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Onan

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Vorlage:Hinweisbaustein Onan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), „Kraft, Vermögen, Zeugungskraft“<ref>Wilhelm Gesenius: Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. 18. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-25680-6, S. 24 f.</ref>) ist eine biblische Gestalt, deren Geschichte in Vorlage:Bibel/Link erzählt wird.

Biblischer Bericht

Onan war der zweite Sohn des Erzvaters Juda mit der Kanaaniterin Schua. Nach dem Tod seines älteren Bruders Er musste Onan dessen Witwe Tamar heiraten. Ers Tod war laut Vorlage:Bibel/Link von Gott bewirkt, da ihm Ers Handeln missfiel.

In Vorlage:Bibel/Link heißt es daraufhin:

Da sagte Juda zu Onan: Geh zur Frau deines Bruders, vollzieh mit ihr die Schwagerehe und verschaff deinem Bruder Nachkommen! Onan aber wusste, dass die Nachkommen nicht ihm gehören würden. Sooft er zur Frau seines Bruders ging, ließ er den Samen zur Erde fallen und verderben, um seinem Bruder Nachkommen vorzuenthalten. 10 Was er tat, missfiel dem HERRN und so ließ er auch ihn sterben.

Judas Aufforderung beruht auf dem jüdischen Brauch des Levirats. Die demnach von Gott angeordnete Schwagerehe verpflichtete einen Bruder, seinem verstorbenen Verwandten einen männlichen Nachkommen zu schaffen, sofern jener nicht selbst dazu kam (Vorlage:Bibel/Link).

Onan starb aufgrund der Hinterlist – manche Ausleger sprechen auch von „Lieblosigkeit“ gegenüber Er oder „Gier nach dem Erbe des Bruders“ –, mit der er sich gegen die Leviratsehe auflehnte.<ref>Hansjörg Bräumer: Das erste Buch Mose. 3. Teil. In: Gerhard Maier und Adolf Pohl (Hrsg.): Wuppertaler Studienbibel. Band 1. R. Brockhaus Verlag, Wuppertal 1990, S. 51.</ref>

Nachdem Juda ihr die Leviratsehe mit seinem jüngsten Sohn unter Vertröstungen verweigert, lässt Tamar sich, als Prostituierte verkleidet, von ihrem Schwiegervater schwängern (Vorlage:Bibel/Link) und wird so zu einer Stammmutter Jesu (Vorlage:Bibel/Link).

Deutung und Nachwirkung

Da nach Vorlage:Bibel/Link öffentliche Missachtung und nicht der Tod als Strafe auf die Verweigerung der Leviratsehe folgt, sticht die Härte des göttlichen Urteils heraus.

In der jüdisch-christlichen Tradition wurde in den Tod Onans ein göttliches Verbot des Coitus interruptus interpretiert. In der Forschung werden verschiedene Gründe für die göttliche Todesstrafe an Onan diskutiert: William Albright geht davon aus, dass eine stammesgeschichtliche Erinnerung bewahrt wird (vgl. auch Vorlage:Bibel/Link), während die neuere Forschung versucht, den Tod Onans mit dem literarischen Zusammenhang der Juda-Tamar-Erzählung zu erklären. Diese läuft auf die Söhne Judas und Tamars zu, die einerseits Tamar davor bewahren, als kinderlose Witwe zu sterben und andererseits für Juda als Ersatz für die beiden verstorbenen Söhne gelten.<ref name=":0">Judith Gärtner: Onan. In: Wissenschaftliches Bibellexikon. Deutsche Bibelgesellschaft, Oktober 2011, abgerufen am 11. Mai 2022.</ref>

Obwohl Onan keine Selbstbefriedigung, sondern einen Coitus interruptus vollzog, wurde aufgrund dieser Erzählung der Begriff Onanie als Synonym für Masturbation gebildet.<ref name=":0" />

Literatur

Weblinks

Wiktionary: Onan – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />