Zum Inhalt springen

(818) Kapteynia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. Februar 2026 um 17:47 Uhr durch imported>Ayyur (Ergänzung).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Infobox Asteroid/styles.css" />

Asteroid
(818) Kapteynia
{{{Bild}}}
{{{Bildtext}}}
{{{Bild2}}}
{{{Bildtext2}}}
Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3.17347 AE
Exzentrizität 0.089451
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 15.62976 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 64,3 km ± 1,7 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,10
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Max Wolf
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1916 DF, 1929 JC
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(818) Kapteynia ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 21. Februar 1916 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,4 mag entdeckt wurde.

Der Asteroid ist benannt zu Ehren von Jacobus C. Kapteyn (1851–1922), der von 1878 bis 1921 Direktor des Astronomischen Instituts der Universität Groningen war. Er leistete Pionierarbeit auf dem Gebiet der Galaxienstruktur, initiierte den Plan der Ausgewählten Gebiete und leistete einen wichtigen Beitrag zur fotografischen Durchmusterung am Observatorium von Kapstadt.

(818) Kapteynia befindet sich in einer Dreikörperresonanz mit Jupiter und Saturn, denn ihre doppelte gemittelte Umlauffrequenz (Kehrwert der siderischen Periode) ist etwa gleich groß wie die fünffache Umlauffrequenz von Jupiter minus die doppelte Umlauffrequenz Saturns.<ref>E. A. Smirnov, I. I. Shevchenko: Massive identification of asteroids in three-body resonances. In: Icarus. Band 222, Nr. 1, 2013, S. 220–228, doi:10.1016/j.icarus.2012.10.034 (arXiv-Preprint: PDF; 2,70 MB).</ref>

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (818) Kapteynia, für die damals Werte von 49,5 km bzw. 0,17 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref> Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 60,9 oder 64,2 km bzw. 0,10 oder 0,09.<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, C. Nugent, M. S. Cabrera: Preliminary Analysis of WISE/NEOWISE 3-Band Cryogenic and Post-cryogenic Observations of Main Belt Asteroids. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 759, Nr. 1, L8, 2012, S. 1–8, doi:10.1088/2041-8205/759/1/L8 (PDF; 3,27 MB).</ref>

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 30. April bis 14. Mai 2002 am Santana Observatory in Kalifornien. Aus der während sieben Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 16,35 h abgeleitet.<ref>R. D. Stephens: Photometry of 769 Tatjana, 818 Kapteyna, 1922 Zulu, and 3687 Dzus. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 29, Nr. 4, 2002, S. 72–73, bibcode:2002MPBu...29...72S (PDF; 159 kB).</ref> Das könnte aber eine Fehlauswertung gewesen sein, denn aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2020 eine retrograde Rotation mit einer Periode von 17,4610 h berechnet werden.<ref>J. Ďurech, J. Tonry, N. Erasmus, L. Denneau, A. N. Heinze, H. Flewelling, R. Vančo: Asteroid models reconstructed from ATLAS photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 643, A59, 2020, S. 1–5, doi:10.1051/0004-6361/202037729 (PDF; 756 kB).</ref>

Aus den Daten von ATLAS wurde dann in einer weiteren Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 17,461 h bestimmt.<ref>J. Ďurech, M. Vávra, R. Vančo, N. Erasmus: Rotation Periods of Asteroids Determined With Bootstrap Convex Inversion From ATLAS Photometry. In: Frontiers in Astronomy and Space Sciences. Band 9, 2022, S. 1–7, doi:10.3389/fspas.2022.809771 (PDF; 1,01 MB).</ref> Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 17,4603 h berechnet.<ref>J. Ďurech, J. Hanuš: Reconstruction of asteroid spin states from Gaia DR3 photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 675, A24, 2023, S. 1–13, doi:10.1051/0004-6361/202345889 (PDF; 32,9 MB).</ref>

Neue photometrische Beobachtungen erfolgten vom 23. April bis 4. Juni 2025 am Organ Mesa Observatory in New Mexico, dabei wurde aus der während acht Nächten aufgezeichneten Lichtkurve eine Rotationsperiode von 17,462 h bestimmt.<ref>F. Pilcher: Lightcurves And Rotation Periods of 57 Mnemosyne, 818 Kapteynia, 896 Sphinx, and 992 Swasey. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 52, Nr. 4, 2025, S. 303–305, bibcode:2025MPBu...52..303P (PDF; 1,00 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />