Zum Inhalt springen

Bachirou Salou

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. Februar 2026 um 09:03 Uhr durch imported>Polynesia2024.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Bachirou Salou
Datei:Bachirou Salou 2012.jpg
Bachirou Salou (2012)
Personalia
Geburtstag 15. September 1970
Geburtsort LoméTogo
Größe 190 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
OC Agaza Lomé
0000–1988 Omnisport Lomé
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1989–1990 Panthère Sportive
1990–1995 Borussia M’gladbach 86 (13)
1995–1998 MSV Duisburg 95 (26)
1998–1999 Borussia Dortmund 26 0(5)
1999–2000 Eintracht Frankfurt 34 0(8)
2001–2003 Hansa Rostock 46 0(7)
2004 Alemannia Aachen 14 0(3)
2004 KAS Eupen 12 0(3)
2005–2006 SC Kapellen-Erft
2011–2013 VfL Meckenheim<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Bachirou Salou im Trikot des VfL Meckenheim.] vfl-meckenheim.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 29. Mai 2012.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1989–1998 Togo 39 (17)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Bachirou Salou (* 15. September 1970 in Lomé) ist ein ehemaliger togoisch-deutscher Fußballspieler. Der ehemalige togoische Nationalspieler spielte auf der Position des Mittelstürmers. Salou ist gebürtiger Togolese mit Nago-Benino-Wurzeln.

Karriere

Salou wurde als 19-Jähriger von Anton Ondruš, einem früheren Nationalspieler der Tschechoslowakei, während dessen Urlaub in Kamerun bei einem dortigen Provinzverein entdeckt. Salou spielte Ende der 1980er Jahre in Kamerun für Panthère Sportive, wo er Torschützenkönig der Liga wurde. Ondruš vermittelte Salou 1990 zu Borussia Mönchengladbach, wo er schnell Publikumsliebling wurde.

Nach fünf Jahren wechselte er zum MSV Duisburg; dort gelang es ihm, sich als Stürmer in der Bundesliga zu etablieren. Im DFB-Pokalfinale 1998 gegen den FC Bayern München erzielte Salou das zwischenzeitliche 1:0 für den MSV Duisburg, nachdem er sich in einem Sprint gegen Lothar Matthäus durchgesetzt hatte. Duisburg verlor die Partie jedoch mit 1:2. Salou musste in der zweiten Halbzeit nach einem Foul von Michael Tarnat verletzt ausgewechselt werden, was nach Ansicht von Beteiligten den Spielverlauf entscheidend beeinflusste. Das Finale gilt bis heute als sportlicher Höhepunkt seiner Zeit in Duisburg.<ref>"Die Bayern konnten mich nicht stoppen" | SPOX. Abgerufen am 21. Februar 2026.</ref>

Salou wurde 1998 für eine damals hohe Ablösesumme von rund 4,5 Millionen Euro verpflichtet. Der Transfer fiel in eine Phase sportlicher Umbrüche beim BVB: Nachdem Trainer Nevio Scala ihn verpflichtet hatte, übernahm kurz darauf Michael Skibbe, unter dem Salou nicht mehr in die taktische Ausrichtung passte.

Bei Borussia Dortmund, wo er nur ein Jahr blieb, als auch bei seinen späteren Stationen konnte er nicht mehr an die Leistungen aus Duisburger Tagen anknüpfen. Während seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt geriet Salou unter Trainer Felix Magath zunehmend ins Abseits. Er kritisierte später öffentlich Magaths Trainingsmethoden als körperlich überfordernd und machte diese Phase für einen erheblichen Leistungsabfall verantwortlich.<ref>"Die Bayern konnten mich nicht stoppen" | SPOX. Abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> Zur Saison 1999/2000 für etwa 7 Millionen Mark aus Dortmund verpflichtet, wurde er durch Eintracht Frankfurt anderthalb Jahre später für nur noch 700.000 Mark an Hansa Rostock weiterverkauft.

Nach 14 Jahren in den beiden deutschen Bundesligen wechselte Salou im Sommer 2004 zunächst in die 2. belgische Liga zur KAS Eupen, kehrte jedoch bereits zur Winterpause zurück nach Deutschland, wo er bis 2006 beim SC Kapellen-Erft aktiv war; bereits 2003 hatte er kurzzeitig für den niederrheinischen Verbandsligisten gespielt.

Salou absolvierte insgesamt 253 Spiele in der Bundesliga und 47 Spiele in der 2. Bundesliga, er erzielte dabei 51 Erstliga- und 11 Zweitligatore. Für Togo bestritt er 39 Länderspiele, in denen er 17 Tore schoss.

Nach dem Ende seiner Spielerkarriere plante Salou unter anderem die Gründung einer Spielerberater-Agentur gemeinsam mit ehemaligen Mitspielern aus Mönchengladbach.<ref>"Die Bayern konnten mich nicht stoppen" | SPOX. Abgerufen am 21. Februar 2026.</ref>

Erfolge

Zitate

„Eigentlich kenne ich Diktatoren nur noch in Afrika. Doch Trainer Magath ist der letzte Diktator in Europa.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Bachirou Salou

Persönliches

Salou lebt in der Nähe von Mönchengladbach und ist für den togoischen Fußballverband tätig.<ref>Trainer. 28. April 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. April 2012; abgerufen am 15. September 2017.</ref> Während der WM 2006 in Deutschland war er als Teammanager für die togoische Nationalmannschaft im Einsatz.

Er ist der ältere Bruder von Tadjou Salou und der jüngere Bruder von Rafiou Moutairou. Sein Sohn, Mamoudou Salou, der 1989 geboren wurde, ist ebenfalls Fußballer und spielte als Stürmer mit dem SV Uedesheim in der Oberliga Niederrhein.<ref>Interview in: RevierSport 58/2012, S. 30</ref>

Salou ist Botschafter für die Initiative „go for children – momentum for change!“, die Bildungsprojekte in Afrika mit Fußball verknüpft. Er gibt seine Erfahrung unter anderem als Trainer in der Fußballschule von Thomas Kastenmaier an den Nachwuchs weiter.<ref>Trainer – Kastes Fussballschule. Abgerufen am 13. März 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Bachirou Salou – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />