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Tydal

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Wappen Karte
Wappen der Kommune Tydal
Tydal (Norwegen)
Tydal (Norwegen)
Basisdaten
Staat: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Norwegen
Kommunennummer: 5033
Provinz (fylke): Trøndelag
Verwaltungssitz: Ås
Koordinaten: 63° 1′ N, 11° 48′ OKoordinaten: 63° 1′ N, 11° 48′ O
 {{#coordinates:63,016666666667|11,8|primary
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Fläche: 1.328,64 km²
Einwohner: 773 (1. Jan. 2026)<ref>07459: Population, by region, contents and year. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 7. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref>
Bevölkerungsdichte: 1 Einwohner je km²
Sprachform: Bokmål
Webpräsenz:
Lage in der Provinz Trøndelag
Lage der Kommune in der Provinz Trøndelag

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Tydal ist eine Kommune im norwegischen Fylke Trøndelag. Die Kommune hat 773 Einwohner (Stand: 1. Januar 2026). Verwaltungssitz ist die Ortschaft Ås. In Tydal befinden sich mehrere große Wasserkraftwerke.

Geografie

Datei:View over the Sylan.jpg
Gebirge Sylan mit Blick Richtung Nesjøen

Tydal liegt im gebirgigen Südosten Trøndelags an der Grenze zu Schweden. Die Gemeinde grenzt in Norwegen an Meråker im Norden, an Selbu im Nordwesten, an Holtålen im Südwesten sowie an Røros im Süden.<ref name="norgeskart" /> Im Osten der Kommune liegt der Stausee Nesjøen, der je nach Wasserstand eine Höhe von 706 bis 729 moh. erreicht. Seine Fläche beträgt etwa 66 km². Der See entstand durch eine Aufstauung des Flusses Nea und verschmolz mit dem nördlich davon gelegenen natürlichen See Esandsjøen (südsamisch Saantenjaevrie).<ref>Nesjøen. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Esandsjøen. In: Esandsjøen. Abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Südwesten des Stausees befindet sich der Staudamm Nesjødammen, westlich davon der See Vessingsjøen auf einer Höhe von 659 bis 659 moh. Von dessen Nordufer fließt die Nea weiter in den Westen durch das Tal Tydalen. Bei der Ortschaft Ås mündet der aus dem Süden kommende Fluss Tya in die Nea.<ref name="norgeskart">Tydal kommune. In: Norgeskart. Abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Seen sowie die Flüsse sind Teil des Flusssystems Nea-Nidelvvassdraget.

Die Erhebung Storsylen stellt mit einer Höhe von 1763,63 moh. den höchsten Punkt der Kommune Tydal dar.<ref>Høgaste fjelltopp i kvar kommune. Kartverket, 10. September 2021, abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Berg liegt auf der Grenze zu Schweden und gehört zum Gebirge Sylan. Weitere höhere Berge in der Kommune sind Skardsfjella, Nordsylen, Storsola und Bandaklumpen.<ref name="norgeskart" /> Insgesamt etwa 87 Prozent des Gemeindeareals liegen auf einer Höhe von über 600 moh.<ref name="snl" />

Ein Gebiet im Norden der Kommune geht in den Skarvan og Roltdalen-Nationalpark ein.<ref name="norgeskart" /> Insgesamt ist dort seit dem Jahr 2004 eine auf mehrere Gemeinden verteilte Fläche von 441 km² geschützt.<ref>Skarvan og Roltdalen nasjonalpark. In: Norges Nasjonalparker. Abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Einwohner

In den 1950er-Jahren stieg die Zahl der Einwohner in Folge des Ausbaus der Wasserkraftwerke an. Sie hielt sich danach einige Zeit stabil, bevor sie wieder zu sinken begann. Die Einwohner leben nahezu alle im Haupttal der Kommune, dort insbesondere in der Gegend um den Ort Ås.<ref name="snl" /> In der gesamten Gemeinde liegen keine Tettsteder, also keine Ansiedlungen, die für statistische Zwecke als eine städtische Siedlung gewertet werden.<ref>Population and land area in urban settlements. Statistisk sentralbyrå, 20. November 2025 (englisch).</ref>

Die Einwohner der Gemeinde werden Tydaling genannt.<ref>Innbyggjarnamn. Språkrådet, abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Offizielle Schriftsprache ist wie in einigen weiteren Kommunen in Trøndelag Bokmål, also die weiter verbreitete der beiden norwegischen Sprachformen.<ref>Forskrift om språkvedtak i kommunar og fylkeskommunar (språkvedtaksforskrifta). In: Lovdata. 6. Januar 2020, abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Entwicklung der Einwohnerzahl
Jahr Einwohnerzahl<ref>Population. 06913: Population 1 January and population changes during the calendar year (M) 1951 - 2025. In: ssb.no. Abgerufen am 8. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Veränderung
Anzahl Prozent
1960 991
1970 1006 +15 +1,5 %
1980 967 −39 −3,9 %
1990 1008 +41 +4,2 %
2000 949 −59 −5,9 %
2010 859 −90 −9,5 %
2020 769 −90 −10,5 %

