Nordstreifenkiwi
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| Nordstreifenkiwi | ||||||||||||
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Nordstreifenkiwi (Apteryx mantelli) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Apteryx mantelli | ||||||||||||
| Bartlett, AD, 1850 |
Der Nordstreifenkiwi<ref name="barthel"/><ref name="Avibase"/> (Apteryx mantelli, Syn.: Apteryx bulleri<ref name="Sales"/>), auch Nördlicher Streifenkiwi, Brauner Kiwi oder Nordkiwi, ist eine große<ref name="Robertson"/> Kiwiart. Auf der neuseeländischen Nordinsel und auf vorgelagerten Inseln Neuseelands beheimatet, ist er zwar eine der häufigeren Kiwi-Arten, durch den Jagddruck von Weißen eingeschleppter Raubtiere aber dennoch vielerorts selten geworden oder gar ausgerottet.
Traditionell wurde der Nordstreifenkiwi als Apteryx australis mantelli, eine Unterart des Südstreifenkiwis angesehen<ref name="ebird"/>; inzwischen gilt er als eigenständige Art<ref name="worldbirdnames"/>.
Merkmale
Der Nordstreifenkiwi ist ein großer<ref name="Robertson"/> Kiwi, der eine Körperlänge von 50 bis 65 cm erreicht. Die Männchen werden 1440 bis 3060 g schwer, ihre Schnabellänge misst 110 bis 155 mm. Weibchen erreichen ein Gewicht von 2060 bis 3850 g und eine Schnabellänge von 130 bis 205 mm. Der Schwanz ist bei dem flugunfähigen Vogel nicht erkennbar, seine kleinen Flügel sind verkümmert.<ref name="Robertson"/><ref name="Handbook"/> Er ist dunkelbraun mit rötlichbrauner und schwarzer Strichelung.<ref name="Robertson"/> Die Unterseite ist blass gräulich braun. Das Gefieder fühlt sich rau an, immer wieder tritt Albinismus auf.<ref name="Roots"/> Im Gegensatz zu den kurzen Gesichtsborsten anderer Arten sind die Borsten im Gesicht des Nordstreifenkiwis lang.<ref name="Sales"/> Der Schnabel ist hell hornfarben, die Füße braun.<ref name="Roots"/>
Verbreitung
Der Nordstreifenkiwi ist der einzige freilebende Kiwi der Nordinsel.<ref name="Robertson"/> Er kommt dort und auf einigen vorgelagerten Inseln Neuseelands in isolierten und fragmentierten Populationen vor. Auf der Nordinsel ist er stellenweise häufig, meist sind es jedoch verstreute Bestände. Er kommt auf der Coromandel Peninsula, in den Regionen Bay of Plenty und Gisborne und bis zum nördlichen Ruahine Range, sowie vom Tongariro Vulkan-Massiv bis Taranaki vor. Stabile Bestände gibt es auf {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kawau Island und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Auf Kapiti Island kommen Hybride vor.<ref name="IUCN"/>
Neue Populationen haben sich auf der Tawharanui Peninsula (nördliches Auckland), im Maungatautari Gebiet (Waikato-Region), auf Cape Kidnappers ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), bei Pukaha/Mount Bruce (Wairarapa) und in der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Wellington) etabliert. Zur Zeit der Besiedlung durch die Europäer war der Nordstreifenkiwi weiter verbreitet, insbesondere auf der Northland Peninsula und in der Waikato-Region.<ref name="Robertson"/>
Lebensraum und Lebensweise
Der Nordstreifenkiwi bevorzugt dichte subtropische Wälder, lebt aber auch in aufgeforsteten Wäldern, in Pflanzungen eingeführter Kiefern, in Strauch- und Dornbuschsteppe, Grasland und sogar in Sanddünen<ref name="Sales"/>.<ref name="IUCN"/> Er kommt von Meereshöhe bis in 1400 m Höhe nördlich der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Schlucht vor.<ref name="Robertson"/>
Der Nordstreifenkiwi ernährt sich hauptsächlich von wirbellosen Tieren. Die nächtliche und versteckte Lebensweise macht es praktisch unmöglich die Nahrungsaufnahme zu beobachten; im Vogelmagen und im Kot wurden als größter Anteil der Nahrung Ringelwürmer ausgemacht. Daneben gibt es Berichte über pflanzliches Material wie Pflanzenblätter und Moose.<ref name="Sales"/> Das Gelege besteht aus ein bis zwei weißen<ref name="Sales"/> Eiern. Bei einem Körpergewicht der Weibchen von 2,09 bis 3,27 kg wiegt ein Ei 330 bis 519 g. Mit einem Gewicht von 416 g ist ein Ei etwa 400 % schwerer, als es allometrisch von einem Vogel mit einem Körpergewicht von 2,2 kg zu erwarten wäre.<ref name="Sales"/> Die Eier werden hauptsächlich vom Männchen bebrütet; die Brutdauer zwischen 74 und 84 Tagen gilt als eine der längsten in der Vogelwelt. Die Küken schlüpfen vollständig befiedert und verlassen das Nest ohne Begleitung nach etwa einer Woche.<ref name="IUCN"/>
Gefährdung
1996 wurde der Bestand noch auf 35.000 Tiere geschätzt, für 2008 wurde von 25.000 Individuen ausgegangen. Davon entfallen 8000 auf die Northland, 1000 auf die Coromandel-Halbinsel und 8000 auf die westliche und die östliche Population. Der Bestand auf der Nordinsel könnte durch Habitatverlust und durch die Bejagung durch Hunde, Katzen, Frettchen und Hermeline sehr schnell zurückgehen; wegen der stabilen Inselpopulationen und der Eindämmung der Prädatoren in ausgewählten Nordinsel-Populationen ist der allgemeine Rückgang wahrscheinlich langsamer. Von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) wird die Art als gefährdet (Vulnerable, VU) eingestuft.<ref name="IUCN" />
Literatur
- Peter H. Barthel, Christine Barthel, Einhard Bezzel, Pascal Eckhoff, Renate van den Elzen, Christoph Hinkelmann, Frank Dieter Steinheimer: Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen. 3. Auflage. Deutsche Ornithologen-Gesellschaft, Radolfzell 2022 (do-g.de [PDF]).
- Josep del Hoyo u. a.: Handbook of the Birds of the World. Band 1: Ostrich to Ducks. Lynx Edicions, 1992, ISBN 84-87334-10-5.
- Stephen J. Davies: Ratites and Tinamous. Oxford University Press, 2002, ISBN 0-19-854996-2.
- Burbidge et al. (2003): Molecular and other biological evidence supports the recognition of at least three species of brown kiwi. Conservation Genetics 4, S. 167–177.
Einzelnachweise
<references> <ref name="barthel">Peter H. Barthel, Christine Barthel, Einhard Bezzel, Pascal Eckhoff, Renate van den Elzen, Christoph Hinkelmann, Frank Dieter Steinheimer: Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen. 3. Auflage. Deutsche Ornithologen-Gesellschaft, Radolfzell 2022 (do-g.de [PDF]).</ref> <ref name="Robertson">H. A. Robertson: North Island brown kiwi. In C. M. Miskelly (ed.) New Zealand Birds Online. (North Island brown kiwi Apteryx mantelli Bartlett, 1852) </ref> <ref name="Handbook">J. del Hoyo, N. Collar, E. F. J. Garcia, E.F.J: Northern Brown Kiwi (Apteryx mantelli). In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, E. de Juana (eds.) 2014 Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Edicions, Barcelona. Online.</ref> <ref name="Roots">Clive Roots: Flightless Birds. Greenwood Pub Group Inc., 2006, ISBN 978-0313335457, S. 36.</ref> <ref name="Avibase">North Island Kiwi (Apteryx mantelli) bei Avibase</ref> <ref name="ebird">Vorlage:EBird.org</ref> <ref name="worldbirdnames">IOC World Bird List version 5.1 5 - Kiwis, Family Apterygidae</ref> <ref name="IUCN">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2023.1. Eingestellt von: BirdLife International, 2018. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Sales">James Sales: The endangered kiwi: a review. In: Folia Zoologica 54, 2005, S. 1–20. (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Online ( des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref> </references>
Weblinks
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2023.1. Eingestellt von: BirdLife International, 2018. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- BirdLife International: Species Factsheet – Northern Brown Kiwi (Apteryx mantelli)
- Vorlage:EBird.org
- Nordstreifenkiwi (Apteryx mantelli) bei Avibase
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Nordstreifenkiwi (Apteryx mantelli)
- Brown Kiwi (Apteryx mantelli) in der Encyclopedia of Life. (englisch).