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Halbendorf im Gebirge

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Halbendorf/Gebirge
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(128)&title=Halbendorf%2FGebirge 51° 6′ N, 14° 28′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(128) 51° 5′ 53″ N, 14° 28′ 3″ O
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Höhe: 249 m ü. NN
Fläche: 2,08 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Halbendorf im Geb., Stadt Schirgiswalde-Kirschau. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref>
Einwohner: 128 (9. Mai 2011)<ref name="Z2011">Kleinräumiges Gemeindeblatt, Stadt Schirgiswalde-Kirschau. In: Zensus 2011. Statistisches Landesamt Sachsen, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im Februar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Eingemeindet nach: Crostau
Postleitzahl: 02681
Vorwahl: 035877
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Halbendorf/Gebirge, auch Halbendorf im Gebirge, sorbisch <phonos file="Hsb-Wbohow.ogg">Wbohow</phonos>/? (früher Bochow) ist ein Ortsteil der Ortschaft Crostau der Stadt Schirgiswalde-Kirschau im sächsischen Landkreis Bautzen.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 499 kB) § 17. In: Webauftritt. Stadt Schirgiswalde-Kirschau, abgerufen im Februar 2026.</ref>

Der Ort liegt in der Oberlausitz im Tal des Cunewalder Wassers, südlich begrenzt durch den Horken (

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  }} 308,8 m<ref>TK25-1990, Nr. 4952, Jahr 1997</ref>), einem nach Norden vorgelagerten Berg der zweiten Bergkette des Lausitzer Berglandes. Nördlich erhebt sich der Herrnsberg (400 m), der zur nördlichen Bergkette gezählt wird. Halbendorf entstand an einer alten Handelsstraße, die in dem Bereich heute als  Bundesstraße 96 geführt wird. Es leben etwa 130 Menschen in Halbendorf.<ref>Angabe der Meldebehörde Schirgiswalde; Stand: 31. Dezember 2009</ref>

Geschichte

Erwähnt wurde Halbindorff (Name nach dem Besitzer Hans de Halbindorff) erstmals 1374 im Bautzener Dingbuch Blatt 56a. 1469 wurde der Ort erneut in einem Bautzener Gerichtsbuch erwähnt. Darin bekannte ein Hannuss Wustenüge aus Halbindorff, dass er zwei Kühe gestohlen habe. Das Umfeld ist schon lange besiedelt. Man fand ein Steinbeil aus vorchristlicher Zeit und Scherben deutscher und slawischer Keramik aus dem 13. Jahrhundert. Der Ort lag an einer alten Handelsstraße von Bautzen über Großpostwitz nach Zittau. Halbendorf war lange Grundbesitz des Bautzener Domstiftes. Verschiedene Adelige wurden mit dem Ort belehnt. Ab etwa 1600 bis 1676 gehörte es denen von Rechenberg. Die Gegend nannte man das „Rechenbergsche Land“. In der Folgezeit wechselten die Besitzer des Rittergutes häufig.

Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Oberlausitz ermittelte Arnošt Muka in den 1880er Jahren eine Bevölkerungszahl von 172 Einwohnern; davon waren 127 Deutsche (74 %) und 45 Sorben (26 %).<ref>Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954 S. 54</ref> Der Ort lag damals am südlichen Rand des sorbischen Sprachraums in der Oberlausitz.

Am 1. April 1936 wurde der Ort Suppo nach Halbendorf eingemeindet.

1944/45 wurden Einheiten der deutschen Wehrmacht im Ort einquartiert. Nach Kriegsende wurde das Rittergut von der Roten Armee geplündert. An dieser Plünderung nahmen auch Halbendorfer Einwohner teil. In der DDR wurde das Gut enteignet, es entstanden fünf Neubauernhöfe und Kleingärten. Der Rest des Landes wurde verschiedenen Bauern zugeteilt. Am 15. Oktober 1952 wurde die erste LPG Typ I „Klement Gottwald“ gegründet. Darin schlossen sich fünf Bauernwirtschaften mit insgesamt 14 Mitgliedern zusammen.<ref>Siegfried Kuntsche: Wie wir angefangen haben. Hrsg.: Institut für Agrargeschichte und Internationale Landwirtschaft der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR. Dietz Verlag, Berlin 1985, S. 295–300.</ref> Daraus entwickelte sich am 1. Januar 1960 die LPG Typ III „Klement Gottwald“. Im Dorf existierten zu diesem Zeitpunkt zwei Landwirtschaftliche Produktionsgemeinschaften. Die LPG „Klement Gottwald“ vereinigte sich 1965 mit der LPG „Kirschau“. Die Mitglieder der zweiten LPG Typ I, 1958 gegründete LPG „Am Horkenberg“, kam 1967 in die LPG Typ III „Kirschau“. Das alte Herrenhaus wurde 1978 abgerissen, Grund waren die hohen Instandsetzungskosten.

1973 wurde Halbendorf nach Crostau eingemeindet.

Sonstiges

Datei:Postsäule 2.jpg
Wegsäule

Sehenswert ist eine Wegsäule, die bereits kurz nach 1800 erwähnt wurde.<ref>Cornelius Gurlitt: Halbendorf. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 31. Heft: Amtshauptmannschaft Bautzen (I. Teil). C. C. Meinhold, Dresden 1908, S. 97.</ref> Den Kopf der Säule bewahrte ein Bürger auf, sie wurde später originalgetreu wiederhergestellt. Die protestantische Bevölkerung von Halbendorf/Gebirge ist aufgrund des Fehlens einer eigenen Kirche auf drei angrenzende Kirchgemeinden aufgeteilt, was für ein Dorf etwas Ungewöhnliches ist, denn die meisten Dörfer liegen nur im Bereich einer Kirchgemeinde.

Verkehr

Der Haltepunkt Halbendorf (Sachs) lag an der Bahnstrecke Großpostwitz–Löbau, die seit 1998 stillgelegt ist. Auf der ehemaligen Trasse befindet sich heute ein Bahntrassenradweg.<ref>Bahntrassenradeln SN3.07</ref>

Seit der Abbestellung des Schienenpersonennahverkehrs im Jahr 1997 ist Halbendorf nur noch an das Regionalbusnetz der Oberlausitz angeschlossen. Mehrere Buslinien halten in der Ortsmitte.

Durch Halbendorf führt in Nord-Süd-Richtung die Bundesstraße 96, über die direkt die Anschlussstelle Bautzen-West der Bundesautobahn 4 erreicht werden kann. Die Entfernung beträgt etwa zwölf Kilometer. In West-Ost-Richtung verläuft die Staatsstraße 115 von Großpostwitz nach Löbau.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Bederwitz | Callenberg | Carlsberg | Crostau | Halbendorf (mit Suppo) | Kirschau | Kleinpostwitz | Neuschirgiswalde | Rodewitz/Spree | Schirgiswalde (mit Petersbach) | Sonnenberg | Wurbis Vorlage:Klappleiste/Ende