Zum Inhalt springen

Hans Rampf (Politiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 29. März 2026 um 09:41 Uhr durch imported>ⵓ (; •4 externe Links geändert• 🌐︎).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Hans Rampf (* 19. Oktober 1948 in Mallersdorf) ist ein deutscher Kommunalpolitiker der CSU. Zwischen 2005 und 2016 war Rampf der amtierende Oberbürgermeister der Stadt Landshut. Sein Vorgänger war der CSU-Politiker Josef Deimer.

Leben

Ausbildung und Beruf

Hans Rampf wuchs im niederbayerischen Laberweinting auf, wo er eine Ausbildung zum Bäcker absolvierte. Außerdem machte er Ausbildungen zum Koch, Verkäufer und Einzelhandelskaufmann. Mit 24 Jahren kam er, nachdem ihn die Spielvereinigung Landshut verpflichtet hatte, von Laberweinting nach Landshut.<ref>Landshuter Zeitung: Der Unterschätzte, 30. Dezember 2016.</ref> Später war er Betriebsrat bei Hertie in Landshut.<ref name="csu1" />

Ab 1981 war er als Franchise-Nehmer Geschäftsführer bei McDonald’s Landshut. Ab 1983 eröffnete er acht weitere McDonald’s-Filialen in und um Landshut.<ref name="lz">Der Aufstieg der schnellen Küche (PDF; 3,2 MB). In: Landshuter Zeitung, 4. September 2010. Abgerufen am 13. September 2012.</ref> Außerdem war er Sprecher der Bayerischen und Deutschen McDonald’s-Unternehmer und Prüfer für Systemgastronomie bei der IHK.<ref name="csu1" /> Zum Amtsantritt als Oberbürgermeister übergab er die McDonald’s Restaurant Rampf Gastro GmbH seiner Tochter Astrid Eisenschink-Rampf.<ref name="lz" />

Rampf ist verheiratet und hat drei Kinder.<ref name="csu1" />

Öffentliche Ämter

Datei:Hans Rampf, Thomas Keyßner.jpg
Hans Rampf (5. von rechts) mit 2. Bürgermeister Thomas Keyßner (3. von rechts) und Vertretern der Landtagsfraktion der Grünen

Im Jahr 1996 wurde er auf den neunten Platz der Landshuter CSU-Stadtratsliste gewählt. Zwei Jahre später wurde er Fraktionsvorsitzender. Obwohl Rampf sich großer Beliebtheit in der Bevölkerung erfreute, nominierte die CSU ihn 2004 nicht zum Oberbürgermeister.<ref name="csu1"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Landshuts neuer Oberbürgermeister zu Gast (Memento vom 17. Januar 2014 im Internet Archive). Website des CSU-Ortsverbands Laberweinting, 23. Dezember 2004.</ref> Daraufhin sammelte der eigens dazu gegründete Verein „Bürger für Landshut“ im Vorfeld der Oberbürgermeisterwahl Unterschriften für den Wahlaufruf „ProRampf“. Schließlich trat Rampf für die „Bürger für Landshut“ gegen den CSU-Kandidaten Ludwig Zellner an und legte deswegen alle Parteiämter nieder.<ref name="csu1" /> Er erreichte im ersten Wahlgang 50,89 % der Stimmen<ref name="Süddeutsche1">Innerparteilicher Streit – Wo sich die CSU selbst zum Gegner wird. Artikel zur Wahl 2004 in: Süddeutsche.de, 21. September 2011. Abgerufen am 13. September 2012.</ref> und bekleidete seit 1. Januar 2005 das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Landshut.<ref name="csu2">Hans Rampf. In: www.csu.de. CSU-Bezirksverband Niederbayern, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Februar 2013; abgerufen am 3. Januar 2023.</ref> Bei den Oberbürgermeisterwahlen am 10. Oktober 2010 wurde er als Kandidat der CSU mit 61,10 % der Stimmen wiedergewählt.<ref name="Süddeutsche2">Rampf bleibt Oberbürgermeister. Artikel zur Wiederwahl 2010 in: Süddeutsche.de, 10. Oktober 2010. Abgerufen am 13. September 2012.</ref><ref>Schnellmeldung Oberbürgermeisterwahl 2010. In: www.landshut.de. Stadt Landshut, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Februar 2013; abgerufen am 26. Mai 2023.</ref> Bei den Oberbürgermeisterwahlen im Oktober 2016 konnte Rampf nicht noch einmal antreten, da er die bis 2023 gegoltene Altersgrenze für Bürgermeister in Bayern erreicht hatte. Er unterstützte die Kandidatur des CSU-Stadtratsmitglieds und Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier.<ref name="Süddeutsche3">OB-Kandidat steht fest. Meldung zur Kandidatur Madlmeiers in: Süddeutsche.de, 10. November 2015. Abgerufen am 18. Januar 2016.</ref>

