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Toilettenstein

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Datei:Urinal with urinal cake gsu cit 2004.jpg
Toilettenstein in einem Urinal
Datei:Kostka toaletowa.jpg
Duftstein zum Einhängen in eine Haushaltstoilette

Mit Toilettenstein, Beckenstein, Urinalstein, Pinkelstein, Klostein oder WC-Stein werden sich langsam auflösende Wirkstoffkonzentrate bezeichnet, die in Toiletten und Urinalen dazu dienen sollen, Geruchsbelästigungen gering zu halten. Sie sollen außerdem zur Hygiene beitragen, auch an Stellen, die mechanisch nicht erreichbar sind. Des Weiteren sollen sie Kalkablagerungen auf der Keramik vorbeugen.

Chemische Zusammensetzung

Ein Toilettenstein besteht aus einer wasserlöslichen Trägersubstanz und anionischen Tensiden (15–30 %) sowie geringfügigen Anteilen nichtionischer Tenside (1–5 %), Wasserstoffperoxid und synthetischen Duft- bzw. Farbstoffen. Etwa ein Drittel der Produkte enthält nach Angaben der Zeitschrift Öko-Test künstliche Moschusduftstoffe, des Weiteren halogenhaltige Kohlenwasserstoffe. Beide sind schädlich für die Umwelt. Eine weitere Substanz in einigen Toilettensteinen ist Paradichlorbenzol (PDCB).<ref>Wolfgang Mücke, Christa Lemmen (Hrsg.): Duft und Geruch. ecomed-Storck GmbH, 2010, ISBN 3-609-16436-0, S. 120 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Paradichlorbenzol hat nachweislich keinerlei desinfizierende und keinerlei geruchsmindernde Wirkung. Es ist biologisch sehr schwer abbaubar. Gerüche werden lediglich durch den intensiven Geruch des PDCB und die Lähmung der Geruchsnerven überboten.<ref>Bundestag: Verhandlungen des Deutschen Bundestages.Band 374, 1988 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Maßnahmen zur Verringerung der Umweltbelastung durch persistente Chemikalien; hier: Paradichlorbenzol (PDCB) Niedersächsischer Landtag, 10. Wahlperiode, Drucksache 10/4040m vom 19. März 1985 (PDF).</ref> Es ist ein Nebenprodukt der chemischen Industrie.

Kritik

Toilettensteine können eine gute Hygiene bei tatsächlich schlecht gereinigten Toiletten vortäuschen. Eine saubere Toilette bietet jedoch keinen Anlass für Geruchsbelästigung. Die Inhaltsstoffe können die Abwässer belasten und wurden schon in Fischen und auch in Muttermilch nachgewiesen. Zudem können stark duftende Klosteine die Schleimhäute reizen. Umweltschutzorganisationen raten deshalb zum Verzicht auf Klosteine.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., abgerufen am 23. April 2014.</ref>

Flüssigprodukte als Alternative

Seit 2001 sind auch Systeme auf dem Markt, bei denen Reiniger- und Duftsubstanzen aus zwei getrennten Kammern bei jedem Spülvorgang in geringen Mengen freigesetzt werden.

Einzelnachweise

<references />

Siehe auch

Weblinks

Commons: Toilettenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien