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Otto von Emmich

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Datei:Alexius WW1 Otto von Emmich.jpg
Otto von Emmich (um 1910)

Albert Theodor Otto Emmich, ab 1912 von Emmich (* 4. August 1848 in Minden; † 22. Dezember 1915 in Hannover) war ein preußischer General der Infanterie. Für seine Verdienste wurde er in den Adelsstand erhoben. Während des Ersten Weltkriegs war Emmich maßgeblich an der Eroberung von Lüttich beteiligt.

Datei:General Hans G. von Plessen.jpg
Wilhelm II. und Emmich bei der Einweihung des Neuen Rathauses in Hannover am 20. Juni 1913. Der Hinweis auf Emmich als Sieger von Lüttich in der Bildunterschrift ist ein späterer Zusatz.
Datei:Alfred Grohs Herzog und Herzogin von Braunschweig vor dem Rathause in Hannover bei der Beisetzung des Generals von Emmich, Bildseite Großherzog von Oldenburg Gustav Liersch & Co. 7592.jpg
Anlässlich der Beisetzung Emmichs trafen sich 1915 auf dem Trammplatz vor dem „Rathause in Hannover“ unter anderem (von links): Großherzog August II. von Oldenburg, Herzog Ernst August III. von Hannover und seine Gemahlin, Herzogin Viktoria Luise;
sogenannte „Echtfoto-Ansichtskarte“ von Alfred Grohs aus dem Verlag Gustav Liersch & Co., Nummer 7592
Datei:Ehrengrab Otto von Emmich Stadtfriedhof Hannover-Engesohde.jpg
Das Ehrengrab des verstorbenen Otto von Emmich wurde von dem Architekten Paul Wolf gestaltet.

Leben

Familie

Emmich war der Sohn eines Obersten. Er heiratete Elise Pauline Sophie (* 1855), eine Tochter des preußischen Generalmajors Karl von Graberg und dessen zweiter Ehefrau Heldwig Amalie geb. Stuck.<ref>Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 7, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. [1939], DNB 367632829, S. 308, Nr. 2310.</ref>

Militärkarriere

Emmich trat nach seinem Abschluss am Mindener Gymnasium am 3. Juli 1866 als Fahnenjunker in das Infanterie-Regiment „Graf Bülow von Dennewitz“ (6. Westfälisches) Nr. 55 ein und nahm am Deutsch-Französischen Krieg teil. Am 18. Mai 1901 wurde er zum Generalmajor befördert, gleichzeitig übernahm er das Kommando über die 31. Infanterie-Brigade in Trier. Am 14. Februar 1905 folgte seine Beförderung zum Generalleutnant und am 22. Mai 1905 übernahm er die 10. Division in Posen. Am 29. Mai 1909 wurde er zum General der Infanterie befördert und gleichzeitig zum Kommandierenden General des X. Armee-Korps in Hannover ernannt.

Am 27. Januar 1912 wurde Emmich in Berlin in den preußischen Adelsstand erhoben.<ref>A. Freiherr von Houwald: Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873-1918. Görlitz 1939, S. 192.</ref>

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs führte Emmichs Armeekorps im August 1914 die erste größere Aktion des Krieges mit dem Einmarsch ins neutrale Belgien und der Eroberung von Lüttich durch, wodurch dem nachrückenden deutschen Heer der Weg nach Frankreich freigemacht werden sollte.<ref>Dieter Brosius: Hannover im 1. Weltkrieg, In: Geschichte der Stadt Hannover, Band 2, Vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis auf die Gegenwart, S. 396–401; hier: S. 398, online über Google-Bücher</ref> Dafür wurde ihm als erstem deutschen Offizier während des Krieges der Orden Pour le Mérite verliehen. Im September nahm sein Korps an der Schlacht an der Marne teil, anschließend begann der Stellungskrieg im Raum Reims. Im April 1915 erfolgte die Verlegung an die Ostfront und der Einsatz in der Schlacht von Gorlice-Tarnów.

Emmich verstarb im Dezember 1915 in Hannover an einer im Herbst im Felde zugezogenen Krankheit. Er wurde unter militärischen Ehren in Hannover beigesetzt.

Orden und Ehrenzeichen

Ehrungen

Literatur

Weblinks

Commons: Albert Theodor Otto von Emmich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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