Zum Inhalt springen

Orkan Gudrun

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. April 2026 um 11:09 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Gudrun (Erwin)
Sturmholzlager nach dem Orkan Gudrun<ref>vgl. schwedischsprachige Wikipedia: Södra Skogsägarna</ref>, April 2008
Sturmholzlager nach dem Orkan Gudrun<ref>vgl. schwedischsprachige Wikipedia: Södra Skogsägarna</ref>, April 2008
Sturmholzlager nach dem Orkan Gudrun<ref>vgl. schwedischsprachige Wikipedia: Södra Skogsägarna</ref>, April 2008
Unwetter Orkan mit Sturmflut
Großwetterlage Westlage (nordatlantischer Trogorkan)
Daten
Höhepunkt 8.–9. Januar 2005
Windspitze<ref name="SMHI">Den stora januaristormen. SMHI, 4. April 2007, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. März 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), down 5/2010).@1@2Vorlage:Toter Link/www.smhi.se (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> 151 km/h (42 m/s) (Hanö (SE), ‎8. Jan.)
Folgen
Betroffene Gebiete Irland, nördl. Großbritannien, Dänemark, Südnorwegen, Südschweden, Finnland, Estland, nordwestl. Russland
Opfer 17<ref name="Hewston">Richard Hewston, UEA Norwich / University of East Anglia: Windstorm Erwin. 19. März 2007 (last updated) – Synopse (engl.)</ref>
Schadenssumme 2,25 Mrd. €Forstschaden
Karte mit allen verlinkten Seiten Vorlage:SeitenKoordinaten Vorlage:CoordinatesPage

Der Orkan Gudrun, auch Erwin, (Namensgebung Gudrun seitens des norwegischen Norske Meteorologisk Institutt, vom DWD Erwin benannt)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Prognose 20050108 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. November 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.met.fu-berlin.de, met.fu-berlin.de</ref> zog am Wochenende des 8. und 9. Januar 2005 über Irland und Teile Großbritanniens, Dänemarks sowie Norwegens und Schwedens und hatte nach seiner Route durch Schweden eine Windgeschwindigkeit von über 40 m/s (145 km/h).<ref name="SMHI" /><ref name="Hewston" /> Weiters wurden Küstenstädte in Finnland, Russland und Estland von hohen Wasserständen bedroht. Der Sturm forderte insgesamt 17 Todesopfer<ref name="Hewston" /> und war der schwerste Sturm über Nordeuropa seit 15 Jahren.<ref name="Hewston" />

Schweden

Gudrun richtete vor allem im Süden Schwedens in den Provinzen Halland und Småland große Schäden an, wo er der folgenschwerste Sturm seit 35 Jahren<ref name="Hewston" /> war. In einer Nacht wurden ungefähr 160.000 Hektar Wald ein Raub des Orkans, das entspricht der Fläche von ca. 300.000 Fußballfeldern. Das Landwirtschaftsministerium schätzte die sturmgefällte Holzmenge auf 75 Millionen Kubikmeter, vergleichbar mit einer normalen Jahresholzernte von ganz Schweden oder drei bis vier Jahresernten der betroffenen Region.<ref name="SMHI" /> Der Schaden wurde auf umgerechnet 2,25 Milliarden Euro beziffert und ist in den betroffenen Gebieten deutlich sichtbar.<ref name="SMHI" />

Der Wiederaufbau der Infrastruktur ging nur schleppend voran. In der Nacht zum 9. Januar 2005 waren 341.000 Haushalte ohne Stromversorgung; vier Tage nach dem Sturm noch 100.000; nach zwei Wochen immer noch 25.000. Die zu hohe Anzahl von Freileitungen wurde in der Folge stark kritisiert, zumal sie weite Landesteile wochenlang ohne Telekommunikation ließ.

Bei den gefährlichen Aufräumarbeiten in verwüsteten schwedischen Wäldern, zu denen auch Waldarbeiter und Maschinen aus weiten Teilen Europas angefordert wurden, kamen noch weitere Menschen ums Leben. Gudrun übertraf in der Forstwirtschaft die Stürme des Jahres 1969 an Schadwirkung, bei denen 37 Millionen Kubikmeter gefallen waren.<ref name="SMHI" /> Der Windwurf führte zu enormen, den seinerzeit weltgrößten Holzreserven in Südschweden. Vom 14. auf den 15. Januar 2007 warf ein weiterer Winterorkan, Per<ref>vgl. schwedischsprachige Wikipedia: Orkanen Per</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/mobil.sr.seOrkan Per wütet in Schweden - 200 000 Menschen ohne Strom (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot auf der Internetpräsenz von Sveriges Radio</ref><ref>vom DWD Hanno genannt, siehe Wetterkarte Prognose 20070113, met.fu-berlin.de</ref> noch einmal etwa 12 Mio. Kubikmeter.

Norwegen

Auch in Südnorwegen von Østfold bis Nordland, das aber weitaus weniger betroffen war, war Gudrun eine der folgenschwersten Naturkatastrophen der letzten beiden Jahrzehnte.<ref name=dyrast>Gudrun, Hårek und Inga 2005: 160 Mio. kr. (20 Mio. €); Orkan Narve, Jan. 2006: ~ 188 Mio. kr; Sturmfluten 1995: 940 Mio. kr; Orkane 1992: 1.300 Mio. kr (~ 160 Mio. €);
zit. nach Det verste uværet. yr.no, 21. September 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. September 2008; abgerufen am 30. September 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.yr.no</ref>

Quellen

<references />

Weblinks

Siehe auch