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Arriach liegt an den südöstlichen Ausläufern der sogenannten Nockregion der Gurktaler Alpen in einem Tal zwischen Wöllaner Nock (2145 m) im Norden und Gerlitzen (1909 m) im Süden. Etwa 20 km südlich von Arriach liegt Villach, rund 24 km in östlicher Richtung Feldkirchen.
Arriach wurde im Jahr 1207 als Ovriach zum ersten Mal urkundlich erwähnt, die erste Besiedelung dürfte jedoch schon um das Jahr 1000 erfolgt sein.
Im Jahr 1850 schlossen sich die Steuer- und Katastralgemeinden Arriach und Laastadt zur Gemeinde Arriach zusammen. Die Ortschaften Sauerwald und Hinterbuchholz spalteten sich 1898 von der Gemeinde Treffen ab und wurden dem Arriacher Gemeindegebiet hinzugefügt. Innerteuchen gehörte zunächst zur Gemeinde Himmelberg und kam im Jahr 1920 zu Arriach.
Im Juli 2022 kam es ein zweites Mal zu Überschwemmung und Vermurung, wobei das Kleinwasserkraftwerk aus etwa 1922 im Ort zerstört wurde.<ref>Zu wenig Wasser für Kleinkraftwerke ORF.at, 27. Juli 2022, abgerufen am 27. Juli 2022.</ref>
Im November 2023 war Spatenstich für den Neubau.<ref>Wiederaufbau des Kraftwerks Arriach orf.at, 29. November 2023, abgerufen am 29. November 2023.</ref> Das von Klagenfurt aus ferngesteuerte Schaltwerk ging 2024 in Betrieb, Das neue Kraftwerk soll Sommer 2025 in Betrieb gehen.<ref>KELAG-Kraftwerk Arriach im Bau. In: orf.at. 23. Juni 2024, abgerufen am 19. März 2025.</ref><ref>Wiederaufbau : Kraftwerk Arriach vor Fertigstellung. In: orf.at. 19. März 2025, abgerufen am 19. März 2025.</ref>
Staatsbürgerschaft, Religion
Nach der Volkszählung 2001 hatte die Gemeinde Arriach 1.562 Einwohner, davon 97,6 % österreichische und 1,2 % deutsche Staatsbürger.
Zur evangelischen Kirche bekannten sich 68,8 % der Gemeindebevölkerung, zur römisch-katholischen Kirche 26,0 %. Als konfessionslos bezeichneten sich 3,2 %. Arriach ist damit die Gemeinde Kärntens mit dem zweithöchsten Anteil an evangelischen Gläubigen.
Die Vier-Evangelisten-Kirche ist die größte evangelische Kirche Kärntens. Sie wurde an der Stelle eines seit 1783 bestehenden und 1785 geweihten Bethauses in den Jahren 1903 bis 1907 in neugotischem Stil errichtet.
Datei:Blick aus Arriach zur Pfarrkirche..pngBlick aus Arriach zur Pfarrkirche.Die katholische Pfarrkirche St. Philipp und St. Jakob befindet sich auf einem Hügel am südlichen Ortsausgang von Arriach. An der Stelle des ursprünglich romanischen Bauwerks, im Jahr 1207 erstmals urkundlich erwähnt, wurde 1414 eine neue Kirche errichtet, die 1690 durch ein Erdbeben zerstört und anschließend bis 1694 wieder neu aufgebaut wurde.
Die Gemeinde ist Mitglied der Kärntner Holzstraße und weist eine variantenreiche Palette an gut erhaltenen Holzhäusern im traditionellen Stil auf. Man ist bemüht, die alte Bauweise für die Nachwelt zu erhalten.
Wirtschaft und Infrastruktur
Traditionell war im heutigen Gemeindegebiet die Viehzucht vorherrschend, heute spielt der Tourismus eine bedeutende wirtschaftliche Rolle. Der Großteil der in Arriach ansässigen Erwerbstätigen pendelt jedoch aus, insbesondere nach Villach.
Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gab es in Arriach 48 Arbeitsstätten mit 178 Beschäftigten in der Gemeinde sowie 440 Auspendler und 69 Einpendler.
Durch die Gemeinde führt mit dem Salzsteigweg ein österreichischer Weitwanderweg.
seit 2015 Gerald Ebner (FPÖ)<ref>Bürgermeisterwahl 2015. Land Kärnten, abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref>
Wappen
Das Arriacher Wappen spiegelt mit dem Weinkelch als Symbol für das Abendmahl sowie dem Christusmonogramm und der Lutherrose den vergleichsweise hohen Anteil von Menschen mit protestantischem Glaubensbekenntnis wider. Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 19. Mai 1971 verliehen.
„In grünem Schild ein goldener Abendmahlskelch, dessen untere Schalenhälfte mit Alpenblumen dekoriert ist, vorn von einem goldenen Christusmonogramm und hinten von einer goldenen Lutherrose beseitet, die aus fünf Herzblättern gebildet wird und in ihrem herzförmigen Kelch ein schwarzes lateinisches Kreuz enthält.“<ref>zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 50</ref>
Die Fahne ist Grün-Gelb mit eingearbeitetem Wappen.
Partnergemeinde
Seit 1972 besteht eine Partnerschaft mit Wain in Baden-Württemberg.<ref>Gemeindepartnerschaft mit Wain auf der Website der Stadt Wain (wain.de) aufgerufen am 2. August 2025</ref> Nach Wain waren ab 1651 circa 300 Protestanten aus Arriach vor der Gegenreformation geflüchtet.