LDPR
Vorlage:Infobox Politische Partei
Die Liberal-Demokratische Partei Russlands ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), kurz LDPR ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), ist, anders als der Name vermuten lässt, eine nationalistisch-rechtspopulistische bis rechtsextreme Partei in Russland.<ref>Fascism. Abgerufen am 2. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="Partei" /> In wissenschaftlichen Quellen wurde bereits 2010 angegeben, dass die LDPR eine von der russischen Regierung finanzierte Partei ist.<ref></ref> Als gesichert gilt, dass sie als Teil der „Systemopposition“ traditionell loyal zum Umfeld des Präsidenten Wladimir Putin steht.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Inhaltliches Profil
Die LDPR nennt sich „liberal-demokratisch“ und bezeichnet sich als „Partei der Mitte“. Sie wird jedoch von ausländischen Beobachtern der russischen Politik als ultranationalistisch, rechtspopulistisch und rechtsradikal eingeschätzt. In der praktischen Politik tritt die Partei vorwiegend mit extremistischen Parolen und Forderungen auf und kaum mit liberalen Gedanken. So versteckt die LDPR laut Beobachtern ihren Rechtsextremismus hinter „patriotischen“ Positionen.<ref name="bpb-210">Diana Laarz: Die Opposition in Russland. In: bpb.de. 8. August 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. März 2018; abgerufen am 31. Dezember 2016.</ref> Auch widerspricht der offiziell propagierte Grundgedanke der Chancengleichheit zahlreichen Forderungen der Partei nach gewollter Bevorzugung von Russen gegenüber nationalen Minderheiten in der Russischen Föderation.<ref name="books-NPkH-7BCB6AC-114">Sebastian Smith: Allah's Mountains. Tauris Parke Paperbacks, 2006, ISBN 978-1-85043-979-0, S. 114 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Auch werden antisemitische Züge in der Parteilinie ausgemacht.<ref>Die russischen Parlamentswahlen 2003. (PDF; 534 kB) Forschungsstelle Osteuropa Bremen, Dezember 2003, abgerufen am 7. August 2015.</ref> Die Partei befürwortet die Todesstrafe für Kriminelle.<ref name="bpb-210" /> Während der russischen Annexion der Krim-Halbinsel 2014 schlug die Partei Polen, Rumänien und Ungarn die Teilung des Westens der Ukraine vor. Weiterhin werden der Partei mitunter auch panslawistische, neoimperialistische,<ref name="vz-2011795058">Либерал-демократический национализм. In: vz.ru. 9. September 2011, abgerufen am 31. Dezember 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> antikommunistische und etatistische Bestrebungen zugeschrieben. Dennoch unterstützt sie politisch oft Vorhaben der konservativen russischen Regierungspartei Einiges Russland, weshalb manche politischen Kommentatoren ihre generelle Oppositionseigenschaft in Frage stellen sowie die Ernsthaftigkeit ihrer politischen Forderungen.<ref>https://mdz-moskau.eu/systemopposition-nicht-mehr-gefragt/</ref>
Innere Struktur
Das oberste Organ der Partei ist der einmal in vier Jahren einberufene Parteitag. Zwischen den Parteitagen ist das Spitzengremium der sogenannte „Oberste Rat“, der vom Parteitag gewählt wird.
Geschichte der Partei
Die LDPR wurde 1991 unter der Regie des KGB als Liberal-Demokratische Partei der Sowjetunion gegründet und 1992 in LDPR umbenannt. Gründer und Vorsitzender der Partei war Wladimir Schirinowski. Sein Führungsstil galt als extrem populistisch, seine politischen Parolen konnten sehr leicht von extrem rechten zu extrem linken Inhalten wechseln. Dank seiner provokativen Haltung und Aussagen genoss er geringe, aber konstante Popularität.
Bei der Parlamentswahl in Russland 1993 wurden die LDPR mit 22,92 Prozent stärkste Kraft. Bei der Parlamentswahl 2003 erreichte die Partei 11,6 Prozent der Stimmen und wurde mit 36 von 450 Sitzen drittstärkste Fraktion. Bei der Präsidentschaftswahl 2004 nominierte die Partei den ehemaligen Leibwächter Schirinowskis, Oleg Malyschkin, als Kandidaten. Bei der Parlamentswahl 2007 behauptete sie ihre Position als drittstärkste Fraktion, auch wenn sie an Stimmen verlor, 2021 zog sie nur mit deutlichen Verlusten erneut ins landesweite Parlament ein<ref>https://www.kommersant.ru/doc/4988399</ref>.
Seit dem 16. Dezember 2022 unterliegt die Partei aufgrund ihrer Unterstützung des Russischen Überfalls auf die Ukraine den Sanktionen der EU.<ref>Durchführungsverordnung (EU) 2022/2476 des Rates vom 16. Dezember 2022 zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 269/2014 über restriktive Maßnahmen angesichts von Handlungen, die die territoriale Unversehrtheit, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine untergraben oder bedrohenVorlage:Abrufdatum. In: Amtsblatt der Europäischen Union. L, Nr. 322 I, 16. Dezember 2022, S. 424.</ref>
Wahlergebnisse
Präsidentschaftswahlen der Russischen Föderation
| Wahlen | Kandidat | Stimmen | Prozent |
|---|---|---|---|
| Präsidentschaftswahl in Russland 1996 | Wladimir Schirinowski | 4.311.479 | 5,7 % |
| Präsidentschaftswahl in Russland 2000 | Wladimir Schirinowski | 2.026.513 | 2,7 % |
| Präsidentschaftswahl in Russland 2004 | Oleg Malyschkin | 1.405.396 | 2,0 % |
| Präsidentschaftswahl in Russland 2008 | Wladimir Schirinowski | 6.988.510 | 9,3 % |
| Präsidentschaftswahl in Russland 2012 | Wladimir Schirinowski | 4.458.103 | 6,2 % |
| Präsidentschaftswahl in Russland 2018 | Wladimir Schirinowski | 4.154.638 | 5,6 % |
| Präsidentschaftswahl in Russland 2024 | Leonid Sluzki | 2.795.629 | 3,2 % |
Wahlen zur Staatsduma der Russischen Föderation
| Wahlen | Stimmen | Prozent | Mandate |
|---|---|---|---|
| Parlamentswahl in Russland 1993 | 12.318.562 | 22,9 % | 64 |
| Parlamentswahl in Russland 1995 | 7.737.431 | 11,2 % | 51 |
| Parlamentswahl in Russland 1999 | 3.990.038 | 6,0 % | 17 |
| Parlamentswahl in Russland 2003 | 6.944.322 | 11,5 % | 36 |
| Parlamentswahl in Russland 2007 | 5.660.823 | 8,1 % | 40 |
| Parlamentswahl in Russland 2011 | 7.664.516 | 11,7 % | 56 |
| Parlamentswahl in Russland 2016 | 6.917.063 | 13,1 % | 39 |
| Parlamentswahl in Russland 2021 | 4.252.252 | 7,6 % | 21 |
Internationale Kooperation
Die LDPR unterhielt ab 1992 enge Beziehungen zur rechtsextremen Deutschen Volksunion. Der damalige Parteivorsitzende Gerhard Frey reiste hierzu mehrfach nach Moskau, um sich mit Schirinowski zu treffen. 1995 kühlte das Verhältnis zwischen den Parteien ab, nachdem Schirinowski in einem Interview erklärt hatte, die Welt solle „Angst vor Russland haben“ und Deutschland müsse „so klein wie Österreich“ sein.<ref>Rechtsextremisten: Zwist mit Schirinowski. Abgerufen am 23. August 2022.</ref>
Prominente Mitglieder
- Wladimir Schirinowski (Leitfigur, ehemaliger Präsidentschaftskandidat, stellvertretender Dumavorsitzender), † 2022
- Oleg Malyschkin (ehemaliger Präsidentschaftskandidat)
- Igor Lebedew (Fraktionsvorsitzender der LDPR in der Duma), ausgetreten
- Alexei Ostrowski (engster Berater von Schirinowski, Gouverneur des Smolensker Verwaltungsbezirks)
- Dima Bilan (Popsänger)
- Andrei Lugowoi, bekannt durch die Affäre um die Ermordung Alexander Litwinenko
- Sergei Furgal, der im Juli 2020 aufgrund von Vorwürfen, er sei vor etwa 15 Jahren an zwei Morden beteiligt gewesen, verhaftete vormalige Gouverneur des Kraj Chabarowsk im Fernen Osten der Russischen Föderation.
- Michail Degtjarjow, Gouverneur der Region Chabarowsk seit September 2021<ref>Pressemeldung zur Wahl von Michail Degtjarjow, abgerufen am 28. Februar 2022</ref>
- Wiktor But, Transportunternehmer und Waffenhändler.<ref>Released Russian arms dealer Bout joins ultranationalist party. In: aljazeera.com. Al-Jazeera, abgerufen am 12. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Siehe auch
- Liberal-Demokratische Partei (Belarus) – rechtsextreme und dem Präsidenten Aljaksandr Lukaschenka nahestehende Partei in Belarus
Weblinks
- Offizielle Website der LDPR
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Partei (Russische Föderation)
- Rechtsextreme Partei
- Rechtspopulistische Partei
- Faschistische Partei
- Antikommunistische Organisation
- Konservative Partei
- Antisemitische Partei
- Organisation (Moskau)
- Abkürzung
- Parteigründung 1991