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Cathubodua

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Cathubodua, auch Cassibodua, war eine wenig bekannte keltische Gottheit, deren Name nur auf einer gallischen Inschrift in Mieussy (römische Provinz Gallia Narbonensis) in Frankreich zu finden ist.<ref>CIL XII, 2571 [C]Athuboduae / Aug(ustae) / Servilia Teren/tia v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito)</ref>

Name und Etymologie

Der Name entstammt wahrscheinlich den urkeltischen Wurzeln katu (Kampf) und bodwā (kämpfen).<ref>proto-celtic - english (pdf, englisch)</ref> In der späteren altirischen Sprache bedeutete bodua-, abgeleitet von bodb, allerdings weiblicher Rabe.<ref>Sabine Ziegler: Die Sprache der altirischen Ogam-Inschriften. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1994, ISBN 3-525-26225-6, S. 30, 105 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Der Name könnte somit „Kampfrabe“ bedeuten.<ref>Cathubodua im arbre celtique (französisch)</ref>

Mythologie

Sie wurde auf einer Inschrift in Herbitzheim (römische Provinz Gallia Belgica) mit Victoria gleichgesetzt<ref>CIL XIII, 4525 I(n) h(onorem) d(omus) d(ivinae) / Victoriae / [C]assi[b]oduae / [ </ref> und wird im Allgemeinen als Kriegs- und Totengottheit angesehen. Vielleicht nahmen ihre Raben oder Krähen bei den Galliern die Aufgabe wahr, die Seelen der gefallenen Krieger ins Jenseits zu geleiten, eine Vorstellung, die bei den Keltiberern für die Geier bezeugt ist.

Die Darstellungen einer Krähe auf einigen keltischen Münzen werden mit Cathubodua in Verbindung gebracht.

In der irischen Mythologie existiert eine nahe verwandte Figur, Badb/Bodb Chatha („Schlachtkrähe“), eine Schwester der Morrígan.<ref>Wolfgang Krause: Die Kelten. Mohr Siebeck, Tübingen 1929, ISBN 3-16-112301-8, S. 22 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Literatur

  • Matthias Egeler: Walküren, Bodbs, Sirenen. Gedanken zur religionsgeschichtlichen Anbindung Nordwesteuropas an den mediterranen Raum. (= Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 71). Walter de Gruyter, Berlin/New York 2011, ISBN 978-3-11-024660-5.
  • D. Ellis Evans: Gaulish Personal Names. A Study of some Continental Celtic Formation. Oxford University Press 1967
  • Garrett Olmsted: The Gods of the Celts and the Indo-Europeans. (= Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft 92). Verlag des Instituts für Sprachwissenschaft der Universität Innsbruck 1994, ISBN 3-85124-173-8.
  • Karl Horst Schmidt: Die Komposition in gallischen Personennamen. Sonderabdruck aus Zeitschrift für celtische Philologie Band 26, Heft 1–4, Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1957.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />