Museum in Washington)
  • 1876: Begräbnis des Themistokles
  • 1877: Die Danaiden
  • 1881: Der Untergang von Herculaneum am 23. August 79

Literatur

Weblinks

Commons: Hector Leroux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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