VfB 91 Suhl
| VfB 91 Suhl e. V. | |
| Logo | |
| Deutscher Volleyball-Verband | |
| Vereinsdaten | |
|---|---|
| Gründung | 1991 |
| Adresse | Gutenbergstraße 4 98527 Suhl |
| Präsident | Alexander Mantlik |
| Homepage | https://volleyball-suhl.de/ |
| Volleyball-Abteilung | |
| Liga | Bundesliga |
| Spielstätte | Sporthalle Wolfsgrube |
| Trainer | László Hollósy |
| Erfolge | Deutscher Meister 2026 DVV-Pokalsieger 2008, 2026 |
| letzte Saison | Deutscher Meister |
| Stand: | 22. April 2026 |
Der VfB 91 Suhl ist ein Sportverein aus Suhl in Thüringen. Bekannt ist der Verein durch seine Volleyball-Frauen, die in der Bundesliga spielen. Von 2013 bis 2016 trat das Bundesliga-Team des VfB unter dem Namen VolleyStars Thüringen an, seit 2017 trägt es den Namen VfB Suhl LOTTO Thüringen. In der Saison 2025/26 wurde der VfB erstmals Meister der Volleyball-Bundesliga der Frauen.
Historie
Liga
Die Volleyballfrauen des VfB Suhl stiegen durch die Meisterschaft in der Saison 2002/03 der 2. Volleyball-Bundesliga Süd in die höchste deutsche Spielklasse auf. In der Saison 2006/07 belegte Suhl in der Endrunde den dritten Platz, dabei gelang auch ein Sieg gegen den späteren deutschen Meister Dresdner SC. In der folgenden Saison erreichte Suhl erneut die Play-offs und belegte schlussendlich den vierten Platz. 2008/09 wurde Suhl Siebter, 2009/10 Sechster. Die Saison 2010/11 beendete der Verein mit dem Gewinn der Bronzemedaille; dabei schied Suhl im Halbfinale der Play-offs gegen den späteren Vizemeister Dresdner SC erst im „Golden Set“ aus. 2012 erreichte Suhl das Viertelfinale der Play-offs, wo man gegen den späteren Meister Schweriner SC ausschied.
Nach einigen erfolgreichen Jahren erfolgte zur Saison 2012/13 ein Umbruch im Team. Mit einem völlig neu zusammengestellten Team belegte Suhl den zehnten Platz in der Hauptrunde und scheiterte nach zwei Niederlagen im Pre-Play-off gegen VT Aurubis Hamburg. Ab der Saison 2013/14 trat der Verein als VolleyStars Thüringen in der Bundesliga an, nach dem achten Platz in der Hauptrunde setzte sich das Team in den Pre-Play-offs gegen den Allianz MTV Stuttgart durch, unterlag im Play-off-Viertelfinale jedoch dem späteren Meister Dresden in zwei Spielen. Auch die Saison 2014/15 verlief lediglich durchwachsen, auf Platz zehn in der Hauptrunde folgte das Aus in den Pre-Play-off-Spielen gegen den USC Münster. Die Saison 2015/16 wurde zum vorläufigen Tiefpunkt der bereits einige Jahre andauernden Negativentwicklung, bereits nach der Hauptrunde – die das Team auf dem elften Rang, lediglich vor dem VC Olympia Berlin liegend, beendet hatte. Nur durch den Rückzug des VT Aurubis Hamburg konnte Suhl die Klasse halten. Auch die Saison 2016/17 – seit der das Team unter dem Namen VfB Suhl Lotto Thüringen antritt – zeigte keinen wirklichen Aufwärtstrend. Lediglich den VC Olympia und Aufsteiger Schwarz-Weiss Erfurt in der Hauptrunde hinter sich lassend, gelang die Qualifikation für die Pre-Play-offs. Dort scheiterte Suhl erneut an Münster.
Am 23. Mai 2017 gab der Verein bekannt, dass der Lizenzantrag für die 1. Volleyball-Bundesliga zum 31. Mai 2017 zurückgezogen wird. Der Verein begründete den Schritt mit „fehlende[m] Rückhalt und eine[r] ungenügende[n] Positionierung, insbesondere bei den Hauptverantwortlichen der Stadt Suhl“ sowie einer Etat-Lücke für den Anspruch die „1. Bundesligamannschaft auf ein konkurrenzfähiges Niveau anzuheben“.<ref>VfB 91 Suhl wird Lizenzantrag für die 1. Volleyball-Bundesliga am 31. Mai 2017 zurückziehen. In: 1.bundesliga.vfb-suhl.de. VfB 91 Suhl, 23. Mai 2017, abgerufen am 23. Mai 2017.</ref> Anfang August 2017 wurde bekannt, dass der Verein sich aufgrund der Nichtverfügbarkeit der Sporthalle Wolfsgrube (Umbau und Sanierung) in Suhl mit dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen und der Stadt Meiningen einigen konnte, den Spielbetrieb in der Multihalle Meiningen weiterzuführen, was die Teilnahme an der Bundesliga 2017/18 schließlich doch sicherte.<ref>Tim Berks: Bundesliga: Aufschlag in Meiningen. vfbsuhl.de, 2. August 2017, abgerufen am 26. November 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Saison verlief erneut aber nur durchwachsen. Während der Saison wurde Trainer Han Abbing durch Mateusz Żarczyński ersetzt, zum Ende der Hauptrunde wurden die Play-offs – die ohne Vorrunde auskamen – mit dem neunten Tabellenplatz verpasst.
Zur Saison 2018/19 kehrte Suhl in die Wolfsgrube zurück. Ein sportlicher Aufschwung gelang jedoch nicht, mit dem neunten Platz am Ende der Hauptrunde und einem Rückstand von neun Punkten wurden die Play-offs deutlich verfehlt. Die Saison 2019/20 wurde durch die COVID-19-Pandemie vorzeitig beendet, zum Zeitpunkt des Abbruchs war Suhl mit dem letzten Tabellenplatz am sportlichen Tiefpunkt angelangt. Es folgte ein großer Umbruch vor der Saison 2020/21. Mit László Hollósy wurde ein neuer Trainer verpflichtet, auch die Geschäftsführung des Vereins und der Bundesligagesellschaft wurden neu aufgestellt. Die Spielrunde, die aufgrund der Pandemieauswirkungen weitgehend zuschauerlos ausgetragen werden musste, lieferte dann einen deutlichen Aufschwung. Suhl beendete die Hauptrunde als Sechster und qualifizierte sich erstmals seit sieben Jahren wieder für ein Play-off-Viertelfinale, musste sich schlussendlich aber nach drei Spielen dem Favoriten aus Schwerin geschlagen geben. Die Mannschaft konnte weitgehend zusammengehalten werden, so konnte der Positivtrend auch in der Saison 2021/22 fortgesetzt werden: Platz fünf am Ende der Hauptrunde folgte jedoch ein erneutes Ausscheiden gegen Schwerin im Viertelfinale der Play-offs, es gelang aber die Qualifikation für den Challenge-Cup.
Die Saison 2022/23 war bei den Suhlerinnen von zahlreichen Verletzungen im Team geprägt. Der Start in die Saison verlief daher schlecht, kurz vor dem Jahresende belegte das Team mit lediglich fünf Punkten den neunten Platz der Hauptrundentabelle, nach einer Aufholjagd zum Saisonende gelang mit 26 Punkten auf dem sechsten Rang liegend noch die Play-off-Qualifikation. Dort scheiterte das Team erst im Entscheidungssatz am späteren Finalisten Potsdam. Im Challenge-Cup spielten die Thüringerinnen eine erfolgreiche Saison, scheiterten erst im Halbfinale am späteren Sieger Reale Mutua Fenera Chieri ’76.
Die Saison 2023/24 beendete das Team auf dem sechsten Platz der Hauptrunde. Aufgrund von Verstößen im Lizenzierungsverfahren erhielten die Suhlerinnen einen Abzug von sechs Punkten, welcher einen besseren Tabellenplatz verhinderte. Die neu eingeführte Zwischenrunde beendeten sie mit drei Punkten auf dem fünften und letzten Platz, im folgenden Play-off-Viertelfinale unterlagen sie Potsdam in zwei Spielen deutlich jeweils mit 0:3.
In der Saison 2025/26 gelang dem VfB Suhl erstmals der Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Die Mannschaft setzte sich im dritten Finalspiel mit 3:0 (25:20, 25:16, 25:22) gegen den Dresdner SC durch.<ref>VfB Suhl krönt sich zum Deutschen Meister, sportschau.de, 22. April 2026</ref> Nach dem Gewinn des DVV-Pokals gelang dem VfB Suhl damit das Double.
DVV-Pokal
In der Saison 2003/04 scheiterte Suhl bereits im Achtelfinale gegen Ulm und ein Jahr später kam das Aus im Viertelfinale gegen Dresden. In den Spielzeiten 2005/06 und 2006/07 erreichten die Frauen aus Thüringen jeweils das Halbfinale, in dem sie zuerst gegen den USC Münster und dann gegen Dresden ausschieden. In der Saison 2007/08 erreichten sie mit Siegen gegen den Zweitligisten Erfurt sowie gegen die Bundesliga-Konkurrenten Münster (3:0) und Vilsbiburg (3:2) erstmals das Endspiel im Gerry-Weber-Stadion, wo sie gegen NA. Hamburg den ersten Titel der Vereinsgeschichte gewannen. In der Saison 2008/09 schied der VfB bereits im Achtelfinale durch eine 1:3-Heimniederlage gegen die Roten Raben Vilsbiburg aus. Im folgenden Jahr musste man sich erst im Finale dem Dresdner SC in 1:3 Sätzen geschlagen geben. In der Saison 2010/11 erreichte man erneut das Finale, das man mit 0:3 gegen Smart Allianz Stuttgart verlor. Die erfolgreiche Pokalgeschichte des Vereins wurde in der Saison 2013/14 fortgeschrieben. Nach zwei 3:0-Siegen beim VfL Oythe und beim USC Münster wurde durch einen 3:1-Erfolg im Halbfinale gegen Meister und Pokalsieger Schweriner SC zum vierten Mal in sieben Jahren das deutsche Pokalfinale erreicht, welches allerdings gegen die Roten Raben mit 0:3 verloren wurde. 2026 gewann Suhl den Pokal im Finale gegen den Allianz MTV Stuttgart.
- 2014/15: Achtelfinale vs USC Münster 1:3 (H)
- 2015/16: Viertelfinale vs USC Münster 0:3 (H)
- 2016/17: Achtelfinale vs SC Potsdam 1:3 (H)
- 2017/18: Viertelfinale vs VC Wiesbaden 1:3 (A)
- 2018/19: Viertelfinale vs Ladies in Black Aachen 2:3 (A)
- 2019/20: Halbfinale vs Dresdner SC 1:3 (A)
- 2020/21: Viertelfinale vs Dresdner SC 1:3 (H)
- 2021/22: Viertelfinale vs Dresdner SC 2:3 (H)
- 2022/23: Viertelfinale vs Allianz MTV Stuttgart 0:3 (A)
- 2023/24: Viertelfinale vs Dresdner SC 0:3 (A)
- 2024/25: Viertelfinale vs Dresdner SC 0:3 (A)
- 2025/26: Finalsieg vs Allianz MTV Stuttgart 3:2
Europapokalwettbewerbe
Als Pokalsieger der Saison 2007/08 war der VfB Suhl für den Europapokal qualifiziert, verzichtete aber auf das Startrecht aufgrund der vom Weltverband FIVB geplanten, aber bis zum Meldeschluss unklaren Ausländerregel.
Durch den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft in der Saison 2010/11 qualifizierte sich der VfB Suhl für den CEV Challenge Cup. Nach einem Freilos in der ersten Runde wurde in Runde zwei der VC Tirol Innsbruck in beiden Spielen souverän mit 3:0 geschlagen. In der Zwischenrunde traf der VfB Suhl auf den israelischen Erstligisten Neve Shaanan Haifa, der aus dem höherklassigen CEV-Pokal hinzugestoßen war. Auch in diesen beiden Spielen im Januar 2012 konnte der VfB Suhl mit zwei 3:0-Erfolgen die Oberhand behalten und erreichte somit in seiner ersten Europapokalsaison das Achtelfinale, in dem man im Februar 2012 auf Volley Köniz aus der Schweiz traf. Das Hinspiel in Suhl entschied Volley Köniz mit 3:2 für sich. Das Rückspiel in Köniz konnte der VfB Suhl seinerseits jedoch 3:2 und den „Golden Set“ mit 15:11 gewinnen. Im Viertelfinale setzte sich der VfB Suhl gegen Iller Bankasi Ankara mit 3:1 und 3:0 durch und schied dann im Halbfinale gegen Baki Baku aus.
2022/23 qualifizierte sich der VfB Suhl für den CEV Challenge Cup. Dort erreichte das Team nach Siegen gegen Azerrail Baku (3:1, 3:1), Maccabi Haifa (3:1, 3:1) und VK Projestov (3:1, 3:1) das Halbfinale, wo es gegen den späteren Titelträger Reale Mutua Fenera Chieri ’76 in zwei Spielen mit 0:3 und 1:3 (vor 4.000 Zuschauern in Turin) unterlag.
Kader
Der Kader für die Saison 2025/26 besteht aus folgenden Spielerinnen:
Positionen: AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libero, MB = Mittelblock, Z = Zuspiel
| Neuzugänge 2025 | Abgänge 2025 | ||
|---|---|---|---|
| Spielerin | bisheriger Verein | Spielerin | neuer Verein |
| Monika Brancuská | PVK Olymp Prag<ref name="Brancuska" /> | Anna Artyschuk | SSC Palmberg Schwerin<ref>SSC Palmberg verpflichtet mit Anna Artyshuk starke Diagonalangreiferin. Schweriner SC, 21. Mai 2025, abgerufen am 17. Juli 2025.</ref> |
| Sanaá Dotson | Lemesos Volleyball<ref name="Dotson" /> | Julia de Paula Viana | Allianz MTV Stuttgart<ref>Julia de Paula startet ihr Engagement in Stuttgart. Allianz MTV Stuttgart, 7. Juli 2025, abgerufen am 17. Juli 2025.</ref> |
| Mackenzie Foley | St. Cloud State University<ref name="Foley" /> | Jette Kuipers | Dresdner SC<ref>Niederländische Nationalspielerin Jette Kuipers wechselt nach Dresden. Dresdner SC, 23. Mai 2025, abgerufen am 17. Juli 2025.</ref> |
| Hannah Hartmann | 1. VC Wiesbaden<ref name="Hartmann" /> | Yina Liu | USC Münster<ref>Ansgar Griebel: Zuspiel mit Heimatgefühl: Yina Liu wechselt zum USC Münster. Westfälische Nachrichten, 9. Mai 2025, abgerufen am 9. Mai 2025.</ref> |
| Xiang-Chen Lai | Shenzhen Zhongsai<ref name="Lai" /> | Lydia Stemmler | Schwarz-Weiss Erfurt<ref>Neues Gesicht im Außenangriff. Schwarz-Weiss Erfurt, 29. April 2025, abgerufen am 17. Juli 2025.</ref> |
| Irene Ramos Mencia | Rote Raben Vilsbiburg<ref name="Ramos" /> | Minami Yoshioka | unbekannt |
| Alina Nasin | SC Potsdam | ||
Chef-Trainer ist seit 2020 der Ungar László Hollósy. Co-Trainer ist seit der Saison 24/25 Alberto Ruiz Rubio. Cristian Tudor Lazar arbeitet als Scout. Für die medizinische Betreuung ist der Mannschaftsarzt Gerald Lutz zuständig.
Kooperation mit dem ThSV Eisenach
Der VfB Suhl kooperiert mit dem Handball-Bundesligisten ThSV Eisenach. In der Meistersaison 2025/26 trug der VfB eines seiner Heimspiele, das Thüringen-Derby gegen Schwarz-Weiß Erfurt, in der Spielstätte des ThSV, der Werner-Aßmann-Halle in Eisenach, vor 1.900 Zuschauern aus.<ref>Volleyball-Spektakel im Thüringer Handballtempel, thsv-eisenach.de, aufgerufen am 23. April 2026</ref>
Fans
Offiziell unterstützen mehrere Fanclubs den VfB 91 Suhl: Der Fanclub „alwaySUHLtras“ gilt als der Aktivste in den sozialen Netzwerken<ref>Erstmals Meister: Suhl und das "Wunder von der Wolfsgrube", nachrichten.yahoo.com</ref>, die „Dynamics Suhl“ unterstützen den Verein vor allem beim Auf- und Abbau der Halle.<ref>Website der Dynamics Suhl</ref> Die „Suhler Wölfe“, „Hinternah“ und „Ostheim“ sind ehemalige Fanclubs.
Weblinks
- Offizielle Website der Bundesliga-Mannschaft
- Offizielle Website des Fanclubs Dynamics Suhl
- Vorlage:CEV-Mannschaftsprofil
Einzelnachweise
<references />