Zum Inhalt springen

Klaus Demus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. April 2023 um 08:55 Uhr durch imported>APPERbot (Bot: Vorlage:Worldcat id entfernt (toter Link), siehe WP:BOT/A und Löschdiskussion).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Klaus Demus (* 30. Mai 1927 in Wien; † 14. Februar 2023 ebenda<ref>Manfred Müller: In Memoriam Klaus Demus. Österreichische Gesellschaft für Literatur, 28. Februar 2023, abgerufen am 7. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein österreichischer Kunsthistoriker und Lyriker.

Leben

Paul Celan bezeichnete 1951 Demus als seinen einzigen Freund, dem er auch sein Gedicht „Die Krüge“ widmete, sowie ihm und seiner Frau Nani Demus das Gedicht „Die Winzer“. Demus, der auch mit Ingeborg Bachmann befreundet war, schrieb pantheistische Naturlyrik. Sein Werk steht in der Traditionslinie von Pindar, Friedrich Hölderlin bis zu Hugo von Hofmannsthal und Rudolf Borchardt. Sein Werk markiert eine deutliche Gegenposition zum Sprachpessimismus und Nihilismus der modernen Dichtung. <ref>Quelle: Killy Literaturlexikon, Bd. 2, S. 592, Berlin 2008, de Gruyter</ref> Klaus Demus erhielt 1958 den Förderpreis des Kulturkreises der Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie. <ref>kulturkreis.eu: 1953-1989 Förderpreise, Ehrengaben</ref>

Bis 1987 arbeitete Demus als Kustos im Kunsthistorischen Museum in Wien.

Sein Bruder war der Pianist Jörg Demus.

Werke

  • Das schwere Land. 1958.
  • Morgennacht. 1969.
  • In der neuen Stille. 1974.
  • Das Morgenleuchten. 1979, ISBN 3-7885-0220-7.
  • Schatten vom Wald. 1983, ISBN 3-7885-0262-2.
  • Im Abend dieser Stunde. 1987, ISBN 3-7885-0302-5.
  • Hinausgang. 1990, ISBN 3-7885-0331-9.
  • Die Jahrtausende. 1994, ISBN 3-7885-0500-1.
  • Landwind. 1996, ISBN 3-85409-269-5.
  • Das ungemeine Fünkeln des Hen Kai Pan. Poetisch-pantheistische Fragmente und Momente. 1998, ISBN 3-85409-293-8.
  • In der Nachwelt. Wien 1999, ISBN 3-85409-307-1.
  • Sternzeit. Wien 2001, ISBN 3-85409-345-4.
  • Gleichartigem Zugeflüster. 2002, ISBN 3-85409-370-5.
  • Allgesang. 2005, ISBN 3-85409-415-9.
  • Die Zeiten des Jahres. 2008, ISBN 978-3-85409-491-3.
  • Kosmos. Gedichte. Löcker, Wien 2012.
  • Schlußchoral. Gedichte. Löcker, Wien 2014.
  • Postludium. Gedichte. Löcker, Wien 2017.

Literatur

  • Joachim Seng (Hrsg.): Paul Celan – Klaus Demus und Nani Demus: Briefwechsel. Zusätzlich: Auswahl aus dem Briefwechsel zwischen Gisèle Celan-Lestrange und Klaus & Nani Demus. Suhrkamp, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-518-42122-2 (mit Bildteil).
  • Peter Goßens: Klaus Demus. In: Wilhelm Kühlmann (Hg): Killy Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraums. 2. vollständig überarbeitete Auflage. Band 2: Boa-Den. Berlin: de Gruyter, 2008, S. 591f.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Vorlage:Hinweisbaustein