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Meisen

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Meisen
Datei:13- 15 cm lang wird eine Kohlmeise. 05.jpg

Kohlmeise (Parus major)

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
ohne Rang: Sylviida
Überfamilie: Paroidea
Familie: Meisen
Wissenschaftlicher Name
Paridae
Vigors, 1825

Die Meisen (Paridae) sind eine Familie in der Ordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes), Unterordnung Singvögel (Passeri). Meisen kommen in der nördlichen Hemisphäre und in Afrika vor.

Datei:Paridae Distribution.PNG
Die weltweite Verbreitung der Familie der Paridae (grüne Flächen).

Merkmale

Meisen sind relativ kleine, gedrungene Vögel mit einem stämmigen, ovalen Rumpf, einem kurzen, dicken Hals, abgerundeten Flügeln, kurzen Beinen und einem mittellangen Schwanz. Einige Arten haben eine Federhaube auf dem Kopf. Der Schnabel ist bei den meisten Arten kurz und kräftig. Das Gefieder ist oft auffällig gefärbt, wobei oft schwarze, weiße oder graue Federpartien dominieren, bei einigen Arten kombiniert mit gelben, blauen oder braunen Gefiederbereichen. Die Geschlechter lassen sich in der Regel äußerlich nicht unterscheiden.<ref name="Winkler" />

Lebensweise

Zu den Meisen zählen hauptsächlich Arten, die in baumreichen Habitaten leben. Als gewandte Kletterer beschaffen sie sich ihre Nahrung vor allem im Gehölz. Es sind anpassungsfähige Tiere, die hauptsächlich von Insekten und Sämereien leben. Viele Arten leben in der Nähe menschlicher Siedlungen und nehmen gerne das Futterangebot von Menschen an. Sie sind Höhlenbrüter und überwiegend Standvögel. Im Winter schließen sie sich oft zu gemischten Trupps zusammen.

Brutpflege

Datei:Meise an einer Bruthoehle 2011.jpg
Kohlmeise an einer Bruthöhle

Sie brüten gerne in der Nähe von oder in Obstbäumen, wobei sie die dort anzutreffenden Insekten bzw. deren Larven (Maden) als Nahrung für die Brut verwenden.

Systematik

Die Bezeichnung Paridae, der wissenschaftliche Name für die Familie der Meisen, wurde 1825 durch den irischen Ornithologen Nicholas Aylward Vigors eingeführt. Die Meisen bilden zusammen mit der Familie der Beutelmeisen (Remizidae) die Überfamilie Paroidea innerhalb der Singvögel.<ref name="Alstroem2014" /> Die Schwanzmeisen (Aegithalidae), eine weitere eigenständige Singvogelfamilie, sind nicht näher mit den Meisen und Beutelmeisen verwandt.

Gattungen und Arten

Die systematische Einteilung ist Gegenstand anhaltender wissenschaftlicher Diskussionen. Nach neuerer Taxonomie auf der Grundlage genetischer Untersuchungen wird die artenreiche Gattung Parus in mehrere Gattungen aufgeteilt. Nach der hier aufgeführten Einteilung umfasst die Familie 51 Arten.

Datei:Poecile-atricapilla-001.jpg
Schwarzkopfmeise (Poecile atricapillus)
Datei:Sumpfmeise1.jpg
Sumpfmeise (Poecile palustris)
Datei:Lophophanes cristatus Luc Viatour 2.jpg
Haubenmeise (Lophophanes cristatus)
Datei:Tufted Titmouse-27527-2.jpg
Grauhäubchenmeise (Baeolophus bicolor)
Datei:Taiwan tit.jpg
Taiwanmeise (Macholophus holsti)
Datei:11 Gramm nur wiegt eine Blaumeise. 10.jpg
Blaumeise (Cyanistes caeruleus)
Datei:Yellow-browed Tit Fambong Lho Wildlife Sanctuary Sikkim 30.03.2014.jpg
Laubmeise (Sylviparus modestus)
Kladogramm der inneren Systematik auf Gattungsebene
 Paridae 

Cephalopyrus


   

Sylviparus


   

Melanochlora


   



Pardaliparus


   

Periparus


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Baeolophus


   

Lophophanes


   

Sittiparus


   

Poecile


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Cyanistes


   



Pseudopodoces


   

Parus


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Machlolophus


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Melaniparus


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Johansson et al. (2013)<ref name="Johansson" /> und Barani-Beiranvand et al. (2011).<ref name="Barani-Beiranvand" />

Die Meise in der bildenden Kunst

In der Malerei der Renaissance symbolisieren Meisen – wie alle Singvögel – die Seele und den Glaubensgehorsam. Diese Bedeutung wandelt sich in der Barockzeit, in der sie auch für Liederlichkeit stehen können.<ref>Kretschmer, Hildegard. Lexikon der Symbole und Attribute in der Kunst. Stuttgart: Reclam 2016. S. 281</ref>

Literatur

  • Hans Löhrl: Die Haubenmeise. Ziemsen, Wittenberg Lutherstadt 1991, ISBN 3-7403-0251-8.
  • Roger T. Peterson, Guy Mountfort, Philip A. D. Hollom: Die Vögel Europas. 15., neubearbeitete Auflage. Blackwell, 2002, ISBN 3-8263-8526-8.
  • Andreas Tjernshaugen: Das verborgene Leben der Meisen. Aus dem Norwegischen übersetzt von Paul Berf. Insel, Berlin 2017, ISBN 978-3-458-17723-4.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Alstroem2014"> Per Alström, D. M. Hooper, Y. Liu, U. Olsson, D. Mohan, M. Gelang, L. M. Hung, J. Zhao, F. Lei, T. D. Price: Discovery of a Relict Lineage and Monotypic Family of Passerine Birds. In: Biology Letters. Band 10, Nr. 3, 2014, doi:10.1098/rsbl.2013.1067.</ref> <ref name="Barani-Beiranvand"> Hossein Barani-Beiranvand, Mansour Aliabadian, Martin Irestedt, Yanhua Qu, Jamshid Darvish, Tamás Székely, René E. Van Dijk & Per G. P. Ericson: Phylogeny of penduline tits inferred from mitochondrial and microsatellite genotyping. In: Ibis. Band 153, Nr. 2, 2011, S. 932–3940, doi:10.1111/jav.01163.</ref> <ref name="Johansson"> Ulf S. Johansson, Jan Ekman, Rauri C.K. Bowie, Peter Halvarsson, Jan I. Ohlson, Trevor D. Price & Per G.P. Ericson: A complete multilocus species phylogeny of the tits and chickadees (Aves: Paridae). In: Molecular Phylogenetics and Evolution. Band 69, Nr. 3, 2013, S. 852–860, doi:10.1016/j.ympev.2013.06.019, PMID 23831453.</ref> <ref name="Winkler"> David W. Winkler, Shawn M. Billerman, Irby J. Lovette: Bird Families of the World, An Invitation to the Spectacular Diversity of Birds. Lynx Edicions, Dezember 2015, ISBN 978-84-941892-0-3, S. 409–410.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Meisen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Meise – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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