Zum Inhalt springen

Josef Goubeau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. Dezember 2025 um 15:31 Uhr durch imported>Silewe (Normdaten ergänzt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Josef Goubeau (* 31. März 1901 in Augsburg; † 18. Oktober 1990 in Stuttgart) war ein deutscher Chemiker.

Leben und Werk

Goubeau studierte ab 1921 Chemie an der Universität München und promovierte dort 1926 bei Eduard Zintl über die Bestimmung der Atommasse des Kaliums.<ref>Informationen zu und akademischer Stammbaum von Josef Goubeau bei academictree.orgVorlage:Abrufdatum</ref> Anschließend arbeitete er ein Jahr an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und ab 1929 der Bergakademie Clausthal, wo er sich 1935 über den Raman-Effekt in der analytischen Chemie habilitierte.

Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten wurde er 1933 Mitglied der SA und stieg innerhalb der SA zum Blockleiter und Rottenführer auf.<ref name="Klee184">Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S. 194.</ref> Nach seiner Habilitation lehrte er noch zwei Jahre an der Bergakademie, bevor er 1937 an die Universität Göttingen wechselte. Am 25. Mai 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.890.490).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/11580548</ref> 1940 wurde er in Göttingen zum außerplanmäßigen Professor und 1943 zum ao. Professor ernannt.<ref name="Klee184" />

Seit 1951 war er ordentlicher Professor an der Technischen Hochschule Stuttgart und daneben Direktor des Labors für anorganische Chemie.<ref name="Klee184" /> Im Jahr 1958 wurde Goubeau zum Mitglied der Leopoldina und zum ordentlichen Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften gewählt.<ref>Mitglieder: Josef Goubeau. Heidelberger Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 1. Oktober 2025.</ref> 1966 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt.<ref>Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001 (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse. Folge 3, Bd. 246 = Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse. Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 95.</ref>

Goubeaus Arbeitsgebiet war die anorganische synthetische Chemie und Spektroskopie von Verbindungen des Bors, Siliciums und Phosphors. Bedeutend waren vor allem seine grundlegenden Arbeiten zur Schwingungsspektroskopie und zu Kraftkonstanten als Maß der Stärke chemischer Bindungen.

Ehrungen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein