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Mindelburg

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Mindelburg
Datei:Mindelburg jm8965.jpg
Die Mindelburg im schwäbischen Mindelheim

Die Mindelburg im schwäbischen Mindelheim

Staat Deutschland
Ort Mindelheim
Entstehungszeit 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts
Erhaltungszustand Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Geographische Lage 48° 2′ N, 10° 29′ OKoordinaten: 48° 2′ 12,5″ N, 10° 29′ 4,2″ O
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Höhenlage 664 m ü. NHN

Die Mindelburg ist ein Wahrzeichen der oberschwäbischen Stadt Mindelheim im bayerischen Landkreis Unterallgäu.

Geographische Lage

Die Mindelburg liegt rund 850 Meter südsüdwestlich der Altstadt von Mindelheim auf dem etwa 664 m ü. NHN<ref name="DE-BY_BV">BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)</ref> hohen Georgenberg, einer nach drei Seiten steil ins Tal der Mindel abfallenden Anhöhe. Die Burg ist über die unmittelbar westlich verlaufende Staatsstraße 2518 erreichbar.

Geschichte

Es wurde lange davon ausgegangen, dass die Burg vermutlich in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts auf dem Georgenberg erbaut wurde, jüngste Erkenntnisse deuten jedoch auf ein früheres Datum hin. Bereits 1125 findet „Heinrich von Mindelburg“ Erwähnung, was vermuten lässt, dass die Burg entsprechend älter ist.<ref>Die Mindelburg ist jetzt ein Denkmal von nationaler Bedeutung. Abgerufen am 8. Dezember 2021.</ref> Um 1305 wurde sie zerstört und 1370 unter Herzog Friedrich von Teck wieder aufgebaut.

1467 übernahmen die Herren von Frundsberg die Herrschaft im Ort und auf der Burg. Bekannt wurde das Geschlecht vor allem durch Georg von Frundsberg, den „Vater der Landsknechte“, der hier geboren wurde. Als Feldherr zog er für Kaiser Maximilian I. und Kaiser Karl V. in den Kampf.

1933 ließ der nationalsozialistischeReichsbauernführerWalther Darré in der Mindelburg die Süddeutsche Bauernführerschule einrichten,<ref>Wirtschaft-Notizen. In: Junge Front. Wochenzeitung ins deutsche Jungvolk, Jg. 2 (1933), Nr. 48 vom 26. November.</ref> die er beim 1. Schwäbischen Bauerntag am 11. November 1933 mit einem großen Fest der Stadt Mindelheim eröffnete.<ref>Berndt Michael Linker: Mindelheim im 20. Jahrhundert. Von bewegten und bewegenden Zeiten einer bayerisch-schwäbischen Kreisstadt. Kunstverlag Fink, Lindenberg 2014, ISBN 978-3-89870-828-9, S. 271.</ref>

Von 1949/50 diente die Mindelburg als Lazarett bzw. als Versehrtenkrankenhaus. 1950 wurde sie an den Verlag W. Sachon vermietet; der Mietvertrag endete zum 1. Juli 2021 und die Burg ging wieder an die Stadt Mindelheim zurück. Diese plant, nach einer Restaurierung die Burg wieder öffentlich zugänglich zu machen und dort das Heimatmuseum anzusiedeln. Ebenso soll die Wohnung des verstorbenen Verlagsinhabers in der Burg, die aus den 50er Jahren stammt, vollständig erhalten bleiben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Seit Oktober 2021 ist die Mindelburg laut dem Landesamt für Denkmalpflege offiziell ein "national bedeutsames Denkmal" und steht so in einer Reihe mit berühmten Bauwerken wie beispielsweise Schloss Neuschwanstein.<ref>Sandra Baumberger: Nationales Denkmal: Mindelburg ist jetzt so bedeutsam wie Neuschwanstein. Abgerufen am 8. Dezember 2021.</ref>

Der 24 Meter<ref>Mindelburg in der privaten Datenbank Alle Burgen.Vorlage:Abrufdatum</ref> hohe Bergfried mit dem seitlich angebauten Treppenturm kann als Aussichtsturm bestiegen werden.

Neben dem Turm liegt der 27 Meter tiefe Burgbrunnen.

Literatur

  • Friedrich Zoepfl: Geschichte der Stadt Mindelheim. München 1948.
  • Friedrich Zoepfl: Georg von Frundsberg und die Mindelburg. Mindelheim 1928.

Weblinks

Commons: Mindelburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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