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(676) Melitta

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Asteroid
(676) Melitta
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie Eos-Familie
Große Halbachse 3.06717 AE
Exzentrizität 0.122582
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 12.84897 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 78,4 km ± 0,4 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,05
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
XC
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker P. J. Melotte
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1909 BO, 1910 JD
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(676) Melitta ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 16. Januar 1909 vom britischen Astronomen Philibert Jacques Melotte am Royal Greenwich Observatory bei einer Helligkeit von 14,0 mag entdeckt wurde. Es war seine einzige Asteroidenentdeckung.

Melitta ist die attische Form des altgriechischen Namens Melissa, Tochter des kretischen Königs Melisseus und mit ihrer Schwester Amaltheia Ammen des Zeus. Gleichzeitig ist der Name ein Wortspiel, das eine Ähnlichkeit mit dem Namen des Entdeckers andeutet.

Aufgrund ihrer Bahneigenschaften wird (676) Melitta zur Eos-Familie gezählt.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (676) Melitta, für die damals Werte von 80,0 km bzw. 0,05 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref> Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 86,1 km bzw. 0,05.<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, J. Dailey, P. R. M. Eisenhardt, R. S. McMillan, T. B. Spahr, M. F. Skrutskie, D. Tholen, R. G. Walker, E. L. Wright, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, A. Wilkins: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. I. Preliminary Albedos and Diameters. In: The Astrophysical Journal. Band 741, Nr. 2, 2011, S. 1–20, doi:10.1088/0004-637X/741/2/68 (PDF; 73,0 MB).</ref> Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 78,8 km bzw. 0,05 geändert worden waren,<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, C. Nugent, M. S. Cabrera: Preliminary Analysis of WISE/NEOWISE 3-Band Cryogenic and Post-cryogenic Observations of Main Belt Asteroids. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 759, Nr. 1, L8, 2012, S. 1–8, doi:10.1088/2041-8205/759/1/L8 (PDF; 3,27 MB).</ref> wurden sie 2014 auf 78,4 km bzw. 0,05 korrigiert.<ref>J. R. Masiero, T. Grav, A. K. Mainzer, C. R. Nugent, J. M. Bauer, R. Stevenson, S. Sonnett: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. Near-infrared Albedos. In: The Astrophysical Journal. Band 791, Nr. 2, 2014, S. 1–11, doi:10.1088/0004-637X/791/2/121 (PDF; 1,10 MB).</ref> Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 74,7 km bzw. 0,06, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.<ref>C. R. Nugent, A. Mainzer, J. Bauer, R. M. Cutri, E. A. Kramer, T. Grav, J. Masiero, S. Sonnett, E. L. Wright: NEOWISE Reactivation Mission Year Two: Asteroid Diameters and Albedos. In: The Astronomical Journal. Band 152, Nr. 3, 2016, S. 1–12, doi:10.3847/0004-6256/152/3/63 (PDF; 1,34 MB).</ref>

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 28. Juli bis 16. August 2002 am Goodsell Observatory in Minnesota. Aus der während acht Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 7,863 h abgeleitet,<ref>M. Clark, B. Joyce: Asteroid lightcurve photometry from Goodsell Observatory (741). In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 30, Nr. 1, 2003, S. 4–7, bibcode:2003MPBu...30....4C (PDF; 144 kB).</ref> dagegen führte eine Auswertung von Beobachtungen aus 2012 zu einer Periode von 8,35 h.<ref>R. Violante, M. A. Leake: Photometry and Lightcurve Analysis of 7 Main-Belt Asteroids. In: Journal of the Southeastern Association for Research in Astronomy. Band 7, 2012, S. 41–44, bibcode:2012JSARA...7...41V.</ref>

Bei weiteren Messungen vom 10. Juni bis 9. Juli 2012 während sieben Nächten am Bigmuskie Observatory in Italien wurde aus der registrierten Lichtkurve eine Rotationsperiode von 16,767 h bestimmt. Andere mögliche Werte von 8,393 oder 12,420 h wurden dagegen ausgeschlossen.<ref>A. Ferrero: Rotational Period of Five Asteroids. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 40, Nr. 1, 2013, S. 31–32, bibcode:2013MPBu...40...31F (PDF; 199 kB).</ref> Auch Messungen vom 27. März bis 26. April 2017 während acht Nächten an der Sternwarte Belgrad in Serbien bestätigten dieses Ergebnis mit einer abgeleiteten Rotationsperiode von 16,740 h. Die halbe Periode konnte auch hier ausgeschlossen werden, ebenso wie ein Wert im Bereich von 7,87 h.<ref>V. Benishek: Lightcurve and Rotation Period Determinations for 29 Asteroids. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 45, Nr. 1, 2018, S. 82–91, bibcode:2018MPBu...45...82B (PDF; 1,01 MB).</ref> Weitere Beobachtungen erfolgten vom 30. August bis 1. Oktober 2018 am Organ Mesa Observatory in New Mexico. Auch hier wurde wieder eine Periode von 16,743 h bestimmt, während die doppelte Periode ausgeschlossen wurde.<ref>F. Pilcher: New Lightcurves of 156 Xanthippe, 445 Edna, and 676 Melitta. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 46, Nr. 1, 2019, S. 58–60, bibcode:2019MPBu...46...58P (PDF; 2,56 MB).</ref>

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 16,74125 h berechnet.<ref>J. Ďurech, J. Tonry, N. Erasmus, L. Denneau, A. N. Heinze, H. Flewelling, R. Vančo: Asteroid models reconstructed from ATLAS photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 643, A59, 2020, S. 1–5, doi:10.1051/0004-6361/202037729 (PDF; 756 kB).</ref> Aus den Daten von ATLAS konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 16,741 h bestimmt werden.<ref>J. Ďurech, M. Vávra, R. Vančo, N. Erasmus: Rotation Periods of Asteroids Determined With Bootstrap Convex Inversion From ATLAS Photometry. In: Frontiers in Astronomy and Space Sciences. Band 9, 2022, S. 1–7, doi:10.3389/fspas.2022.809771 (PDF; 1,01 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />