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Meersenf

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Meersenf
Datei:Cakile maritima01.jpg

Europäischer Meersenf (Cakile maritima)

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Tribus: Brassiceae
Gattung: Meersenf
Wissenschaftlicher Name
Cakile
Mill.

Meersenf (Cakile) ist eine Gattung in der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).

Beschreibung

Erscheinungsbild, Wurzeln und Blätter

Meersenf-Arten sind meist einjährige, selten ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von bis zu 0,8 Meter erreichen. Die Pfahlwurzeln können verholzen und besitzen relativ lange horizontale Seitenwurzeln. Es sind meist kahle, dickliche, sukkulente Strandpflanzen. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl oder manchmal spärlich flaumig behaart. Die aufrechten, aufsteigenden, spreizenden oder niederliegenden Stängel sind an ihrer Basis verzweigt.

Die wechselständig und spiralig am Stängel angeordneten Laubblätter sind meist gestielt und besitzen eine oft fleischige und einfache bis doppelt fiederspaltige Blattspreite. Die Blattränder sind glatt, gewellt, gekerbt, gezähnt oder gesägt. Nebenblätter fehlen.

Generative Merkmale

Viele Blüten stehen in erst schirmtraubigen später bis zur Fruchtreife sich durch Streckung der Blütenstandsachse verlängernde traubigen Blütenständen zusammen. Die gestielten, zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier Kelchblätter sind aufrecht. Die vier weißen bis violetten Kronblätter sind genagelt. Es sind sechs Staubblätter vorhanden. Die dicke, zweigliedrige Gliederschote ist 12 bis 27 mm lang und enthält zwei bis drei Samen. Das obere Schotenglied ist zusammengedrückt.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 9.

Vorkommen

Die Meersenf-Arten kommen hauptsächlich in den gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel vor. Verbreitungsgebiete sind das nördliche Afrika, Europa, die Arabische Halbinsel und das westliche Asien sowie Nord- und Zentralamerika und die Karibik. Die meisten Arten wachsen in Amerika an salzigen Stellen wie Küsten, Dünen und Salzpfannen innerhalb des Landes.

Die einzige europäische und auch in Mitteleuropa vorkommende Art ist der Europäische Meersenf, der in mehreren Unterarten an fast allen europäischen Meeresküsten zu finden ist. Mit der auf den Azoren eingeschleppten, ursprünglich nordamerikanischen Cakile edentula kommt in Europa noch eine zweite Art vor.

Systematik

Die Gattung Cakile wurde 1754 durch Philip Miller in The Gardeners Dictionary...Abridged..., fourth edition, Vol. 1 aufgestellt. Als Lectotypus wurde 1913 Cakile maritima Scop. festgelegt. Der botanische Gattungsname Cakile leitet sich vom arabischen Name qaqulleh ab. Die Gattung Cakile gehört zur Tribus Brassiceae in der Familie der Brassicaceae.<ref name="GRIN" />

Datei:Cakile edentula (Habitus).jpg
Cakile edentula
Datei:Cakile-maritima-(eurMeersenf) 1.jpg
Europäischer Meersenf auf Spiekeroog

Es gibt etwa sechs Cakile-Arten:<ref name="Warw.2009B" />

  • Cakile arabica <templatestyles src="Person/styles.css" />Velen. & Bornm.: Sie kommt von Jordanien bis zum Iran und auf der Arabischen Halbinsel vor.<ref name="Euro+Med" /><ref name="POWO" />
  • Cakile constricta <templatestyles src="Person/styles.css" />Rodman; Heimat: südliche USA (Alabama, Louisiana, Mississippi, Florida, Texas).<ref name="GRIN" />
  • Cakile edentula <templatestyles src="Person/styles.css" />(Bigelow) Hook.; Heimat: Kanada, USA, auf den Azoren und in Australien ein Neophyt.<ref name="GRIN" />
  • Cakile geniculata <templatestyles src="Person/styles.css" />(B.L.Rob.) Millsp.: Sie kommt am Meeresstrand von Louisiana, Texas und von Mexiko vor.<ref name="FNA" />
  • Cakile lanceolata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Willd.) O.E.Schulz; Heimat: Florida, Mexiko, Mittelamerika, Kolumbien und die Karibik.<ref name="GRIN" />
  • Europäischer Meersenf (Cakile maritima <templatestyles src="Person/styles.css" />Scop.); Heimat: Europa, Nordafrika, Makaronesien und Westasien, ist in Nordamerika eingebürgert.<ref name="GRIN" />

Literatur

Weblinks

Commons: Meersenf (Cakile) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Warw.2009B"> </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold, 2011: Brassicaceae: Datenblatt Cakile In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="POWO"> Datenblatt Cakile arabica bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science. </ref> <ref name="FNA"> James E. Rodman: Cakile Miller. In: Flora of North America, vol. 7. [1]. </ref> </references>