GV (Nervenkampfstoff)
| Strukturformel | |||||||||||||
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| Struktur von GV | |||||||||||||
| Vereinfachte Strukturformel ohne Stereochemie | |||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | GV | ||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C6H16FN2O2P | ||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose, hochviskose Flüssigkeit<ref name="ccwa" /> | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 198,18 g·mol−1 | ||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | ||||||||||||
| Dichte |
1,11 g·cm−3 (25 °C)<ref name="ccwa" /> | ||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−110 °C<ref name="ccwa">Steven L. Hoenig: Compendium of chemical warfare agents. Springer, New York NY 2007, ISBN 978-0-387-34626-7 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> | ||||||||||||
| Siedepunkt |
226 °C<ref name="ccwa" /> | ||||||||||||
| Dampfdruck |
6,5 Pa (25 °C)<ref name="ccwa" /> | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Toxikologische Daten |
11–1222 µg·kg−1 (LD50, Nagetier, transdermal)<ref name="ccwa" /> | ||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
GV ist die Bezeichnung für einen sowjetischen Nervenkampfstoff, welcher strukturell dem Nervengift Soman ähnlich ist. Vom US-Verteidigungsministerium und der NATO bekam dieser Kampfstoff die Bezeichnung GV (G für Germany; V für engl. viscous „zäh, viskos“).
Isomerie
GV besitzt ein Stereozentrum am Phosphoratom, es gibt also zwei Enantiomere, eines hat (R)-Konfiguration, das andere ist (S)-konfiguriert. Die beschriebenen Herstellungsverfahren liefern das racemisches GV, also ein 1:1-Gemisch aus (R)-(Dimethylamido)fluorophosphorsäure- 2-N′,N′-(dimethylaminoethyl)ester (links) und (S)-(Dimethylamido)fluorophosphorsäure- 2-N′,N′-(dimethylaminoethyl)ester (rechts):
Schutzmaßnahmen
GV wirkt bereits in kleinsten Mengen tödlich. Angriffsfläche ist der gesamte Körper. Deshalb bieten nur ein Ganzkörper-Schutzanzug und eine Schutzmaske ausreichenden Schutz. Vor einem Kampfstoffeinsatz können Oxim-Tabletten eingenommen werden. Im Verlauf der wochenlangen Nachbehandlung versucht man, mit Obidoxim die Acetylcholinesterase zu regenerieren.
Für die Dekontamination kann man Oxidationsmittel und alkalische Lösungen verwenden, da die Hydrolyse von Nervenkampfstoffen im basischen Milieu beschleunigt wird. Bewährt haben sich auch Chlorkalk für unempfindliche Oberflächen und Natriumcarbonatlösungen für empfindliche Gegenstände.
Siehe auch
Einzelnachweise
<references/>
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Wikipedia:Keine GHS-Gefahrstoffkennzeichnung verfügbar
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Nervenkampfstoff
- Phosphorsäureamid
- Phosphorsäureester
- Säurefluorid
- Dimethylamin
- N,N-Dialkylamid