Kabinett Adenauer II
| Kabinett Adenauer II | |
|---|---|
| Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland | |
| Konrad Adenauer | |
| Bundeskanzler | Konrad Adenauer |
| Wahl | 1953 |
| Legislaturperiode | 2. |
| Ernannt durch | Bundespräsident Theodor Heuss |
| Beginn | 20. Oktober 1953 |
| Ende | 29. Oktober 1957 |
| Dauer | 4 Jahre und 9 Tage |
| Vorgänger | Kabinett Adenauer I |
| Nachfolger | Kabinett Adenauer III |
| Zusammensetzung | |
| Partei(en) | CDU, CSU, FDP, GB/BHE, DP (bis 1956) CDU, CSU, FVP, DP (von 1956 bis 1957) CDU, CSU, DP (ab 1957) |
| Minister | 17–21 |
| Repräsentation | |
| Deutscher Bundestag | Vorlage:Parteisitze(bis 1956) Vorlage:Parteisitze(ab 1956)
|
| Berliner Abgeordnete | Vorlage:Parteisitze(bis 1956) Vorlage:Parteisitze(ab 1956)
|
Das Kabinett Adenauer II war die vom 20. Oktober 1953 bis zum 15. Oktober 1957 amtierende deutsche Bundesregierung in der zweiten Legislaturperiode.
Bei der Bundestagswahl am 6. September 1953 hatte die CDU 45,2 Prozent der Stimmen und 249 der 509 Bundestagsmandate erhalten.
Abstimmung im Bundestag
| Wahlgang | Kandidat | Stimmen | Stimmenzahl | Anteil | Koalitionspartei(en) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Wahlgang | Konrad Adenauer (CDU) |
Ja-Stimmen | 305 | 62,6 % | CDU, CSU, FDP, GB/BHE, DP | ||||||
| Nein-Stimmen | 148 | 30,4 % | |||||||||
| Enthaltungen | 14 | 2,9 % | |||||||||
| Ungültig | 0 | 0 % | |||||||||
| nicht abgegeben | 20 | 4,1 % | |||||||||
| Damit wurde Konrad Adenauer wieder zum Bundeskanzler gewählt. | |||||||||||
Minister
Mit dem Kabinett Adenauer II wurde erstmals ein Ministerium für Familienfragen eingerichtet. Ebenso gab es zum ersten Mal vier Minister für besondere Aufgaben. Darüber hinaus wurde das Ministerium für Angelegenheiten des Marshallplans in Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit umbenannt.
Bereits im Dezember 1953 schied Hans Schuberth als erster Minister aufgrund des konfessionellen Kabinetts-Proporz aus. Ihn ersetzte der evangelische Siegfried Balke als Post- und Fernmeldeminister.
1954 wurde das Ministerium für Angelegenheiten der Vertriebenen um die Begriffe Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte erweitert.
Heinrich Hellwege legte sein Amt als Bundesrats-Minister im Mai 1955 nieder, um zum niedersächsischen Ministerpräsidenten gewählt zu werden. Ersetzt wurde er von Hans-Joachim von Merkatz.
Im Zuge zunehmender außenpolitischer Eigenständigkeit der Bundesrepublik und dem NATO-Beitritt im Mai 1955 folgte die Neugründung eines Ministeriums für Verteidigung, das vom Leiter der Amt Blank genannten Vorgängerinstitution, Theodor Blank, übernommen wurde. Gleichzeitig übergab Konrad Adenauer die Zuständigkeit für Äußeres an den ersten Außenminister Heinrich von Brentano.
Auch das Ministerium für Atomfragen wurde 1955 neu geschaffen. Erster Leiter wurde Franz Josef Strauß. Weil einen Monat später Robert Tillmanns starb, gab es nun nur noch zwei Minister für besondere Aufgaben.
Im Oktober 1956 kam es zu einer weiteren größeren Kabinettsumbildung. Franz Josef Strauß übernahm das Verteidigungs-Ressort von Theodor Blank. Sein Nachfolger als Atomfragen-Minister wurde Siegfried Balke; das von ihm geleitete Post- und Fernmeldeministerium bekam mit Ernst Lemmer den dritten Minister in dieser Legislaturperiode. Zudem musste Fritz Neumeyer das Justiz-Ministerium an Hans-Joachim Merkatz abgeben, der bereits das Bundesrats-Ministerium übernommen hatte. Zudem wurden die letzten zwei Bundesminister für besondere Aufgaben von ihrem Amt entbunden.
Siehe auch
- Liste der deutschen Bundesregierungen
- Liste der deutschen Bundesminister
- Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
- Adenauer-Ära#Die 2. Legislaturperiode
Einzelnachweise
<references />
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Adenauer I | Adenauer II | Adenauer III | Adenauer IV | Erhard I | Erhard II | Kiesinger | Brandt I | Brandt II | Schmidt I | Schmidt II | Schmidt III | Kohl I | Kohl II | Kohl III | Kohl IV | Kohl V | Schröder I | Schröder II | Merkel I | Merkel II | Merkel III | Merkel IV | Scholz | Merz Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
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Konrad Adenauer (CDU) | Franz Blücher (FDP → FVP) | Heinrich von Brentano (CDU) | Gerhard Schröder (CDU) | Fritz Neumayer (FDP → FVP) | Hans-Joachim von Merkatz (DP) | Fritz Schäffer (CSU) | Ludwig Erhard (CDU) | Heinrich Lübke (CDU) | Anton Storch (CDU) | Hans-Christoph Seebohm (DP) | Hans Schuberth (CSU) | Siegfried Balke (CSU) | Ernst Lemmer (CDU) | Victor-Emanuel Preusker (FDP → FVP) | Theodor Oberländer (GB/BHE → CDU) | Jakob Kaiser (CDU) | Heinrich Hellwege (DP) | Robert Tillmanns (CDU) | Waldemar Kraft (GB/BHE → CDU) | Hermann Schäfer (FDP → FVP) | Franz Josef Strauß (CSU) | Theodor Blank (CDU) | Franz-Josef Wuermeling (CDU)