Carbazol
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Strukturformel von Carbazol | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Name | Carbazol | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C12H9N | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
beigefarbener geruchloser Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 167,21 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Dichte |
1,1 g·cm−3<ref name="alfa">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref> | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
244–246 °C<ref name="GESTIS" /><ref name="Dean" /> | |||||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
355 °C<ref name="GESTIS" /><ref name="Dean">George W. Gokel: Dean's Handbook of Organic Chemistry, McGraw-Hill 2004, ISBN 0-07-137593-7, S. 1.50.</ref> | |||||||||||||||||||||
| pKS-Wert |
–6,0 (konjugierte Säure)<ref name="Liang1996">Cikui Liang, James. F. Pankow: Gas/Particle Partitioning of Organic Compounds to Environmental Tobacco Smoke: Partition Coefficient Measurements by Desorption and Comparison to Urban Particulate Material. In: Environmental Science & Technology. Band 30, 1996, S. 2800–2805, doi:10.1021/es960050x.</ref> | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
praktisch unlöslich in Wasser (0,1 g·l−1 bei 20 °C),<ref name="GESTIS" /> leicht löslich in Aceton, schwer löslich in Ethanol<ref>Europäisches Arzneibuch 10.0. Deutscher Apotheker Verlag, 2020, ISBN 978-3-7692-7515-5, S. 729.</ref> | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Carbazol (IUPAC: 9H-Carbazol) ist eine heterocyclische chemische Verbindung, die sich formal vom Pyrrol durch Anfügen von zwei Benzogruppen ableitet. Daraus leitet sich die veraltete Bezeichnung Dibenzopyrrol ab. Die Summenformel des Carbazol ist C12H9N. Es kann auch als Stickstoffanalogon des Fluoren betrachtet werden, woraus die Bezeichnung 9-Azafluoren resultiert. Die Festlegung der Lokanten im Carbazol durch die IUPAC steht im Gegensatz etwa zum Schema von Dibenzofuran.
Geschichte
Die Verbindung wurde 1872 erstmals von den Chemikern Carl Graebe und Carl Glaser aus dem Steinkohlenteer isoliert und charakterisiert.<ref name="Graebe">C. Graebe; C. Glaser: Ueber Carbazol. In: Ann. Chem. Pharm. 163 (1872) 343–360.</ref><ref name="Soukup_Naturstoffe">Rolf Werner Soukup: Chemiegeschichtliche Daten organischer Naturstoffe, Version 2020, S. 49 PDF.</ref>
Vorkommen und Gewinnung
Carbazol kommt im Steinkohlenteer und in Erdöl vor; es kann thermisch oder photochemisch durch oxidativen Ringschluss aus Diphenylamin synthetisiert werden. Auch die Synthese über die Diazotierung von N-Phenyl-1,2-diaminobenzol und Stickstoff-Abspaltung, die sogenannte Graebe-Ullmann-Synthese ist möglich.
Verwendung
Das Carbazolderivat N-Ethylcarbazol ist als Trägerstoff für die Speicherung von Wasserstoff in Fahrzeugen in der Diskussion.<ref name="test"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Carbazol: Das elektrische Benzin? ( vom 30. März 2012 im Internet Archive), 30. Juni 2011.</ref><ref name="SPON-771516">Tom Grünweg: Alternativ-Kraftstoff Carbazol: Zaubersprit von der Zapfsäule. In: Spiegel Online. 30. Juni 2011, abgerufen am 3. Dezember 2015.</ref>
Literatur
- Martin Feise: Über einige neue Carbazolderivate. Dissertation, Göttingen 1907.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
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- Hautreizender Stoff
- Augenreizender Stoff
- Atemwegsreizender Stoff
- Stoff mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Carbazol