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Magnesiumnitrat

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Strukturformel
Struktur von Magnesiumnitrat
Allgemeines
Name Magnesiumnitrat
Andere Namen

Vorlage:INCI

Summenformel Mg(NO3)2
Mg(NO3)2 · 6 H2O
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser Feststoff<ref name="Merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 233-826-7
ECHA-InfoCard 100.030.739
PubChem 25212
ChemSpider 23415
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 148,3 g·mol−1
256,4 g·mol−1 (Hexahydrat)
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,46 g·cm−3 (Hexahydrat)<ref name="Merck"/>

Schmelzpunkt

89 °C (Hexahydrat)<ref name="Merck"/>

Siedepunkt
  • Kristallwasserabgabe > 90 °C<ref name="Merck"/>
  • Zersetzung bei 330 °C<ref name="Merck"/>
Löslichkeit
  • gut löslich in Wasser (712 g·l−1 bei 25 °C)<ref name="Richard C. Ropp">Richard C. Ropp: Encyclopedia of the Alkaline Earth Compounds. Newnes, 2012, ISBN 0-444-59553-8, S. 217 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
  • gut löslich in Wasser (Hexahydrat 420 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="Merck"/>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 272
P: 210​‐​220​‐​221​‐​280​‐​370+378​‐​501<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

5440 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Magnesiumnitrat ist das Magnesiumsalz der Salpetersäure. Es ist hygroskopisch („feuchtigkeitsanziehend“) und hat die Summenformel Mg(NO3)2.

Vorkommen

Das Hexahydrat von Magnesiumnitrat kommt natürlich als Mineral Nitromagnesit vor.<ref name="Richard C. Ropp" />

Herstellung

Magnesiumnitrat kann durch Reaktion von Magnesium mit Distickstofftetroxid in Ethylacetat gewonnen werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 912.</ref>

<math>\mathrm{Mg + 2 \ N_2O_4 \longrightarrow Mg(NO_3)_2 + 2 \ NO}</math>

Magnesiumnitrat entsteht durch die Neutralisation von Magnesiumhydroxid und Salpetersäure (siehe auch Titration, Synthese (Chemie)).

<math>\mathrm{Mg(OH)_2 + 2 HNO_3 \longrightarrow Mg(NO_3)_2 + 2 H_2O}</math>

Ebenfalls möglich ist die Reaktion von Magnesium mit Salpetersäure oder durch Reaktion von Magnesiumhydroxid mit Ammoniumnitrat.<ref name="Richard C. Ropp" />

Eigenschaften

Magnesiumnitrat ist ein farb- und geruchloser Feststoff, der gut löslich in Wasser ist.<ref name="GESTIS" /> Das Hexahydrat besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P21/c (Raumgruppen-Nr. 14)Vorlage:Raumgruppe/14. Bei 88,9 °C beginnt dieses sein Kristallwasser abzugeben und die Verbindung löst sich (schmilzt) in diesem.<ref name="Richard C. Ropp" />

Verwendung

Magnesiumnitrat wird als Dünger, Latentwärmespeicher (als Hexahydrat) oder in der Keramikindustrie eingesetzt. Ferner ist es ein bauschädliches Salz und wird bei der Entwässerung von Salpetersäure verwendet (siehe auch Nitrate).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

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