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Reddighausen

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Reddighausen
Stadt Hatzfeld
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(759)&title=Reddighausen 51° 1′ N, 8° 35′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(759) 51° 0′ 37″ N, 8° 35′ 17″ O
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Höhe: 341 (320–380) m ü. NHN
Fläche: 7,52 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 759 (31. März 2022)<ref>Zahlen, Daten, Fakten. Stadt Hatzfeld, abgerufen am 13. September 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 35116
Vorwahl: 06452

Reddighausen ist ein Stadtteil von Hatzfeld im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geographische Lage

Reddighausen liegt etwa 3,3 km nordöstlich des Hatzfelder Kernorts an der Eder. Es ist umrahmt von bewaldeten Bergen des Ederberglandes und befindet sich auf etwa 320 m Höhe. Ederaufwärts liegt der Hatzfelder Ortsteil Holzhausen und flussabwärts der Battenberger Ortsteil Dodenau.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1278 als Redinchusen zurück.<ref name="lagis" /> Vorher nahm man das 1286 genannte Redenkusen als Ersterwähnung an. Um 1400 gehört der Ort zum Amt Battenberg.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Reddighausen:

„Reddighausen (L. Bez. Battenberg) evangel. Filialdorf; liegt 1 St. von Battenberg, hat 60 Häuser und 408 Einwohner, die alle evangelisch sind. Der größte Theil der Einwohner besteht aus Bauern. Reddighausen kommt in frühern Zeiten unter dem Namen Rendelhusen vor.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>

Zum 1. Januar 1974 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Reddighausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz in die Stadt Hatzfeld (Eder) eingegliedert.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Frankenberg und Waldeck (GVBl. II 330-23) vom 4. Oktober 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 359, § 14 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,3 MB]).</ref><ref></ref> Für Reddighausen wurde wie für die übrigen Stadtteile ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 51 kB) §; 6. In: Webauftritt. Stadt Hatzfeld, abgerufen im März 2019.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Reddighausen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Die Zugehörigkeit des Amtes Battenberg anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567–1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604–1638. und Hessen-Darmstadt 1567–1866. </ref>

Einwohnerentwicklung

• 1502: 006 Männer<ref name="lagis" />
• 1577: 025 Hausgesesse<ref name="lagis" />
• 1712: 031 Haushaltungen<ref name="lagis" />
• 1791: 298 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
• 1800: 312 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" />
• 1806: 369 Einwohner, 50 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
• 1829: 408 Einwohner, 60 Häuser<ref name="GW" />
Reddighausen: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2019
Jahr  Einwohner
1791
  
298
1800
  
312
1806
  
369
1829
  
408
1834
  
453
1840
  
474
1846
  
506
1852
  
550
1858
  
560
1864
  
508
1871
  
463
1875
  
435
1885
  
459
1895
  
449
1905
  
434
1910
  
455
1925
  
522
1939
  
549
1946
  
822
1950
  
848
1956
  
780
1961
  
786
1967
  
793
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
763
2015
  
810
2019
  
807
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: <ref name="lagis" />; Stadt Hatzfeld (Webarchiv): 2015, 2019:<ref name="DF">„Zahlen, Daten, Fakten“ In: Webauftritt der Stadt Hatzfeld, abgerufen im November 2020.</ref>; Zensus 2011<ref name="Z2011">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref>

Historische Religionszugehörigkeit

• 1829: 408 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="GW" />
• 1885: 457 evangelische (= 99,56 %), 2 katholische (= 0,44 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 692 evangelische (= 88,04 %), 85 katholische (= 10,81 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Tourismus

Der Fremdenverkehr spielt in Reddighausen eine bedeutende Rolle. Der Ort ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und besitzt ein umfangreiches Netz von Wanderwegen. 2012 wurde nahe Reddighausen der 186 km lange Ederradweg von der Ederquelle bis Edersee fertiggestellt.

Ein kombinierter Waldlehr- und Vogelschutzpfad besteht in der Gemarkung der nahe gelegenen Stadt Hatzfeld. In der Nähe befindet sich das Wintersportzentrum Sackpfeife, wo sich auch eine Sommerrodelbahn befindet.

In Reddighausen wird in regelmäßigen Abständen für Motorradfahrer das "Euro-Gespann-Treffen" ausgerichtet.

Verkehr

Der Bahnhof Reddighausen und der Haltepunkt Reddighäuser Hammer lag an der Bahnstrecke Bad Berleburg–Allendorf, welche stillgelegt ist.

Literatur

  • Georg Dehio/Ernst Gall/Magnus Backes: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Hessen, 2. Auflage Sonderausgabe Darmstadt 1982. S. 732.
  • Vorlage:HessBib

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Reddighausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 182 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 195 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 237 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> </references>

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