Weiteres Engagement

Als Vertreter des Bayerischen Städtetags saß Hans Rampf im Aufsichtsrat der Bayerischen Eisenbahngesellschaft<ref>Anfrage an den Bayerischen Landtag 16/14770</ref> und wurde 2014 zum Vorsitzenden dieses Gremiums gewählt. Einst war er Vorstandsvorsitzender des BRK-Kreisverbands Landshut<ref>Neue Vorstandschaft des BRK Kreisverbandes Landshut hält erste Sitzung. Abgerufen am 2. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Landshuts Ex-OB Hans Rampf führt nun BRK Niederbayern/Oberpfalz. Abgerufen am 2. Juli 2024.</ref> und ist heute noch als Ehrenvorsitzender in den Vorstand berufen<ref name="brk">Vorstand des BRK-Kreisverbands Landshut. Website des Bayerischen Roten Kreuzes. Abgerufen am 2. Juli 2024.</ref>. Im Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz des BRK ist er nach wie vor Vorstandsvorsitzender<ref>Der Vorstand BV Niederbayern/Oberpfalz. Abgerufen am 2. Juli 2024.</ref>. Zusammen mit dem Landrat des Landkreises Landshut, Peter Dreier, leitet er das am 7. April 2015 eingerichtete „Dialogforum Ost-Süd-Umfahrung Landshut im Zuge der B15neu“. Seine Begeisterung für Sport zeigt sich durch die Wahrnehmung des Postens des 2. Vorstands des EV Landshut<ref>EV Landshut Vorstand. Abgerufen am 2. Juli 2024.</ref>, wobei er mit seinem Namensvetter nicht verwechselt werden sollte.

Politische Positionen

Hans Rampf zeichnete sich während seiner Zeit als Oberbürgermeister durch eine große Bürgernähe aus, was ihm bei seiner Wiederwahl 2010 mit einem großen Stimmenvorsprung gedankt wurde.<ref name="Erfolge" /> Von seinen politischen Gegnern wurde er auch als „Bürgerkönig“ bezeichnet.<ref>Landshuter Zeitung: Hans Rampf geht in Pension, 31. Dezember 2016.</ref> Als großen Erfolg während seiner zwölfjährigen Amtszeit konnte er einen Schuldenabbau um 34,6 Millionen Euro verbuchen trotz hoher Investitionen in die Sanierung der Berufsschulen oder den Ausbau der Kinderbetreuung. Auch wurde zum Ende seiner Amtszeit der Bernlochnerkomplex erworben.<ref name="Erfolge" />

Burgaufzug

Rampf regte den Bau eines Aufzugs zur Burg Trausnitz an, der am 14. Oktober 2012 per Bürgerentscheid abgelehnt wurde.<ref name="idowa1">„Oberbürgermeister Hans Rampf [ist] […] bekanntlich ein großer Verfechter eines Aufzugs zur Burg […].“ Zitiert nach Emanuel Socher-Jukic: Die Bürger sollen beim Burgaufzug entscheiden. In: idowa.de, 22. Juli 2012. Abgerufen am 16. Mai 2017.</ref><ref>Bürger erteilen Burgaufzug und Westtangente eine Absage. In: www.idowa.de. 14. Oktober 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Februar 2013; abgerufen am 3. Januar 2023.</ref><ref name="Niederlagen" /> Gegner des Baus waren der Meinung, dass Rampf sich mit dem Projekt Burgaufzug vor allem einen Platz in der Stadtgeschichte Landshuts sichern wollte (wie es sein Vorgänger Josef Deimer mit dem inzwischen nach ihm benannten Hofbergtunnel tat).<ref name="idowa2">Siegfried Rüdenauer: „Wir brauchen keine Rampf-Bahn“. In: idowa.de, 10. August 2012. Abgerufen am 17. Mai 2017.</ref>

Energiepolitik

2010 setzte sich Rampf für die Abschaltung des Atomkraftwerks Isar I ein, das 14 Kilometer von Landshut entfernt liegt.<ref name="welt">Thomas Vitzthum: CSU-Politiker stellen sich offen gegen Seehofer. In: Welt Online, 3. August 2010. Abgerufen am 21. September 2012.</ref> Außerdem realisierte der den Umbau der ehemaligen Müllverbrennungsanlage in ein Biomasseheizkraftwerk.<ref name="Erfolge">Landshuter Zeitung: Die größten Erfolge von OB Hans Rampf..., 31. Dezember 2016.</ref>

„Krankenhausfusion“

Während seines Wahlkampfs, um Oberbürgermeister zu werden, hatte er als politisches Ziel eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Kreiskrankenhaus Achdorf und dem Klinikum Landshut formuliert. Nach zwölf Jahren Amtszeit musste er sich eingestehen, dass es hier kaum Fortschritte gegeben hat.<ref name="Niederlagen">Landshuter Zeitung: ...und seine bittersten Niederlagen, 31. Dezember 2016.</ref>

Öffentliche Daseinsvorsorge

Wie sein Vorgänger Josef Deimer spricht sich Rampf gegen die Privatisierung der Wasserversorgung aus, um die Wasserpreise konstant zu halten.<ref>Siegfried Rüdenauer: „Wasser muss in kommunaler Hand bleiben“. idowa.de, 14. Dezember 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Februar 2013; abgerufen am 3. Januar 2023.</ref>

Westtangente Landshut

Während seiner Zeit als Oberbürgermeister von Landshut musste er mit dem Nein für eine Westtangente im Rahmen eines Bürgerentscheids 2012 eine große Niederlage hinnehmen.<ref>Landshuter Zeitung: CSU-Leitlinien für die Stadtpolitik, 12. Januar 2017.</ref><ref name="Niederlagen" />

Trivia

Hans Rampf war in der ARD-Serie "Um Himmels Willen" als Pater Haushofer in einer Nebenrolle zu sehen<ref>idowa, Straubing Germany: Um Himmels Willen: Schwester mit Herz bei Beichtvater auf Zeit. 21. Oktober 2014, abgerufen am 2. Juli 2024.</ref>. Die Stadt Landshut (insbesondere das Rathaus) diente während Rampfs Amtszeit als Kulisse für die Serie.

Weblinks

Commons: Hans Rampf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Oberbürgermeister Landshut

Vorlage:Hinweisbaustein