Geschichte

Datei:TydalKirke.jpg
Tydal kirke

Die Kommune Tydal entstand am 1. Januar 1901 durch die Abspaltung von Selbu. Tydal hatte bei der Gründung 881 Einwohner, Selbu verblieb mit 4607 Personen.<ref>Dag Juvkam: Historisk oversikt over endringer i kommune- og fylkesinndelingen. (PDF) In: ssb.no. 1999, abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bis zum 31. Dezember 2017 gehörte Tydal der damaligen Provinz Sør-Trøndelag an. Sie ging im Zuge der Regionalreform in Norwegen in die zum 1. Januar 2018 neu geschaffene Provinz Trøndelag über.<ref>Kommunal- og moderniseringsdepartementet: Nye kommune- og fylkesnummer fra 2020. In: regjeringen.no. 27. Oktober 2017, abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Winter 1718/19 führte am Ende des Norwegenfeldzugs der verlustreiche Rückzug schwedischer Truppen durch die heutige Kommune Tydal. Die Armee unter Carl Gustaf Armfelt kehrte dabei nach Schweden zurück, wobei über 3000 der etwa 5000 Männer auf der Etappe von Tydal ins schwedische Handöl erfroren. Der Rückzug ist auch als Todesmarsch der Karoliner bekannt geworden.<ref>Karolinernes dødsmarsj over Tydalsfjella i 1718/19. In: sylan.no. Abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Tomas Blom: Karolinernas dödsmarsch. In: Militär Historia. 14. Juni 2021, abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Tydal kirke ist eine Holzkirche aus dem Jahr 1696. Sie hat einen Y-förmigen Grundriss.<ref>Tydal kirke. In: Kirkesøk. Abgerufen am 12. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In der Kommune Tydal befindet sich des Weiteren die Stugudal kapell, eine aus Holz erbaute Kapelle aus dem Jahr 1957. Sie wurde errichtet, da die Bauernhöfe im Tal Stugudalen jedes Jahr über einen längeren Zeitraum nahezu isoliert und Beerdigungen im Winter nur schwer möglich waren.<ref>Stugudal kapell. In: Kirkesøk. Abgerufen am 12. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Datei:Hybrid map Nesjøen & Esandsjøen.jpg
„Hybrid“-Karte des Nesjøens.
Sie zeigt den See in seiner heutigen Ausdehnung (hellblau), sowie die ehemalige Ausdehnung des Esandsjøens sowie den ebenfalls überfluteten Oberlauf der Nea.

Verkehr

Durch das Tal Tydalen führt der Fylkesvei 705. Richtung Süden führt er in die Kommune Røros, in Richtung Westen nach Selbu.<ref name="norgeskart" />

Wirtschaft

Tydal ist der größte Stromerzeuger Trøndelags. Der Bau von Wasserkraftwerken begann um 1940.<ref name="snl">Geir Thorsnæs: Tydal. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Kraftwerk Nea nutzt einen Höhenunterschied von 375 Metern aus und wurde 1960 in Betrieb genommen. Die durchschnittliche Jahresproduktion zwischen 1981 und 2010 betrug etwa 677 GWh.<ref>Nea. In: NVE. Abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das 1964 in Betrieb genommene Kraftwerk Tya erzeugte im gleichen Zeitraum im Mittel 160 GWh jährlich, beim Kraftwerk Gresslifoss aus dem Jahr 1966 waren es 105 GWh.<ref>Tya. In: NVE. Abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Gresslifoss. In: NVE. Abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Wasserkraftwerk Vessingfoss, für den der Stausee Nesjøen entstand, wurde 1971 fertiggestellt. Es hat eine Durchschnittsproduktion von 95 GWh und eine Fallhöhe von 50 Metern.<ref>Vessingfoss. In: NVE. Abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Land- und Forstwirtschaft sind neben der Stromproduktion die bedeutendsten Wirtschaftszweige. In der Landwirtschaft ist vor allem die Tierhaltung verbreitet. In der Kommune wird von Südsamen auch Rentierhaltung betrieben. Die Industrie ist von eher geringer Bedeutung und basiert hauptsächlich auf der Holzverarbeitung. Im Bereich des Tourismus ist vor allem der Urlaub in den sogenannten Hytten in den Bergen im Grenzgebiet zu Schweden verbreitet. Eine solche Hytte ist etwa die Nedalshytta.<ref name="snl" /> Im Jahr 2020 arbeiteten von 390 Arbeitstätigen etwa 280 in Tydal selbst, der Rest verteilte sich auf Kommunen wie Selbu und Trondheim.<ref>Pendlingsstrømmer. Statistics Norway, abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Name und Wappen

Das seit 1997 offizielle Wappen der Kommune zeigt drei goldene Antoniuskreuze auf rotem Hintergrund. Sie sollen Strommasten darstellen und stehen für die Bedeutung der Stromerzeugung.<ref name="snl" /> Tydal wurde im Jahr 1409 als Thidal erwähnt. Der Name leitet sich vom Flussnamen Tya ab. Dessen genaue Bedeutung ist unsicher.<ref>Tydal. In: Norsk stadnamnleksikon. Abgerufen am 19. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Tydal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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