Zum Inhalt springen

Sadako Sasaki

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. Oktober 2025 um 07:32 Uhr durch imported>Gelbes Tempo (Barrierefreiheit und Position der Bilder).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Sadako Sasaki steht in einer kargen Landschaft und blickt ohne zu lächeln in die Kamera
Sadako Sasaki, März 1955

Sadako Sasaki (japanisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 7. Januar 1943 in Hiroshima; † 25. Oktober 1955 ebenda) war eine japanische Schülerin, die zur weltweit bekanntesten Hibakusha (Überlebende der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki) wurde.

Leben

Sadako Sasaki war zum Zeitpunkt des Atombombenabwurfs durch die USA am 6. August 1945 2½ Jahre alt und wuchs danach als scheinbar gesundes, athletisches Mädchen heran. Am 10. Januar 1955 wurde bei ihr Leukämie diagnostiziert, eine bei Überlebenden des Atombombenabwurfes häufig auftretende Krebserkrankung.

Sadakos beste Freundin erzählte ihr von einer alten japanischen Legende, nach der derjenige, der 1000 Origami-Kraniche ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Senbazuru) falte, von den Göttern einen Wunsch erfüllt bekomme. Sadako begann daraufhin, während ihres mehrmonatigen Krankenhausaufenthaltes Papierkraniche zu falten. Nachdem sie innerhalb von weniger als einem Monat 1000 Kraniche fertiggestellt hatte, setzte sie ihre Arbeit in der Hoffnung auf Heilung fort.<ref>A Young Girl’s Death from the A-bomb – Sadako Sasaki. Friedensmuseum Hiroshima, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. September 2012; abgerufen am 16. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ihr Bruder Masahiro Sasaki spricht von insgesamt rund 1600 Kranichen, die Sadako bis zu ihrem Tod faltete.<ref>Masahiro Sasaki: Meine kleine Schwester Sadako. Hrsg.: Ingrid Mitterecker, Christian Mitterecker. 1. Auflage. Verlag ingridundchristian.at, Heiligenbrunn 2014, ISBN 978-3-903019-00-3.</ref>

Andenken und Denkmäler

Schwarz-Weiß-Aufnahme des mit Blumen geschmückten Sargs von Sadako Sasaki. Nur das Gesicht des Kindes ist nicht von Blumen bedeckt.
Sadako Sasaki aufgebahrt, Oktober 1955
Ein Stein, auf dem ein Origami-Kranich abgebildet ist
Origami-Kranich auf dem Anti-Atom-Denkmal im Hiroshima-Nagasaki-Park in Köln

Über Sadako Sasakis Lebensgeschichte sind zahlreiche Bücher erschienen, wodurch ihre Geschichte zum international bekanntesten Fall einer Atombombenschädigung geworden ist. Auch heute noch kennt in Hiroshima jedes Kind ihre Geschichte.<ref>Till Mayer: Jahrestag der Atombombe – Hiroshima stemmt sich gegen das Vergessen. In: Spiegel Online. 6. August 2010, abgerufen am 16. Dezember 2024.</ref>

Aufgrund der weltweiten Verbreitung und Anteilnahme, die die Geschichte von Sadako Sasaki fand, wurden Origami-Kraniche zu einem Symbol der internationalen Friedensbewegung und des Widerstands gegen den Atomkrieg.

In Japan wurde mit den in Sadakos Namen eingegangenen Spenden 1958 in Hiroshima in unmittelbarer Nähe des Friedensmuseums und der Atombombenkuppel im Friedenspark ein von Glaskästen umgebenes Monument, gestaltet von Kikuchi Kazuo mit der beflügelten Statue Sadakos, für den Weltkinderfrieden errichtet, das Kinder-Friedensdenkmal. Die Kästen werden regelmäßig mit aus der ganzen Welt zugesandten Papierkranichen neu gefüllt, und seit 1989 findet dort jedes Jahr Ende Juli eine Gedenkveranstaltung statt.

In den USA entstand 1990 auf Initiative von Floyd Schmoe, dem Preisträger des Hiroshima-Friedenspreises 1988, in Seattle im US-Bundesstaat Washington nahe der University of Washington der Seattle Peace Park. Dieser Friedenspark, für den Schmoe sein Preisgeld von 5000 US-Dollar stiftete, wurde am 6. August 1990, dem 45. Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima, eingeweiht und enthält eine lebensgroße Bronzestatue von Sadako Sasaki mit einem Origami-Kranich in der erhobenen rechten Hand. Er wird jedes Jahr von Hunderten von Kindern besucht, die Papierkraniche an der Statue ablegen und damit ein Zeichen für ihren Wunsch nach Frieden in der Welt setzen.<ref>Kit Oldham: Seattle Peace Park is dedicated on August 6, 1990. In: HistoryLink.org. 13. März 2010, abgerufen am 16. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 8. Mai 2001 wurde in Bremen-Vegesack eine Metallskulptur des Kranichs als Friedenssymbol vor dem Gustav-Heinemann-Bürgerhaus aufgestellt.<ref name="friedensschule">Der Kranich als Friedenssymbol. In: friedensschule-bremen.de. Internationale Friedensschule Bremen, abgerufen am 17. Januar 2021.</ref>

Am 5. August 2007 wurde in Köln das Mahnmal „Atomwaffen abschaffen“ im Hiroshima-Nagasaki-Park enthüllt, das einen symbolischen Origami-Kranich zeigt und an das Schicksal von Sadako Sasaki erinnert.

Am 17. Oktober 2023 wurde im Essener Krupp-Park im Beisein von Oberbürgermeister Thomas Kufen das Sadako-Friedensdenkmal enthüllt.<ref>Oberbürgermeister Thomas Kufen bei der Enthüllung des Sadako-Friedensdenkmals; In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 18. Oktober 2023</ref>

Literatur

  • Masahiro Sasaki: Meine kleine Schwester Sadako. Übersetzt von Mio Aizawa, Hrsg. von Ingrid Mitterecker, Christian Mitterecker. Verlag ingridundchristian.at, Heiligenbrunn 2014, ISBN 978-3-903019-00-3.
  • Karl Bruckner: Sadako will leben. G & G Verlagsgesellschaft, Wien 2005 [1961], ISBN 3-7074-0275-4.
  • Eleanor Coerr: Sadako und die tausend Papierkraniche. Illustriert von Goro Shikoku, Vorwort von Takeshi Araki und Herbert Schmalstieg. Aus dem Englischen übersetzt von Peter Fischer. Postskriptum, Hannover 1986, ISBN 978-3-922382-34-8.
  • Eleanor Coerr: Sadako. Altberliner Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-357-00677-4.
  • Ingrid Mitterecker, Christian Mitterecker: Sadakos Plan. Verlag ingridundchristian.at, Heiligenbrunn 2016, ISBN 978-3-903019-16-4.
  • Ingrid Mitterecker, Christian Mitterecker: Die Dankbarkeit des Kranichs. Von Hiroshima bis Fukushima. Wieser Verlag, Klagenfurt 2011, ISBN 978-3-85129-944-1.

Weblinks

Commons: Sadako Sasaki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein