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Ponkie

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Datei:Ilse Kümpfel-Schliekmann (Ponkie) 3167.jpg
Ponkie bei der Verleihung des Ehrenpreises One Future Preis anlässlich des 31. Filmfestes München, 2013

Ponkie (bürgerlich Ilse Kümpfel-Schliekmann; * 16. April 1926 in München; † 30. Dezember 2021 ebenda<ref name="abendzeitung-muenchen.de 2. Januar 2022">Trauer um Ponkie: AZ-Legende mit 95 Jahren gestorben. In: abendzeitung-muenchen.de. Abendzeitung, 2. Januar 2022, abgerufen am 2. Januar 2022.</ref>) war eine freie deutsche Journalistin und Filmkritikerin. Ihr Spitzname stammte aus Universitätszeiten, in denen sie Zeitungswissenschaft und Germanistik studiert hatte.<ref>Bayerisches Fernsehen – Freitag, 12. November 2004, 23.30 Uhr – Unter 4 Augen: Wolfgang Binder im Gespräch mit Ponkie. In: presseportal.de. Bayerischer Rundfunk, 10. November 2004, abgerufen am 3. Januar 2022.</ref>

Leben

Ab 1956 schrieb Ponkie für das Feuilleton der Abendzeitung München Film- und Fernsehkritiken, aber auch Essays über Filmstars und Regisseure. Ihr bissig-humorvoller Schreibstil machte sie weit über München hinaus bekannt. Neben ihren Beiträgen in Fernsehen gestern, Schau zur Kritik, Am Bildschirm notiert wurde besonders ihre Kolumne Ponkie sieht fern populär, wo sie pointenreich und auf satirische Weise das Fernsehprogramm kommentierte. Das Privatfernsehen klammerte sie in ihren Kritiken weitestgehend aus, weil es ihr „zu albern und zu primitiv“ war.<ref>„Es ist zum großen Teil läppisch“. In: abendzeitung-muenchen.de. Abendzeitung, 15. April 2016, abgerufen am 3. Januar 2022.</ref> In ihrer jahrzehntelangen Tätigkeit als Journalistin traf sie auch auf viele Filmgrößen, wie z. B. Ingmar Bergman. Ponkie zählte zu den ältesten Freunden des Schauspielers Helmut Fischer, dem sie in den 1960er-Jahren eine Stelle als Filmkritiker bei der Münchner Abendzeitung verschaffte.<ref>Nachruf auf „Ponkie“ – Am Schirm mit Charme und Sonnenbrille. In: sueddeutsche.de. Abgerufen am 16. Februar 2026.</ref>

In Helmut Dietls Gesellschaftskomödie Rossini ist die Rolle der Reporterin Charlotte ihr nachempfunden worden.<ref>Gestorben Ponkie, 95. In: spiegel.de. Abgerufen am 16. Februar 2026.</ref>

Ihre Söhne sind die Musiker und Komponisten Uli und Harald Kümpfel, Harald ist der Ehemann der Künstlerin Petra Perle.<ref>Wollkönigin Petra Perle: „Häkeln ist Therapie“. In: tz.de. Abgerufen am 16. Februar 2026.</ref>

Ilse Kümpfel-Schliekmann starb am 30. Dezember 2021 mit 95 Jahren in ihrem Haus im Münchner Stadtteil Solln.<ref>„Ponkie“ ist tot. In: Süddeutsche Zeitung. 2. Januar 2022, abgerufen am 3. Januar 2022.</ref><ref name="abendzeitung-muenchen.de 2. Januar 2022" /> Ihre Urne wurde am 28. Januar 2022 auf dem Waldfriedhof Solln beigesetzt.

Publikationen

  • Wo bleibt das Positive. Ponkies Glossen. Mit Cartoons von Dieter Olaf Klama. Schneekluth, München 1983, ISBN 3-7951-0848-9.
  • Bayern vorn. Zeichnungen von Heinz Birg mit Texten von Gerhard Polt, Ponkie und Rolf Henkel. C. J. Bucher, München 1988, ISBN 3-7658-0565-3.
  • Cinema & Kino. Ein fröhliches Wörterbuch für Kinogänger, Auch-Kinogänger, cineastische Fundamentalisten, Fachidioten, Diplom-Fernsehzuschauer und gewöhnliche Traumtänzer. Mit Zeichnungen von Nik Ebert. Tomus, München 1990, ISBN 3-8231-0179-X.
  • Das böse München. Mit einem Vorwort von Dieter Hildebrandt. Langen Müller, München 2008, ISBN 978-3-7844-3159-8.
  • Bonzo, der neue Hausbesitzer. Mit Illustrationen von Reinhard Michel. Langen-Müller, München 2011, ISBN 978-3-7844-3278-6.
  • Ponkie – Elfmeter ins Gehirn: Ein Alphabet von Ponkismen. herausgegeben von Ulrich Kümpfel und Helena Gaitanu. Verlag Attenkofer, Straubing 2022, ISBN 978-3-947029-53-2.

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

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